Neue Freitreppe an Sankt Maria im Kapitol geplant

© Martin Gaissert

Mit der künftigen Freitreppe an Sankt Maria im Kapitol realisieren wir einen weiteren Baustein der Via Culturalis. Mit dieser Maßnahme wollen wir den südlichen Auftakt der Kulturmeile als Gegenpol zum Dom im Norden stärken und gleichzeitig die Via Culturalis durch das verbindende Element der Freitreppe erlebbar gemacht.

Noch präsentiert sich der Zugang zur Kirche Sankt Maria im Kapitol von der Pipinstraße kommend städtebaulich und gestalterisch wenig einladend, da die Stützwand den Stadtraum scheinbar unüberwindbar teilt. Durch die neue großzügige Freitreppe wird diese Trennung überwunden. Der Zugang wird wesentlich verbessert. Dadurch entsteht ein freundlicher Ort mit Blick entlang der Via Culturalis bis hin zum Dom.

Mit dieser städtebaulich bedeutsamen Maßnahme gestalten wir die Pipinstraße zwischen Herrmann-Joseph-Platz und Heumarkt um, so dass der öffentliche Stadtraum zusammenhängend aufgewertet wird. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro und werden im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Der Förderbetrag beläuft sich auf 1,3 Millionen Euro.

Die Planung im Einzelnen

© Martin Gaissert

Die sanierungsbedürftige Stützwand zwischen der Pipinstraße, in Höhe der Häuser 10 bis 16, und der Zufahrt zum Lichhof ersetzen wir durch eine neue Treppenanlage. Damit überbrücken wir den Geländesprung zwischen der unteren und der oberen Pipinstraße, die als Zufahrt zum Lichhof dient.

Die Stufen der geplanten Treppenanlage sowie die Flächen oberhalb und unterhalb der Treppe werden wir passend zum historischen Umfeld und gemäß dem Gestaltungshandbuch in hochwertiger Grauwacke ausführen. Wir entfernen die Grünpflanzen entlang der oberen Pipinstraße und am Treppenfuß, sodass der Blick auf Sankt Maria im Kapitol frei wird. Östlich der Treppenanlage auf der Südseite der Pipinstraße sind als Ausgleich dafür drei neue Bäume vorgesehen. Alle frei werdenden Flächen pflastern wir analog zum historischen Umfeld in Natursteinmaterialien.

Auch die Pipinstraße als Verkehrsachse gestalten wir im Bereich zwischen Hermann-Joseph-Platz und Heumarkt um. Im Ergebnis wird es wesentliche Verbesserungen für den Radverkehr geben.  

Die Arbeiten haben Anfang November 2021 begonnen und dauern voraussichtlich ein Jahr. Mit Beginn der ersten Bauphase wird der Verkehr auf der Pipinstraße um eine Fahrspur in Fahrtrichtung Heumarkt eingeengt. Es verbleiben eine Fahrspur und ein Radfahrstreifen. Der Gehweg wird gesperrt. Zu Fuß Gehende werden barrierefrei über den Elogiusplatz und alternativ über den Lichhof in Richtung Heumarkt umgeleitet. Für den aus Richtung Heumarkt kommenden Radverkehr, mit Zielen in Richtung Neumarkt, richten wir eine Umleitung über die Straßen Mühlenbach, Blaubach und Hohe Pforte zurück zur Pipinstraße ein.

Weitere Informationen

Via Culturalis Gestaltungshandbuch Baubeschluss: Freitreppe an Sankt Maria im Kapitol und Umgestaltung der Pipinstraße

Haben Sie Fragen?

Bei Fragen zur Planung können Sie uns gerne unter der Telefonnummer 0221 / 221-28668 und bei Fragen zur Bauausführung unter der Telefonnummer 0221 / 221-31129 anrufen. Alternativ können Sie unser Kontaktformular nutzen.

Kontaktformular Amt für Straßen und Radwegebau