Beim Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Amtsleiterin beziehungsweise des Amtsleiters (m/w/d) zu besetzen. Das Amt gehört zum Geschäftsbereich des Dezernates Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht.  

Köln ist als größte Stadt in NRW und viertgrößte Stadt Deutschlands mit über 1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern eine bedeutende, dynamische und zukunftsorientierte Metropole im Herzen Europas.  

Im Rahmen eines Grundlagenprojektes der Verwaltungsreform wurden kürzlich fast sämtliche rechtsberatende Tätigkeiten in einem zentralen Rechtsamt gebündelt. Außerdem wurden die Aufgaben des bisherigen Rechts- und Versicherungsamtes und des Zentralen Vergabeamtes in einem Amt zusammengeführt. Darüber hinaus ist die Stabsstelle "Datenschutzbeauftragter der Stadt Köln" organisatorisch dem Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen zugeordnet und dort direkt unterhalb der Amtsleitung angebunden worden.

Das "neue" Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen ist mit etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in drei Abteilungen (Rechtsberatung und Führung von Rechtsstreitigkeiten, Verwaltung und Versicherungsangelegenheiten sowie Vergabe) gegliedert.  

Das Amt fungiert als interner Dienstleister und berät nahezu alle städtischen Dienststellen in zivil- und öffentlich-rechtlichen, in versicherungsrechtlichen sowie in vergaberechtlichen Fragestellungen. Neben der Rechtsberatung zählen auch die Prozessvertretung sowie die Vergabe von externen rechtlichen Beratungsleistungen zu den Aufgaben des Amtes. Zudem werden Aufgaben der Steuerungsunterstützung für die Gesamtverwaltung wahrgenommen (Compliance). Als "Versicherer" der Stadt verantwortet das Amt eine Versicherungssumme von circa 10 Milliarden Euro. Darin enthalten sind unter anderem rund 1.200 Gebäude mit Schulen und Kindergärten, Museen mit ihren gesamten Beständen, die Bühnen sowie die Klärwerke. Ebenfalls gehören dazu über 1.200 Fahrzeuge, 2.100 Musikinstrumente, 750.000 Foto-Negative und diverse Archivbestände in städtischem Eigentum. Die zentrale Zuständigkeit für Vergabe verfolgt das Ziel, das Vergabewesen stadtweit zu vereinheitlichen und durch eine zentrale Abwicklung das Verfahren zu optimieren und die Qualität für die gesamte Stadtverwaltung zu sichern. Ferner hat die zentrale Organisationsform eine erhebliche korruptionspräventive Bedeutung.  

Die derzeitige Leiterin des Amtes wird mit Ablauf des 31. Oktober 2019 in den Ruhestand eintreten. Um einen reibungslosen Wechsel an der Spitze des Amtes zu gewährleisten, einen guten Wissenstransfer sowie die Erreichung der Projekt- und Reformziele sicherzustellen, soll die Stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt wiederbesetzt werden.  

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen

  • Leitung des Amtes
  • inhaltliche sowie fristgerechte Steuerung und Koordinierung der Aufgabenerfüllung
  • Führung von Rechtsstreitigkeiten für die Stadt Köln
  • Steuerung und Weiterentwicklung des Amtes als zentraler Rechtsdienstleister
  • Umsetzung der Ergebnisse und Sicherstellung der Ziele des Grundlagenprojektes "Neuorganisation der Rechtsberatung"
  • Begleitung und Fortsetzung des begonnenen Prozesses zur Zusammenlegung des Rechts- und Versicherungsamtes und des Zentralen Vergabeamtes
  • Verantwortung für grundsätzliche und komplexe Rechtsangelegenheiten mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad sowie mit erheblicher wirtschaftlicher, medialer und politischer Bedeutung
  • Vertretung des Amtes in Gremien, Kontakt mit anderen Behörden, Institutionen und weiteren Akteuren, insbesondere mit Rechtsanwälten und der Justiz
  • Verantwortung für die Arbeitsschutzangelegenheiten des Amtes

Ihr Profil

Sie sind eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit umfassendem Rechtsverständnis, exzellenter Kommunikationsfähigkeit und vernetztem Denken, die Veränderungsprozesse aktiv und innovativ unterstützt und vorantreibt.

