Aus den Zielen, die für das neue Leitbild formuliert wurden, ergeben sich die Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung Kölns. Für fünf Handlungsfelder haben sich fünf neue Gruppen zur Umsetzung der Ziele formiert.

Die aufgeschlossene Wissensgesellschaft

Qualifizierung zum Motor einer Kompetenzregion

Das Leitbild erkennt die Notwendigkeit einer intensivierten Wissenserschließung und -vermittlung als Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung und sieht Köln auf einem guten Weg in die Wissensgesellschaft der Zukunft. Ziel ist es, die Stadt bis 2020 in den Bereichen Wissenschaft, berufliche Bildung und Qualifizierung zum Motor einer Kompetenzregion von europäischem Rang auszubauen.

Dem Gesamtkomplex Bildung und Erziehung – er umfasst alle Bereiche von der Früherziehung über Schul- und Hochschulbildung bis hin zu beruflicher Qualifizierung und Weiterbildung – kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu. Jedem Einzelnen muss hierbei die Möglichkeit eingeräumt werden, seine individuellen Chancen selbstbestimmt zu nutzen. Auch dies ist eine wichtige Vorbedingung für das Wohlergehen und den Erfolg der Stadt insgesamt.

Um zu einem der profiliertesten Bildungs- und Wissenschaftsstandorte in Europa zu werden, müssen die vorhandenen Potenziale identifiziert, zugänglich gemacht und vernetzt werden. Mit Investitionen in hochwertige Bildungsangebote will Köln den gesamtgesellschaftlich zu beobachtenden Bildungsdefiziten aktiv begegnen.

Projekte und Initiativen

Aus dem Leitbildprozess heraus hat sich 2004 auf Einladung des Oberbürgermeisters die Kölner Wissenschaftsrunde konstituiert. Sie bildet ein Netzwerk der Kölner Hochschulen und Forschungseinrichtungen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Kölner Wissenschaftsrunde mehrere Projekte und Initiativen erfolgreich auf den Weg gebracht.

Kölner Wissenschaftsrunde

Der Arbeitskreis hat das Ziel einer integrierten Bildungsberichterstattung für Köln formuliert. Bildungsberichterstattung und Bildungsmonitoring sollen als kontinuierlicher Prozess in der Stadtgesellschaft etabliert und nicht als einmalige - und damit folgenlose - Kraftanstrengung einiger weniger handelnder Akteure verstanden werden. Dazu wird derzeit unter Beteiligung des Lernenden Region Netzwerk Köln e. V. der erste Kölner Bildungsbericht erstellt.

Erster Kölner Bildungsbericht
PDF, 7574 kb

Ziele dieses Handlungsfeldes

Eine Übersicht der Ziele dieses Handlungsfelds können Sie hier herunterladen:

Ziele: Die aufgeschlossene Wissensgesellschaft
PDF, 50 kb

Die dynamische Wirtschaftsmetropole

Bewusste Unterstützung unternehmerischen Engagements

Eine stabile wirtschaftliche Entwicklung ist Basis für die Zukunft der Stadt. Dazu fordert das Leitbild den engen Schulterschluss von Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Sinne einer gemeinsamen Gestaltung des Strukturwandels und einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas. Die Wirtschaftsstruktur mit ihrem Branchenmix und der robusten Mischung von großen, mittleren und kleineren Betrieben soll durch bewusste Unterstützung unternehmerischen Engagements stabilisiert werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft wird als Voraussetzung erkannt, damit in Köln jeder Mensch die Möglichkeit hat, eine existenzsichernde Erwerbsarbeit auszuüben. Die Förderung von Innovation und Beschäftigung hat dabei Priorität für das Handeln von Rat und Verwaltung.

Ein Netzwerk zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördert Kölner Unternehmen, Ansiedlungen, Unternehmensgründungen sowie Schwerpunktbildungen in Zukunftsbranchen und trägt dadurch zu mehr Wachstum und Beschäftigung bei. Besonders bei der Einführung und der Nutzung moderner Kommunikations- und Informationssysteme strebt die Stadt – gestützt auf die vorhandenen Potenziale – eine Führungsrolle an.

Die Stärkung der Attraktivität und Bedeutung Kölns als Standort für die Zentralen von nationalen und internationalen Unternehmen und Institutionen ist ebenso bedeutsam wie die Rolle als internationales Tourismusziel und als überregionale, attraktive Einkaufsstadt. Die Marke Köln wird auf internationaler Ebene professionell und offensiv positioniert. Der Dom als Weltkulturerbe ist als Markenzeichen unverzichtbar.

