Arbeitszeit

39/41 Stunden

Standort

Innenstadt Altstadt/Nord

Stellenbewertung

EG12/A12

Bewerbungsfrist

15. August 2021

Beim Amt für Informationsverarbeitung sind in der Abteilung „IT-Gestaltung“ im Sachgebiet IT-Architekturplanung drei (3) Stellen als IT-Lösungsarchitekt*in (m/w/d) zu besetzen. Die Stellen wurden für die Teilnahme der Stadt Köln am Förderprojekt "IDunion" im Rahmen des Innovationswettbewerbs "Schaufenster Sichere Digitale Identitäten" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingerichtet und sind bis zum 31. März 2024 befristet.

Die Abteilung IT-Gestaltung übersetzt die Ziele und Bedarfe der Stadtverwaltung in konkrete Anforderungen an IT-Systeme und IT-Architekturen, die in und mit der städtischen IT-Infrastruktur betrieben werden. Zu den Aufgaben des in der Abteilung angesiedelten Sachgebietes IT-Architekturplanung gehören unter anderem die Planung der städtischen IT-Architektur und die Verantwortung für ausgewählte innovative Technologieprojekte.

Das vom BMWi geförderte Projekt hat das Ziel, ein offenes Ökosystem für die sichere dezentrale Identitätsverwaltung aufzubauen, welches weltweit nutzbar ist und sich an europäischen Werten und Regularien orientiert. Das Identitätssystem baut auf selbstbestimmten Identitäten (Self-Sovereign Identities – SSI) und dem technischen Standard "DLT" (Distributed Ledger Technologie) auf und ermöglicht die sichere Nutzung von hoheitlichen Identitäten im Europäischen Binnenmarkt. Die Einsatzzwecke erstrecken sich im öffentlichen Bereich über Nutzendenausweise, Eintritts- und Zugangskontrolle, Zugang zu Webseiten (Single-Sign-On), Bonitätsinformationen, Zertifikate, Zeugnisse und vieles mehr. Im Verwaltungsbereich kann die Technik für Ausweise (z. B. Bürger*innen-/Ehrenamtskarte), Bescheinigungen oder ordnungsbehördliche Erlaubnisse genutzt werden. Die Speicherung und Bereitstellung der Identitätsinformationen erfolgt über eine Smartphone Wallet-App.

Ziel des Beitrags der Stadt Köln zum Projekt ist es, unter anderem anhand von zwei repräsentativen Use Cases (Fischereischein, Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz) die technische, organisatorische und rechtliche Machbarkeit der rechtssicheren Ausgabe, Speicherung, Prüfung und Versagung von ordnungsbehördlichen Erlaubnissen auf der Basis von Verifiable Credentials (VC) nachzuweisen. Die Use Cases sind repräsentativ für viele Verwaltungsleistungen. Die Ergebnisse können daher von ihrem Prinzip her auf alle OZG-Leistung gleichen Typs übertragen werden. In einem dritten Use Case wird die asynchrone Bereitstellung von VC auf der Basis von Servicekonto.NRW ausgearbeitet, so dass die Erlaubnisse als VC sicher zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt in die persönlichen Wallets der Bürger*innen übertragen werden können.


Ihr Profil

Vorausgesetzt wird:

  • bei Tarifbeschäftigten ein erfolgreich abgeschlossenes einschlägiges (Fach-)Hochschulstudium in einer der Aufgabenwahrnehmung dienlichen Fachrichtung (zum Beispiel der Informatik oder Wirtschaftsinformatik) oder
  • nachgewiesene gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen oder
  • der erfolgreiche Abschluss des Verwaltungslehrgangs zwei (ehemals Angestelltenlehrgang zwei (AL II)) oder
  • bei Beamtinnen und Beamten die Befähigung für die Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt des nichttechnischen Verwaltungsdienstes (ehemals gehobener Dienst)

Hierüber sollten Sie verfügen:

Fachkenntnisse

  • Erfahrungen mit Open Source DLT-Plattformen, idealerweise Hyperledger Indy, Open Source Krypto-Frameworks, idealerweise Hyperledger Ursa und Agentensoftware Frameworks, idealerweise Hyperledger Aries sowie Plenum Byzantine Fault Tolerant Protocol und deren jeweilige Anwendungsmöglichkeiten
  • Fundierte Kenntnisse in Enterprise- und Software-Architektur, professioneller Software Entwicklung und idealerweise in Cloud-Native Ansätzen
  • Entwicklerkenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen (z. B. php, C#, Python, Java, Objective-C, Go)
  • Konstruktionswissen: Wissen über die (systemtechnischen) Abhängigkeiten von IT-Komponenten bei der Planung von komplexen Anwendungssystemen und IT-Infrastrukturen
  • im Anforderungsmanagement und im Projektmanagement, insbesondere in agilen Projekten
  • Modellierungserfahrung und sehr gute Methodikkenntnisse in UML und BPMN
  • Kenntnisse agiler Management-Techniken und agiler Management-Methoden (insbesondere Scrum)