Wir erwarten von Ihnen

Das zu besetzende Aufgabengebiet erfordert ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Rechtswissenschaft (1. und 2. Juristische Staatsprüfung) sowie eine nachgewiesene langjährige Führungserfahrung in einem mindestens nach AT, analog Besoldungsgruppe A16 bewertetem Aufgabengebiet. Voraussetzung bei Beamtinnen und Beamten ist zusätzlich zum geforderten Studium die erlangte Befähigung für die Ämtergruppe des zweiten Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 (ehemals höherer Dienst) sowie eine nachgewiesene langjährige Führungserfahrung in einem mindestens nach Besoldungsgruppe A16 bewertetem Aufgabengebiet.                              

Es werden ausschließlich Bewerbungen von Bewerberinnen und Bewerbern zugelassen, für die die angestrebte Funktion mit einer Beförderung beziehungsweise Höhergruppierung verbunden ist.

Hierüber sollten Sie verfügen

  • ausgeprägte strategische Kompetenzen, sehr gute fachliche Problemlösungskompetenz, Innovationsfähigkeit und analytisches Denkvermögen
  • Erfahrung in der Leitung einer großen Organisationseinheit
  • Erfahrung als Projektleiterin oder Projektleiter in der Konzeption und Implementierung neuer Organisationsstrukturen sowie Erfahrung in der Einführung von Rechtsmanagementstrukturen, die den Compliance-Anforderungen gerecht werden
  • ausgeprägte juristische Fachkompetenz und Erfahrungen in der (rechts-) bereichsübergreifenden Beratung, die das Vergaberecht umfassen sowie der Führung von Klageverfahren von besonderem öffentlichen Interesse
  • Erfahrung in der Einführung neuer, IT-basierter Anwendungen, die das Rechtsmanagement zukunftsorientiert unterstützen
  • überdurchschnittliche soziale Kompetenz, insbesondere hinsichtlich Serviceorientierung, Motivations- und Kommunikationsfähigkeit
  • überdurchschnittliche Eigeninitiative, Auffassungsgabe, Durchsetzungsfähigkeit, insbesondere hinsichtlich der Realisierung organisationsübergreifender Ziele
  • ausgeprägte Erfahrungen sowie sicheres und kompetentes Auftreten im Umgang mit Entscheidungsgremien, der Öffentlichkeit und den Medien
  • überdurchschnittlich ausgeprägtes zielorientiertes und wertschätzendes Führungsverständnis und die besondere Bereitschaft, sich den Belangen der Beschäftigten anzunehmen (zum Beispiel, indem die Ziele der Inklusionsvereinbarung forciert werden)

Wünschenswert sind

  • Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Mediationsverfahren
  • Erfahrung in der Mitarbeit bei der Konzeption von Personalentwicklungskonzepten und juristischen Fortbildungsveranstaltungen

Wir bieten Ihnen

Eine interessante und herausfordernde Aufgabe in der Stadtverwaltung einer Millionenstadt. Die Stelle ist bewertet nach Besoldungsgruppe B2 LBesG NRW (Landesbesoldungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen) beziehungsweise AT (außertarifliches Entgelt) nach TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst). Die Eingruppierung erfolgt gemäß den tariflichen und städtischen Regelungen.  

Es handelt sich um eine unbefristete Vollzeitstelle. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt bei Beamtinnen und Beamten 41 beziehungsweise bei Beschäftigten 39 Stunden. Die Bereitschaft zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit entsprechend der Aufgabenstellung auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten und somit im Bedarfsfall auch über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus tätig zu sein wird vorausgesetzt.

Ihre Bewerbung

Weitere Auskunft erteilen Ihnen Stadtdirektor Dr. Stephan Keller, Telefonnummer 0221 / 221-31000, oder Andrea Ziegenhan, Telefonnummer 0221 / 221-31005.  

Bitte senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe der Kennziffer 886/19 in schriftlicher Form bis zum 18. August 2019 an:  

Stadt Köln
Bewerbercenter, 111/2
50679 Köln  

oder bevorzugt in elektronischer Form als PDF-Dokument per E-Mail an:

30-Amtsleitung-Bewerbung@stadt-koeln.de

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und in unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY- Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren