Im Römisch-Germanischen Museum/Archäologische Bodendenkmalpflege und -Denkmalschutz ist ab dem 1. Oktober 2018 die Stelle der stellvertretenden Direktorin beziehungsweise des stellvertretenden Direktors in Vollzeit zu besetzen. Die Stelle wird zunächst im Sinne des Wissenstransfers parallel zur derzeitigen Amtsinhaberin besetzt, die am 31. März 2019 aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden wird.

Das 1974 über dem Fundplatz des weltberühmten Dionysos-Mosaiks, im Herzen Kölns und in der unmittelbaren Nachbarschaft der Hohen Domkirche eröffnete Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln zählt zu den großen archäologischen Schatzkammern in Deutschland. Seine reichen Sammlungen umfassen insbesondere Funde aus 100.000 Jahren Menschheitsgeschichte des Rheinlandes und aus 2.000 Jahren Kölner Stadtgeschichte. Insbesondere die archäologischen Denkmäler der römischen Stadtgeschichte genießen Weltruf. Die Sammlung antiker Gläser sucht weltweit ihresgleichen. Internationale Wertschätzung genießt auch die hochkarätige völkerwanderungszeitliche Sammlung aus dem Nachlass des Barons Johannes von Diergardt.

Das Römisch-Germanische Museum nimmt darüber hinaus die hoheitlichen Aufgaben der Unteren Denkmalbehörde und des Fachamts für Archäologische Bodendenkmalpflege und -denkmalschutz im Stadtgebiet Köln wahr. In diesem Zusammenhang werden alljährlich archäologische Rettungsgrabungen, Prospektionen und Sachverhaltsermittlungen durchgeführt. Schutz, Pflege und öffentliche Erschließung von rund 100 ortsfesten Bodendenkmälern gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Römisch-Germanischen Museums.

Nach mehr als 44 Jahren Museumsbetrieb steht das Römisch-Germanische Museum in den kommenden Jahren vor besonderen Herausforderungen, die mit einer umfassenden Generalsanierung, der Erweiterung beziehungsweise Neukonzeption des Museums, wie auch der Konzeption, Organisation und Inbetriebnahme eines Ausweichquartiers sowie begleitenden Sonderausstellungen in und außerhalb Kölns verbunden sind.

Mit der stellvertretenden Direktion ist die ständige Vertretung des leitenden Direktors in allen administrativen und wissenschaftlichen Bereichen verbunden. Zu den Kernaufgaben gehören die Leitung des Fachbereichs wissenschaftliche Sammlungen und Museumsbetrieb in unmittelbarer Abstimmung mit dem Direktor. Sie oder er übernimmt die Verantwortung für die Konzeption, wissenschaftliche Bearbeitung, Präsentation, Vermittlung und den Ausbau der Sammlungen sowie für die Konzeption, Planung und Steuerung des Ausstellungsprogramms in Abstimmung mit dem Direktor und den Kuratorinnen und Kuratoren des Hauses.

Gesucht wird eine qualifizierte Persönlichkeit mit mehrjährigen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Museumsarbeit, insbesondere bei größeren Ausstellungs- und sonstigen Präsentationsprojekten.  