Projekte und Initiativen

Die Erörterung der Thematik "Demografie und Zukunft der Arbeit" im Handlungsfeld führte zur Gründung der Betriebsinitiative Demografischer Wandel (bdw) Region Köln. Die Initiative informiert und berät kleine und mittelständische Unternehmen zu personalpolitischen Fragestellungen. Mit Unterstützung des Landes NRW und der EU werden Informationsveranstaltungen, Workshops und individuelle Betriebs Checks kostenlos angeboten.

Betriebsinitiative Demografischer Wandel

Ziele dieses Handlungsfeldes

Eine Übersicht der Ziele dieses Handlungsfelds können Sie hier herunterladen:

Ziele: Die dynamische Wirtschaftsmetropole
PDF, 59 kb

Die moderne Stadtgesellschaft

Demografischer Wandel als Herausforderung

Eine funktionierende Stadtgesellschaft nimmt die Herausforderungen des demografischen Wandels, der Zuwanderung, des Umbaus der Sozialsysteme und des zunehmenden Wettbewerbs in der Wirtschaft an. Ihre Bewältigung ist die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Kölns.

Familienfreundlichkeit, soziale Verantwortung und Eigeninitiative sind die Pfeiler für gesellschaftliche Stabilität. Nicht tolerante Gleichgültigkeit, sondern respektvolles Miteinander und eigenverantwortliches Handeln, verbunden mit dem Mut zur Zivilcourage sind die Werthaltungen, die Köln als emanzipierte Stadt in Zukunft prägen. Köln setzt hier einen Kontrapunkt zu gesellschaftlichen Trends.

Ziele dieses Handlungsfeldes

Eine Übersicht der Ziele dieses Handlungsfelds können Sie hier herunterladen:

Ziele: Die moderne Stadtgesellschaft
PDF, 57 kb

Rahmenkonzept zum Ausbau der Tagesbetreuung

Hier können Sie das Rahmenkonzept zum Ausbau der Tagesbetreuung und Hilfeangebote für die unter dreijährigen Kinder herunterladen. Es wurde von den Mitgliedern dieses Handlungsfelds entwickelt und dient dem Jugendamt als Grundlage für einen Teil des neuen Jugendhilfeplans zur Betreuung von Kindern bis 14 Jahren.

Rahmenkonzept Betreuung
PDF, 218 kb

Fachtagung "Moderne Stadtgesellschaft"

Am 15. Januar 2010 fand eine Fachtagung der Handlungsgruppe "Moderne Stadtgesellschaft" statt, bei der sich neun Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aspekten des Themas "Außerfamiliäre Betreuung der unter dreijährigen Kinder in Köln" beschäftigten und folgende Fragen beantworteten:

  • Was ist erreicht?
  • Was bleibt zu tun?

Eine Kurzdokumentation der Arbeitsgrupppen sowie ein Vortrag von Henrike Schulte vom Netzwerk "Hilfen in der frühen Kindheit" stehen zum Download bereit:

Kurzdokumentation der Arbeitsgruppen
PDF, 255 kb
Vortrag von Henrike Schulte
PDF, 25 kb

Leitlinien für ein soziales Köln

Die Leitlinien wurden gemeinam von Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Katholischen Fachhochschule, dem Dezernat für Soziales und Senioren und dem Handlungsfeld entwickelt.

Im Leitbildprozess wurden Visionen einer künftigen Stadtgesellschaft entwickelt. Dabei wurde erarbeitet:

  • Welche konkreten Ziele daraus erwachsen
  • Mit welchen Methoden wir diese Ziele erreichen und umgesetzen können
  • Auf welchen Handlungsfeldern dies stattfinden wird

Damit Köln auch in Zukunft eine soziale Stadt ist, sind folgende Elemente das notwendige Fundament:

  • Die Sozialpolitik - unverzichtbarer Bestandteil aller kommunalen Handlungsfelder
  • Ein kreativer Pragmatismus - Raum für lokale Modelle
  • Köln und seine Veedel - Orientierung an Sozialräumen
  • Die Wohnungspolitik - Versorgung mit angemessenem und bezahlbarem Wohnraum
  • Nothilfe und Reintegration
  • Prävention gegen Notlagen - für jeden Einzelfall
  • Kooperation und Partizipation - Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in Planungs- und Entscheidungsprozesse
  • Selbsthilfe - Initiative durch gute Rahmenbedingungen fördern
  • Barrierefreiheit - physischen und psychischen Zugang zu allen Angeboten der Stadtgesellschaft
  • Bürgerschaftliches Engagement - vorhandene Strukturen festigen und weiterentwickeln
Leitlinien für ein soziales Köln
PDF, 94 kb

Der lebendige Kulturstandort

Kontinuierlich Akzente setzen

Neue Strategien für die bessere Positionierung des Kulturstandortes sind angesichts finanzieller Engpässe und Standortkonkurrenzen gefragt. Köln setzt auf die bewusste Fokussierung des Kulturangebotes und die innovativen Impulse der freien Szene.

Die unbestritten hohe Qualität des Angebots und die positive Selbstwahrnehmung der Kölnerinnen und Kölner kann nicht über Defizite in der Außenwahrnehmung, die für die internationale Positionierung von hoher Relevanz sind, hinweg täuschen. Es sind kontinuierlich Akzente zu setzen, die den Standort künstlerisch wie wirtschaftlich stärken und eine für Kölner und Kölnerinnen sowie Externe hohe Lebensqualität schaffen.

Ziele dieses Handlungsfeldes

Eine Übersicht der Ziele dieses Handlungsfelds können Sie hier herunterladen:

Ziele: Der lebendige Kulturstandort
PDF, 46 kb

Die attraktive Stadtgestaltung

Tradition erhalten und Chancen nutzen

Kölnerinnen und Kölner identifizieren sich deutlich stärker mit ihrer Stadt als Menschen in anderen Städten. Köln wird als weltoffen, gastlich und lebenslustig - als kosmopolitisch - wahrgenommen. Die Gestaltung der Stadt in ihrer baulichen Präsenz, ihren Grünflächen und Plätzen sowie dem gesamten Erscheinungsbild der Innenstadt und den Stadtteilen entspricht diesen positiven Attributen nicht in allen Fällen.

Es bedarf einer mutigen gesamtplanerischen Strategie, die die Tradition qualitätsvoll erhält und die Chancen zur innovativen Moderne nach internationalen Standards so umsetzt, dass ein beeindruckendes Gesamtbild der mobilen Stadt nachhaltig und bedarfsorientiert entstehen kann. Sicherheit und Sauberkeit sind für die Zukunftsfähigkeit in Köln zu bewältigende Schwerpunkte. Auf allen Ebenen ist das Zusammenwirken und das Engagement der Beteiligten im Interesse der Gesamtstadt neu zu formieren.

Aufgrund der Gruppengröße und der thematischen Vielfalt hat sich das Handlungsfeld in zwei Arbeitskreise aufgeteilt:

Arbeitskreis Attraktive Stadtgestaltung

Der Arbeitskreis arbeitet an folgenden Themen:

  • Nachhaltige Stadtentwicklung und vorausschauende Konzepte.
  • Bürgerinnen und Bürger werden akzeptierte Partnerinnen und Partner in Stadtentwicklung, Stadtplanung und Stadtgestaltung.

Die Mitglieder

Der Arbeitskreis setzt sich aus Interessierten zusammen, die sich beruflich oder privat mit den Themen Stadtentwicklung, Stadtplanung, Stadtgestaltung sowie Bürgerbeteiligung beschäftigen und aktiv mitarbeiten möchten. Sie treffen sich in einem Turnus von vier bis sechs Wochen zu den Arbeitssitzungen. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich.

Die Ziele

Die Arbeit soll dazu beitragen, dass das Geschehen in der Stadt transparenter und offener wird. Dazu werden konkrete Projekte bearbeitet. Gleichzeitig bietet der Arbeitskreis Interessierten einen Rahmen, in dem bürgerschaftliches Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung stattfinden kann. Die Ergebnisse der Arbeit werden in kontinuierlichen Gesprächen der Politik und Verwaltung vorgestellt, die diese zur Meinungsbildung heranziehen können.

Die Projekte

  • Mitwirkungsmöglichkeiten bei allen Planungsstufen schaffen
  • Bewusstsein für Baukultur auf breiter Ebene fördern
  • Potenzial historisch gewachsener Strukturen im Linksrheinischen erhalten und behutsam weiter entwickeln
  • Strukturwandel im Rechtsrheinischen umsetzen.

