Der Großbrand am Girlitzweg in Vogelsang ist gelöscht. Am Morgen des Freitag, 9. Januar 2015, rückten die letzte Feuerwehrkräfte ein. Bei Tageslicht bestätigte sich, dass das Brandobjekt bautechnisch äußerst komplex ist. Ehemalige Werkhallen, Lager- und Büroräume aus unterschiedlichen Zeitepochen sind miteinander verbunden. Trotz regelkonformem vorbeugenden Brandschutz überwand das heftige Feuer, angefacht durch den starken Wind, doch einige Gebäudetrennungen.  

Erfreulicher Weise ist es den annähernd 200 haupt- und ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr Köln gelungen, große Bereiche des Komplexes zu sichern. Die Veranstaltungen in "Halle 2" werden wie geplant stattfinden und auch die in einem Seitenflügel untergebrachten Räume der "Höhner" wurden geschützt. Vor Ort dankte der Frontmann der Höhner, Henning Krautmacher, den Einsatzkräften für ihren Einsatz:

Dank der Feuerwehr Köln kann der Sessionsauftakt mit den Höhnern zeitgerecht stattfinden.

Den Einsatz der Alarmstufe "FEUER 7" fasste Johannes Feyrer, Direktor der Feuerwehr Köln, zusammen:

Auch wenn die größeren Brände eher seltener werden zeigt sich, dass man auf außergewöhnliche Großbrände vorbereitet sein muss. Erstmals wurde ein neues Schaumsystem erfolgreich eingesetzt, mit dem unzugängliche Lagerbereiche von oben über eine Drehleiter beschäumt wurden. Das Feuer mit Menschenrettung in Lindenthal parallel zum Großeinsatz in Vogelsang zeigt, dass die Feuerwehr redundant aufgestellt sein muss und welchen Stellenwert die Freiwillige Feuerwehr hat, die zu diesem Zeitpunkt eine Wache der Berufsfeuerwehr besetzte.

Der Kollege, der im Erstangriff durch eine Rauchgasdurchzündung Verbrennungen zweiten Grades an den Armen erlitt, ist auf dem Weg der Besserung. Er wird das Krankenhaus vermutlich am Wochenende verlassen können.