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen

  • Funktion der stellvertretenden Direktorin beziehungsweise des stellvertretenden Direktors
  • Wahrnehmung der internen und externen Kommunikation hinsichtlich der für das Römisch-Germanischen Museums wesentlichen Schnittstellen in Vertretung des Direktors (Verwaltung, Politik, Gremien)
  • Verantwortliche wissenschaftliche und organisatorische Betreuung der Ständigen Sammlung des Römisch-Germanischen Museums und der Studiensammlungen
  • Verantwortliche wissenschaftliche und organisatorische Betreuung der Ausstellungsräume im Interimsquartier des Römisch-Germanische Museum und hiermit verbundener Sonderausstellungen (während der Generalsanierung)
  • Verantwortliche wissenschaftliche und organisatorische Konzeption zur Erweiterung und Neukonzeption des Römisch-Germanischen Museums (Bestandsgebäude) im Zuge der Generalsanierung
  • Verantwortliche Konzeption, Koordination und Fortschreibung von Ausstellungsprojekten zur rheinischen, nationalen und internationalen Archäologie
  • Verantwortliche Konzeption und Koordination des Leihverkehrs mit nationalen und internationalen Museen und Kultureinrichtungen
  • Planung, Erstellung und Koordination der Publikationen
  • Koordination der Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museumsdienstes Köln
  • Förderung des wissenschaftlichen museumspädagogischen Nachwuchses (Praktikanten, Stipendiaten)
  • Mitarbeit an Anträgen bei Drittmittelgebern oder bei Stiftungen zur Finanzierung von Vermittlungsangeboten
  • Pflege von Kontakten zu Bildungs- und Kultureinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Vereinen und Kulturschaffenden
  • Verantwortlichkeit für Arbeitsplatzschutzangelegenheiten im Aufgabenbereich.

Wir erwarten von Ihnen

Vorausgesetzt wird:

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Magister oder universitäres Diplom) der Vor- und Frühgeschichte, der Archäologie der Römischen Provinzen oder der Klassischen Archäologie
  • bei Beamtinnen und Beamten ist zusätzlich die vorhandene Befähigung für die Ämtergruppe des zweiten Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 (ehemals höherer Dienst) erforderlich
  • Langjährige fundierte praktische Berufserfahrung und Leitungserfahrung in einem Archäologischen Museum

Hierüber sollten Sie verfügen:

  • Sehr gute, epochenübergreifende Kenntnisse der europäischen Archäologie unter besonderer Berücksichtigung der Archäologie der Römischen Provinzen und der Archäologie des Rheinlandes
  • Fundierte Kenntnisse der Sammlungen des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln
  • Fundierte nachweisliche Erfahrungen in der Konzeption und Realisierung großer Sonderausstellungen an archäologischen Museen
  • Breite Erfahrung in der wissenschaftlichen Organisation internationalen Leihverkehrs
  • Ausgeprägte Zuverlässigkeit, hohe soziale Kompetenz
  • Hohe Durchsetzungskraft und überdurchschnittliche Belastbarkeit verbunden mit einer team- und zielorientierten sowie strukturellen Arbeitsweise
  • Sicheres und repräsentatives Auftreten
  • Strategisches Denken, ausgeprägte kommunikative Kompetenz und Führungsqualitäten
  • Hohes Organisationsgeschick und Flexibilität
  • Fundierte Kenntnisse in einer Fremdsprache, vorzugsweise in Englisch und oder Französisch
  • Fundierte Kenntnisse der alten Sprachen (Latein und  oder Alt-Griechisch)
  • Besondere Bereitschaft, sich der Belange der Beschäftigten anzunehmen (zum Beispiel indem die Ziele der Inklusionsvereinbarung forciert werden)
  • Interkulturelle Kompetenz

Wünschenswert sind:

  • Erfahrung in der Arbeit der Archäologischen Bodendenkmalpflege
  • Fundierte Kenntnisse zum Denkmalschutzgesetz NRW
  • Sicherer Umgang mit allen gängigen Microsoft-Office-Anwendungen
  • Kenntnisse der Strategien analoger und digitaler Öffentlichkeitsarbeit
  • Erfahrung und Affinität zu Kultur-Baumaßnahmen  

Wir bieten Ihnen

Die Aufgabe ist bewertet nach Entgeltgruppe 15, Fallgruppe 1 Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst beziehungsweise nach Besoldungsgruppe A 15, Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt Landesbesoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (ehemals höherer Dienst).

Die Eingruppierung erfolgt gemäß der tariflichen Regelungen.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 (Tarifbeschäftigte) beziehungsweise 41 Stunden (Beamtinnen und Beamte).  

Ihre Bewerbung

Weitere Auskünfte erteilt Herr Direktor Dr. Marcus Trier, Telefon 0221 / 221-22303.

Eine aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte bis zum 13. August 2018 an: 

Stadt Köln
Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
50667 Köln 

 

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY - Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikates DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren