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Die Neusser Straße ist die zentrale Einkaufsstraße in Nippes. Neben einer hohen Belastung durch Kraftfahrzeuge, halten sich auch viele Fußgängerinnen, Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer dort auf. Zudem gibt es zwischen der Kempener Straße und der Blücherstraße wegen der Vielzahl an Geschäften einen hohen Bedarf an Querungsstellen. Da die Verkehrssituation unbefriedigend und die Gestaltung nicht mehr zeitgemäß ist, wollen wir den Bereich zwischen Niehler Kirchweg und Lohsestraße attraktiver gestalten und die Verkehrssicherheit verbessern.

Unsere Vorstellungen haben wir in mehreren Veranstaltungen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und die hierbei gewonnenen Hinweise und Anregungen bei der Weiterentwicklung der Planung berücksichtigt.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für 2025 vorgesehen.

Die Planungen im Überblick

  • Die Fahrbahnbreite wird durchgängig auf eine Breite von neun Metern geändert.
  • Es werden zusätzliche Überquerungsmöglichkeiten für den Fußgängerverkehr angelegt, die durch Querungsinseln gesichert werden.
  • Gehwege werden verbreitert und Multifunktionsflächen vorgesehen. Innerhalb dieser Flächen werden das Parken, die Fahrradabstellanlagen und die Außengastronomie angeordnet sein. 
  • Der Radverkehr wird, wie bisher auch, in Form von Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt. Die Schutzstreifen werden in einer Breite von 1,75 Metern vorgesehen. Im Bereich von Parkplätzen wird zusätzlich ein Sicherheitsstreifen in einer Breite von 50 Zentimetern abmarkiert.  
  • Die Ampeln werden durch andere sichere Führungsformen, wie zum Beispiel Mittelinseln oder einen Kreisverkehr, ersetzt. Lediglich an zwei Stellen bleiben die Ampelanlagen erhalten: An der Einmündung Neusser Straße/Blücherstraße aufgrund des abbiegenden Busverkehrs und an der Kreuzung Neusser Straße/Wilhelmstraße aufgrund der örtlichen Gegebenheiten.
  • Das Parken wird auf dem gesamten Abschnitt in Längsrichtung angeordnet. Zusätzlich wird das Angebot an Fahrradabstellplätzen erweitert. Die heutigen Ladezonen werden den Bedürfnissen angepasst und neue Ladezonen bedarfsgerecht geschaffen.  
  • Der Baumbestand bleibt, soweit es möglich ist, erhalten. Es ist zudem vorgesehen, zusätzlich 21 neue Bäume zu pflanzen.

Die Entwicklung des Planungsprozesses

  • Am 16. September 2010 wurde die Vorplanung zur Umgestaltung der Neusser Straße zwischen Innere Kanalstraße und Niehler Kirchweg einstimmig von der Bezirksvertretung beschlossen. Die Vorplanung sah eine Umgestaltung zwischen den bestehenden Bordsteinen vor.
  • In 2014 wurde seitens der Verwaltung eine Umgestaltung der gesamten Straßenbreite festgesetzt. Dies hatte eine komplette Überarbeitung des damals vorliegenden Vorentwurfs zur Folge.
  • Bis 2016 wurde die ursprüngliche Vorplanung überarbeitet und verwaltungsintern abgestimmt, so dass diese am 9. November 2016 in einem interfraktionellen Gespräch der Bezirksvertretung vorgestellt wurde.
  • Am 18. Mai 2017 fand eine öffentliche Präsentation der Planung im Bürgeramt Nippes statt. Dort hatten alle die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Anregungen zu der Planung einzubringen.
  • In einem interfraktionellen Fachgespräch am 18. März 2019 wurden die Planungen aus 2010 und 2019 mit Erläuterungen gegenübergestellt.
  • Wegen weiteren Abstimmungsbedarfes zwischen Politik und Verwaltung wurde die Vorlage zur überarbeiteten Vorplanung für die Sitzung am 28. März 2019 zurückgezogen. 
  • Am 8. Mai 2019 fand ein weiteres interfraktionelles Fachgespräch statt.
  • Am 4. Juli 2019 hat die Bezirksvertretung Nippes die Durchführung einer Informationsveranstaltung beschlossen.
  • Am 7. Oktober 2019 wurden die Bürgerinnen und Bürger über die überarbeitete Planung informiert.

Erhebung von Straßenbaubeiträgen

Ein Teil der Kosten für die Erneuerung und Umgestaltung der Straße wird über Straßenbaubeiträge auf die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer umgelegt. Diese Heranziehung erfolgt nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes Nordrhein-Westfalen (KAG NRW).

Die Beitragsbescheide werden erst versandt, wenn die Straßenbauarbeiten abgeschlossen sind, die Kosten abschließend feststehen und die Größe und Nutzung der erschlossenen Grundstücke ermittelt wurden. Etwa zwei Monate bevor die Bescheide erteilt werden, erhalten die betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer ein Anhörungsschreiben. Darin werden die rechtlichen Grundlagen, die voraussichtliche Beitragshöhe und das Berechnungsverfahren ausführlich erläutert. Konkrete Fragen und Einwände zur bevorstehenden Beitragserhebung werden dann im Rahmen des Anhörungsverfahrens beantwortet.

Downloadservice

Haben Sie noch Fragen?

Wenn Sie Fragen zur Planung haben, können Sie uns montags bis freitags unter der Telefonnummer 0221 / 221-34205 gerne anrufen. Fragen zu Straßenbaubeiträgen beantworten wir Ihnen unter der Telefonnummer 0221 / 221-22745.