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In unserem Steckbrief erhalten Sie einen kurzen Überblick über den Bundesfreiwilligendienst.

Wer kann mitmachen?

Mädchen und Jungen nach erfüllter Vollzeitschulpflicht, Frauen und Männer jeden Alters.

Wie lange dauert der BFD?

In der Regel dauert der Freiwilligendienst 12 Monate, mindestens 6 Monate, höchstens 24 Monate. Auch mehrere kürzere Dienste nacheinander sind möglich, bis zu einer Zeit von maximal 18 Monaten.

Benötige ich eine Qualifikation?

Eine einschlägige fachliche Vor- oder Ausbildung ist nicht erforderlich. Sie übernehmen praktische Aufgaben, in denen menschliche Beziehungen im Vordergrund stehen.

Wird ein Entgelt gezahlt?

Individuelles Taschengeld (maximal 6 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung, zurzeit 330 Euro monatlich).

Gibt es sonstige Leistungen?

Individuell (Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung oder gegebenenfalls Geldersatzleistungen hierfür).

Werden Sozialversicherungsbeiträge gezahlt?

Die Beiträge für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden vom Träger oder der Einsatzstelle in vollem Umfang übernommen.

Bin ich versichert?

Es besteht Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung sowie Haftpflichtversicherungsschutz im Rahmen der städtischen Eigenversicherung.

In welchen Bereichen kann ich eingesetzt werden?

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege
  • Behindertenhilfe
  • Kultur- und Denkmalpflege
  • Sport
  • Integration
  • Zivil- und Katastrophenschutz
  • Natur- und Umweltschutz

Wie ist die Arbeitszeit?

Vollzeit. Ab dem 27. Lebensjahr auch Teilzeit ab 20 Stunden wöchentlich möglich. (Weitere) Nebentätigkeiten sind genehmigungspflichtig.

Gibt es Auswirkungen auf die Kindergeldzahlung?

Nein, während des Dienstes wird weiter Kindergeld gezahlt.

Gibt es Auswirkungen auf mein Arbeitslosengeld II?

Rechtlich spricht nichts dagegen, dass sich ALG II-Bezieherinnen oder -Bezieher als Freiwillige melden, das Taschengeld wird jedoch auf die Grundsicherung angerechnet (60 Euro Freibetrag gegebenenfalls zuzüglich 30 Euro für private Versicherungen monatlich). Während des Freiwilligendienstes müssen Arbeitslose keine neue Arbeit aufnehmen.

Auswirkungen für Rentenbezieherinnen und Rentenbezieher?

Bei Erwerbsminderungsrenten müssen die Hinzuverdienstgrenzen beachtet werden, die in Fällen der Erwerbsminderung gegebenenfalls etwas komplizierter zu ermitteln sind (daher besser bei einer Rentenberatungsstelle nachfragen). Im Normalfall dürfen ohne Rentenabzug bis zu 400 Euro im Monat zusätzlich verdient werden. Angerechnet werden dabei das Taschengeld und Sachbezüge (zum Beispiel freie Unterkunft und Verpflegung).

Ist ein Auslandseinsatz möglich?

Nein.

Erhalten die Einsatzstellen Förderung?

Die Aufwendungen für das Taschengeld und die Sozialversicherungsbeiträge werden bis zu einer Pauschale von 350 Euro monatlich vom Bund erstattet (für Freiwillige bis zum 25. Lebensjahr 250 Euro monatlich). Darüber hinaus werden Aufwendungen für die pädagogische Betreuung übernommen.

Wie ist das Bildungsangebot?

Während des Freiwilligendienstes sind 25 Seminartage pro Jahr verbindlich vorgesehen (Teilnahmepflicht). Die Seminarzeit gilt als Dienstzeit.