Um diese Ziele des Leitbildes voranzutreiben, wurden vom Arbeitskreis Konzepte entwickelt, Vorschläge erarbeitet und Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in verschiedenen Workshops mitgearbeitet.

Projektbeispiele zum Herunterladen:

Stellungnahme zur Diskussion über die Verlagerung des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums der Fachhochschule Köln
PDF, 66 kb
Eckpunkte Höhenkonzept Innenstadt
PDF, 38 kb
Bürgerbeteiligung Höhenkonzept
PDF, 26 kb
Baukultur von unten
PDF, 27 kb
Bahnhof Deutz Köln Messe
PDF, 20 kb
Stadtraummanager
PDF, 18 kb
Unortkataster
PDF, 13 kb
Platz nehmen
PDF, 12 kb
Kompass
PDF, 10 kb

Arbeitskreis "Urbanes Wohnen"

In Köln wird die Balance der Stadtteile untereinander und zur Gesamtstadt angestrebt. Schwache Stadtteile werden gestärkt, Härten vermieden. Bauliche Infrastruktur, stadtgestalterische Planung und die Bevölkerungsstruktur sind Grundlage für die Integrationsfähigkeit der Veedel. Ihre Eigenart gegenüber der Gesamtstadt bleibt gewahrt.

Eigenverantwortlichkeit und Selbstorganisation sowie lokale Mitwirkungs- und Entscheidungsgremien werden gestärkt und genutzt. Öffentliche Innen- und Außenräume stehen ausreichend für Kommunikation und Begegnung zur Verfügung. Urbanes Wohnen wird gefördert und fortentwickelt durch gemischt genutzte Baufelder für Wohnen, Arbeiten und Erholen. Bau- und Freiflächen werden vernetzt weiterentwickelt.

Bei der Entwicklung von Projekten bezieht sich der Arbeitskreis auf diese Ziele des Leitbilds.

Die Mitglieder

Der Arbeitskreis setzt sich aus zehn bis zwölf Personen unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Berufe zusammen. Er trifft sich im Durchschnitt einmal im Monat.

Die Ziele

Die Ziele und Aufgaben des Arbeitskreises sind in dem folgenden Schaubild zusammengefasst:

Urbanes Wohnen Ziele
PDF, 12 kb

Die Projekte

Zu den Projekten des Arbeitskreises können Sie sich hier Informationen herunterladen:

Konzept zukunftsfähiges Wohnen
PDF, 8 kb

Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreises Attraktive Stadtgestaltung

Einen Bericht über die bisherigen und aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Handlungsfelds können Sie sich hier herunterladen:

Arbeitsschwerpunkte Stadtgestaltung
PDF, 1641 kb
Arbeitsschwerpunkte Stadtgestaltung Anlage 1
PDF, 83 kb
Arbeitsschwerpunkte Stadtgestaltung Anlage 2
PDF, 3445 kb

Ziele dieses Handlungsfeldes

Eine Übersicht der Ziele dieses Handlungsfelds finden Sie hier:

Ziele: Die attraktive Stadtgestaltung
PDF, 61 kb

Das Koordinierungsgremium

Die Leitbildakteure werden bei der Umsetzung der verabredeten Ziele begleitet von einem Koordinierungsgremium unter dem Vorsitz Oberbürgermeisters.

Ihm gehören an die Sprecherinnen und Sprecher der fünf Handlungsfelder, die ehemaligen Sprecherinnen und Sprecher der Leitbildgruppen, Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen und der relevanten gesellschaftlichen Kräfte, die Mitglieder des ehemaligen Leitbildbeirats und weitere Einzelpersönlichkeiten, die sich dem Leitbild verpflichtet haben.

Mitglieder Koordinierungsgremium (Stand März 2006)
PDF, 38 kb

Orientierung für das Handeln

Die Handlungsfelder, die durch die Ziele konkretisiert werden, bilden den Korridor hin zu einem zukunftsfähigen Köln. Sie sind bei der Auswahl von Strategien und der Initiierung von Maßnahmen und Projekten das Prüfraster. Neben den inhaltlichen Zielsetzungen ist in den einzelnen Leitbildgruppen festgelegt worden, woran sich ihr künftiges Handeln ausrichten soll.

Orientierungslinien für Handlungsfelder
PDF, 54 kb