Gegenüber dem Jahreswechsel 2017/2018 konnte eine leichte Abnahme bei Einsätzen des Rettungsdienstes und des Brandschutzes verzeichnet werden. Trotzdem waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen gefordert.

In der Einsatzhochphase zwischen 23:30 Uhr und 2 Uhr alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Köln zu 226 Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Rettungsdiensteinsätzen, die Einsatzzahlen befanden sich damit unter dem Vorjahresniveau mit 247 Einsätzen.

Der Rettungsdienst musste in der Zeit von Silvester 9:30 Uhr bis Neujahr 7 Uhr zu insgesamt 575 Einsätzen ausrücken. Das sind gut 175 Einsätze mehr als an einem normalen Sonntag. Im Vergleich zum Jahreswechsel 2017/2018 rückten die Einsatzkräfte auf den Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen 69-mal weniger aus. Dies entspricht einer Reduzierung von circa 10 Prozent im Vergleich zu Silvester im letzten Jahr. Der Sanitätsdienst versorgte im Bereich der Altstadt mit ortsfesten und mobilen Unfallhilfsstellen 40 Patientinnen und Patienten. Im Rettungs- und Sanitätsdienst wurde die Feuerwehr Köln durch die Kölner Hilfsorganisationen (DRK, MHD, ASB und Johanniter) und die Firma Falck unterstützt.

Die Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr wurden zu insgesamt 153 Einsätzen im Zeitraum von Silvester 9:30 Uhr bis Neujahr 7 Uhr im Brandschutz und der Technischen Hilfeleistung entsendet. Das ist ein Rückgang um 14 Einsätze gegenüber Silvester im vergangenen Jahr und 110 Einsätze mehr als an einem regulären Sonntag.

In den engen Gassen der Altstadt und am Rheinufer waren zudem Einsatzkräfte der Feuerwehr zu Fuß auf Streife, um den Bereich zu erkunden, Kräfte im Einsatzfall einzuweisen und Erstmaßnahmen einzuleiten. Für ein schnelles Eingreifen war ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr fest in der Altstadt besetzt. Weitere sieben Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden als Sicherheitswachdienst für die Sicherstellung des Brandschutzes bei Veranstaltungen verteilt im Kölner Stadtgebiet eingesetzt.

Für das hohe Einsatzaufkommen waren von Feuerwehr, Rettungsdienst und Sanitätsdienst sowie in der Leitstelle 477 Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln und ihrer Partner im Rettungsdienst in unmittelbarer Einsatzbereitschaft. Somit konnten 32 Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge zusätzlich in Dienst gestellt sowie vier Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr fest an den Feuerwachen der Berufsfeuerwehr stationiert werden. Hinzu kamen Alarmierungen für zahlreiche Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet.

Am Silvestermorgen kam eine Frau in Köln-Mülheim mit dem Schrecken davon, als der Akku eines Laptops in der Wohnung explodierte. Die hinzugerufene Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Frau hatte in der Küche gearbeitet und hielt einen ersten Knall für einen Silvesterböller. Als sie einen zweiten Knall hörte, kontrollierte sie das Wohnzimmer. Auf einem Hängeschrank stand ihr Laptop, das Funken sprühte und in Flammen stand. Sie eilte nach draußen und alarmierte die Feuerwehr. Glücklicherweise hatte der Computer nicht unter brennbaren Materialien gestanden, sondern lediglich auf einem Wandschrank, so dass sich die Brandausbreitung in Grenzen hielt. Die Einsatzkräfte trafen nach sechs Minuten ein, nahmen das Laptop vom Stromnetz, demontierten den brennenden Wandschrank und konnten diesen mit einem Glas Wasser ablöschen. Eingesetzt waren 19 Einsatzkräfte von den Feuerwachen Mülheim und Deutz.

Um 0:15 Uhr wurde die Feuerwehr Köln über ein Feuer auf einem Balkon in Köln-Weiden informiert. Aufgrund mehrerer Personen im verrauchten Bereich erhöhten die ersteintreffenden Einsatzkräfte das Einsatzstichwort auf Feuer mit Menschrettung. Insgesamt wurden zwölf Patientinnen und Patienten durch die vorgehenden Trupps aus dem Gefahrenbereich geführt, durch den Notarzt gesichtet und mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert.

Kurz nach Mitternacht kam es in Meschenich zu einem Wohnungsvollbrand im ersten Obergeschoss eines Hochhauses. Hierbei wurde eine Katze getötet. Da die Wohnung eine hohe Brandlast hatte dauerten die Nachlöscharbeiten längere Zeit an. Im Umfeld der Löscharbeiten kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Passantinnen und Passanten. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden dabei nicht angegriffen. Da mehrere Verletzte gemeldet wurden, entsandte die Leitstelle der Feuerwehr Köln vier Rettungsmittel, ein Notarzteinsatzfahrzeug und eine Schnell-Einsatzgruppe einer Hilfsorganisation. Freie Einsatzkräfte des angrenzenden Brandeinsatzes wurden ebenfalls sofort eingebunden. Insgesamt wurden vier Patientinnen und Patienten behandelt und davon zwei Patientinnen und Patienten in ein Krankenhaus transportiert.

In der Silvesternacht kam es zu einem tätlichen Angriff gegen die Besatzung eines Rettungswagens. Glücklicherweise wurden die Einsatzkräfte dabei nicht verletzt und konnten ihren Dienst fortsetzen.

Die Feuerwehr Köln wünscht ein frohes und friedvolles Jahr 2019!