Die Unfallkommission arbeitet auf gesetzlicher Grundlage des Landes Nordrhein-Westfalen. Ständige Mitglieder sind das Amt für Straßen und Verkehrstechnik als in Köln zuständige Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde und die Polizei. Soweit erforderlich, werden im Einzelfall auch weitere Stellen hinzu gebeten, so etwa Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, des Öffentlichen Personennahverkehrs oder der Schulbehörde.

Zentrale Aufgabe der Unfallkommission ist die Beseitigung von Unfallhäufungspunkten.

Alle Unfälle im Kölner Stadtgebiet werden von der Polizei in einer Unfalltypensteckkarte festgehalten. Kriterien auf dieser Karte sind die Unfallkategorie, hier wird die Schwere des Unfalles bewertet, und der Unfalltyp, also die Konfliktsituation, aus der der Unfall entstanden ist. Wird an einer Örtlichkeit eine Häufung von Unfällen gleichen Typs festgestellt, wird diesbezüglich eine Unfalldatenliste und ein Kollisionsdiagramm erstellt. Diese Straße beziehungsweise Kreuzung wird als Unfallhäufungspunkt der Unfallkommission gemeldet.

In der Unfallkommission werden die einzelnen Unfallhäufungspunkte von den zuständigen Fachkräften der Verwaltung und der Polizei besprochen und darauf überprüft, ob durch straßenbau- und/oder verkehrstechnische Maßnahmen eine Entschärfung möglich ist. Angeordnete Maßnahmen der Unfallkommission werden mit vorderster Priorität umgesetzt.

Die Unfallkommission tritt, je nach Bedarf, in zwei- bis vierwöchigem Tagungsrhythmus zusammen. Bei tödlichen Verkehrsunfällen wird umgehend ein Ortstermin vereinbart, bei dem vor Ort mögliche Verbesserungsmaßnahmen erörtert werden, die schnellstmöglich zur Ausführung kommen.