In der Stabsstelle IV/2 - Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung im Dezernat für Bildung, Jugend und Sport ist ab sofort eine Stelle Strategische Jugendhilfeplanung mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendförderplanung zu besetzen.  

Die Stabsstelle zeichnet sich verantwortlich für die eng miteinander verzahnten Aufgabengebiete der Jugendhilfeplanung nach § 80 SGB (Sozialgesetzbuch) VIII, der Schulentwicklungsplanung für allgemeine Schulen, Berufs- und Weiterbildungskollegs nach § 80 Schulgesetz Nordrhein-Westfalen, der Inklusionsplanung nach VN (Vereinten Nationen)-Behindertenrechtskonvention in Verbindung mit aktuellen Schul- und Jugendhilferechtsänderungen sowie des Bildungsmonitorings.  

Besondere Herausforderungen für optimale Bildungsangebote und gerechte Bildungschancen in Köln ergeben sich unter anderem durch aktuell und zukünftig stark steigende Kinder- und Schülerzahlen, Armutslagen bei Kindern und Jugendlichen, bestehende Rechtsansprüche auf Kindertagesbetreuung, Erfordernisse einer bedarfsgerechten und zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit, den Wandel der Schulstrukturen in Abhängigkeit vom Elternwahlverhalten und die Inklusionsentwicklung in den Bereichen Jugendhilfe und Schule.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen:

  • Die strategische Jugendhilfeplanung nach § 80 SGB VIII (Sozialgesetzbuch-Achtes Buch): Bestandserhebung, Bedarfsermittlung und Maßnahmenplanung von Angeboten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII: Ein Schwerpunkt der ausgeschriebenen Stelle liegt auf den Hilfen nach §§ 11 bis 14 SGB VIII. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Erstellung der Kinder- und Jugendförderplanung, die Durchführung von Strukturdatenerhebungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und die Weiterentwicklung der Spielplatzbedarfsplanung. Anerkannte Träger der freien Jugendhilfe werden in den Arbeitskreisen nach § 80 SGB VIII frühzeitig beteiligt.
  • Analysen von Bevölkerungsentwicklung, Armuts- und Bedarfslagen; Erstellung von Prognosen und Szenarien, Förderkonzeptentwicklung, Durchführung von Befragungen, Verfassung jugendhilfeplanerischer Stellungnahmen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Bebauungsplanverfahren, Wirksamkeitsanalysen, Bildungsberichterstattung.
  • Die Gestaltung dialog- und beteiligungsorientierter Planungs- und Kommunikationsprozesse mit anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe, Kindern, Jugendlichen, Eltern, weiteren Bildungsinstitutionen und -akteuren, Landschaftsverband Rheinland - Landesjugendamt, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration Nordrhein-Westfalen, Städtetag Nordrhein-Westfalen und Weiteren.
  • Die enge Abstimmung der Jugendhilfeplanung mit der Schulentwicklungsplanung sowie weiteren Aufgabengebieten, wie insbesondere der Stadtplanung und Stadtentwicklung.
  • Die Planung, Konzept- und Maßnahmenentwicklung mit Blick auf die Verbindungslinien von Jugendhilfe mit schulischer Bildung und beruflicher Bildung, zum Beispiel die Gewährleistung bruchloser Übergänge zwischen Bildungsinstitutionen und die Gestaltung kleinräumiger Bildungsnetzwerke. 

Wir erwarten von Ihnen:

Vorausgesetzt wird:

  • Bei Beamtinnen und Beamten die Befähigung für die Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt des nichttechnischen Verwaltungsdienstes (ehemals gehobener Dienst).
  • Tarifbeschäftigte müssen über einen erfolgreich abgeschlossenen Verwaltungslehrgang zwei (ehemals Angestelltenlehrgang zwei) verfügen.
  • Alternativ wird ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Diplom-Sozialarbeit oder Diplom-Sozialpädagogik oder eines Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit vorausgesetzt.  

Hierüber sollten Sie verfügen:

  • vertiefte Erfahrungen in der Jugendhilfeplanung in Kommunen, Sozialforschungsinstituten, anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe
  • gute Kenntnisse aktueller Fachdebatten in der Jugendhilfe
  • gute Kenntnisse in sozialwissenschaftlichen Methoden und Statistik, gute Kenntnisse des SGB VIII (Sozialgesetzbuch - Achtes Buch), des Kinderbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen und des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes Nordrhein-Westfalen
  • gute Kenntnisse der (Kölner) Kinder- und Jugendförderlandschaft
  • Souveräner Umgang mit dem Microsoft-Office-Paket (insbesondere gute Excel-Kenntnisse) und Erfahrung in der Arbeit mit Session
  • Effiziente, ergebnisorientierte Arbeitsweise bei hoher Arbeitsqualität
  • hohe Belastbarkeit, Flexibilität und Leistungsbereitschaft, Termintreue
  • hohe Teamorientierung und Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit
  • Bereitschaft, bei Bedarf auch außerhalb der Kernarbeitszeiten tätig zu werden
  • Bereitschaft, sich zügig in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten
  • Selbstständigkeit und Eigeninitiative
  • Analytisches Denkvermögen
  • Gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift 

Wünschenswert ist:

  • Kenntnisse des Statistik-Pakets SPSS (Statistical Package for the Social Sciences)

Wir bieten Ihnen:

Die Stelle ist bewertet nach Besoldungsgruppe A 12 Laufbahngruppe 2 LBesG NRW (Landesbesoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen) beziehungsweise Entgeltgruppe 11 TVÖD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst).

Die Eingruppierung erfolgt gemäß den tariflichen Regelungen.

Es handelt sich um eine Vollzeitstelle.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden (Tarifbeschäftigte) beziehungsweise 41 Stunden (Beamtinnen und Beamte).

Bei Bedarf unterstützen wir Sie gerne mit individuellen und teamorientierten Fortbildungsaktivitäten im Rahmen der dienstlichen Erfordernisse.

Ihre Bewerbung:

Weitere Auskunft erteilt Ihnen gerne Herr Dr. Florian Sevenig, Telefon 0221 / 221-21909.  

Senden Sie bitte Ihre aussagekräftige Bewerbung ausschließlich auf dem Postweg bis zum 21. Juni 2019 an:  

Stadt Köln
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
IV/2
Stadthaus Deutz - Westgebäude
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

Die Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Bewerberverfahrens nicht an die Bewerberinnen beziehungsweise Bewerber zurückgesandt.  

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY - Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren