Die Interkulturellen Zentren arbeiten für die Integration der in Köln lebenden Menschen mit Zuwanderungshintergrund und sehen die Förderung des gleichberechtigten Zusammenlebens aller Menschen in Köln als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Sie sind Orte der Begegnung für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. Als Kulturmittler tragen sie durch ihre vielseitigen Angebote dazu bei, dass Begegnung möglich wird und Berührungsängste abgebaut werden. (aus: Leitlinien zur Förderung interkultureller Zentren in Köln)

Interkulturelle Zentren haben sich in Köln seit Beginn der 1970er Jahre als Säulen der Integrationsarbeit eta­bliert. Zunächst allein ehrenamtlich tätig, entwickelten sich viele Zentren zu professionell arbeitenden Trägern von Jugend- und Sozialarbeit. An­fang dieses Jahrzehnts war die För­derung der Arbeit - und damit der Bestand der Zentren - wegen der schwierigen finanziellen Situation bei der Stadt Köln in Gefahr.

Auch 2004, zu Beginn der Amtszeit des Integrationsrates (IR), war die Lage noch nicht gesichert. Daher war die Frage der finanziellen und institutionellen Absicherung der Interkulturellen Zentren eine der ersten Aufgaben des IR. (...)

Neue Interkulturelle Zentren – Integrationsrat entscheidet über Anerkennung und Mittelvergabe

In der jetzt ablaufenden Amtsperiode hat der Integrationsrat aufgrund dieser Richtlinien zahlreiche neue Interkulturelle Zentren anerkannt. Das ist die Voraussetzung, um städtische Fördermittel beantragen zu können. Dabei zeigte sich, dass Köln in den letzten Jahren noch bunter geworden ist. Auf Vorschlag der Verwaltung entscheidet der Integrationsrat über die Vergabe der Mittel an die Zentren. (...)

Interkulturelle Zentren sind für viele Menschen dabei ein wahrer "Türöffner". Daher stimmte der Integrationsrat in den meisten Fällen einer Anerkennung zu, sofern diese Türöffner-Funktion erkennbar war. In einigen wenigen Fällen wurde die Anerkennung abgelehnt. Auch eine Aberkennung als Interkulturelles Zentrum hat der Integrationsrat beschlossen, da sowohl die Mittelverwendung als auch die Qualität der Arbeit nicht den Kriterien der neuen Richtlinie entsprach. Damit ist der Integrationsrat auch seiner Kontroll- und Steuerungsfunktion gerecht geworden. Zur Zeit werden in Köln 33 Interkulturelle Zentren gefördert.

Die vom Intergrationsrat und vom Stadtrat anerkannten Interkulturellen Zentren:

  • Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V.
  • Atlant e.V.
  • Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V.
  • Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
  • Dersim Gemeinde Köln e.V.
  • Deutsch-Griechisches Kulturzentrum Porz e.V.
  • Deutsch-Spanischer Kulturkreis "ANTONIO MACHADO" e.V.
  • Deutsch-Türkischer Bürgerverein e.V.
  • Deutsch-Türkischer Verein Köln e.V.
  • Allerweltshaus e.V.
  • Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenverbandes
  • Köln und Region Familienwelt e.V.
  • Förderungs- & Bildungsgemeinschaft für Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V.
  • Ignis e.V. Europäisches Kulturzentrum
  • Islamischer Kulturverein e.V.
  • Jugendhilfe Afrika 2000 e.V.
  • Jugendhilfe und Schule e.V.
  • Kölner Appell gegen Rassismus e.V.
  • Logos-Verein für russische Kultur und Bildung e.V.
  • MaDiBu e.V.
  • Netzwerk-ISS gGmbH
  • Offene Welt - Italienische Kultur im Dialog e.V.
  • PHOENIX Köln e.V.
  • Kultur- und Integrationszentrum Rom e.V.
  • Solidaritätsbund der Migranten e.V.
  • Synagogen-Gemeinde Köln
  • Verein für Interkulturelle Bildung und Austausch e.V.
  • Weltmusik, Klezmer und Ästhetik Akademie
  • Integrations- und Begegnungszentrum e.V.
  • Zurück in die Zukunft e.V.

Weiterführende Links

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Übersicht: Tätigkeitsbericht des Integrationsrates für die Wahlperiode von 2004 bis 2009
Tätigkeitsbericht des Integrationsrates für die Wahlperiode von 2004 bis 2009
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