Projekt- und Betriebserfahrung:

  • Fähigkeit, auch unter hohem Zeit- und Ergebnisdruck sorgfältig und eigenständig zu arbeiten
  • mehrjährige praktische Erfahrung in der Projektarbeit
  • Kenntnisse über die besonderen Gegebenheiten einer großen DV-Infrastruktur (ab circa 50 Server und circa 2.000 Clients) sind von Vorteil  

Für eine erfolgreiche Aufgabenerledigung ist ein serviceorientiertes Auftreten unabdingbar, welches sich unter anderem in Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, qualifizierter Ausdrucksfähigkeit und gepflegtem Erscheinungsbild widerspiegelt. Hinzu kommen folgende Anforderungen:

  • qualifizierte und selbstständige Durchführung aller beschriebenen Aufgaben
  • Ganzheitliches konzeptionelles, strategisches und analytisches Denken
  • Teamorientierung und Kommunikationsfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • hohe Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Bereitschaft zur ständigen Fortbildung
  • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, u.a. zum Erschließen wissenschaftlicher Paper

Ihre Aufgaben

  • Planung, Erforschung und Umsetzung der Use Cases unter organisatorischen, rechtlichen und technischen Gesichtspunkten
  • Anforderungsanalyse (fachliche und rechtliche Aspekte) mit der Fachdienststelle, mit Konsortialpartnern und externen Firmen
  • Erarbeitung Grob- und Feinkonzept der Use Cases
  • DevSecOps-Engineering für Ledger-Netzknoten
  • DevSecOps-Engineering für "Institutional Agents" (Issuer+Verifier)
  • Test und Überführung in die Produktion (Demonstrator)
  • Aufbau von Technologie- und Schnittstellenwissen
  • Wissenschaftliche Arbeit und Dokumentation

Die wissenschaftliche Arbeit umfasst die Quellen- und Literaturrecherche zu den relevanten Themengebieten (Authentisierungs- und Kryptoverfahren, Hyperledger Aries + Indy, Trusted Framework, Institutional Agents, Trust-over-IP, GAIA-X, etc,), die Präzisierung des Forschungsrahmens, Herstellen einer Labor-Umgebung, Dokumentation (unter Beachtung der Grundregeln des wissenschaftlichen Schreibens und der wissenschaftlichen Argumentation der Fakten und Daten) sowie den fachlichen Austausch mit den Spezialist*innen der Konsortial- und assoziierten Projektpartner*innen.


Wir bieten Ihnen

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 12 TVöD IKT (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Informations- und Kommunikationstechnologie) beziehungsweise bei Beamtinnen und Beamten nach Besoldungsgruppe A 12, Laufbahngruppe 2 LBesG NRW (Landesbesoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen, ehemals gehobener Dienst).

Bei Tarifbeschäftigten erfolgt die Eingruppierung gemäß der tariflichen Regelung. Die Höhe des Entgeltes kann erfragt werden, es gilt die Entgelttabelle zum TVöD VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände).

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für Tarifbeschäftigte 39 Stunden und für Beamtinnen und Beamte 41 Stunden.

Das Amt für Informationsverarbeitung bietet in einem Dienstgebäude in zentraler Lage attraktive Arbeitsbedingungen mit moderner Arbeitsplatzausstattung. Neben guten Entwicklungsperspektiven und -möglichkeiten durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bieten wir die für den öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen sowie flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten im Rahmen der gültigen Dienstvereinbarungen.

Weiterhin besteht das Angebot des Erwerbs eines vergünstigten Job-Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr.

Ihre Bewerbung

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, senden Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis zum 15. August 2021

  • möglichst zusammengefasst als ein pdf-Dokument
  • unter Angabe der Kennziffer "120/6 IDunion IT-LA"

an die folgende E-Mail-Adresse:


Ihre Ansprechperson

Weitere fachliche Auskünfte erhalten Sie von Herrn Sutorius, Telefon 0221 / 221-30331.


Ihr Einsatzort

Amt für Informationsverarbeitung
Enggasse 2
50668 Köln

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Uhrzeit:

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Ziel

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Bei im Ausland erworbenen Studienabschlüssen ist ein Nachweis über die Anerkennung durch die Kultusministerkonferenz beizufügen.

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY-Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.


Weitere Informationen


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