© RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Die Gürzenichstraße stellt mit rund 4.000 Quadratmetern den ersten Teilabschnitt dar, in dem die Gestaltungsgrundsätze für die künftige "Via Culturalis" angewandt werden. Ziel des Projekts ist eine umfassende Neuordnung und Aufwertung des Straßenraums zwischen Heumarkt und Hohe Straße, um der eigentlichen Bedeutung des öffentlichen Raums im Herzen der Stadt gerecht zu werden und eine zusammenhängende Gestaltung von öffentlichem Raum, kulturellen Bauten und geschichtlichen Relikten zu erreichen. Durch den Neubau des Gürzenich-Quartiers im Süden und dem historischen Gürzenich im Norden ist der Bereich inzwischen räumlich gefasst. Sie stellt gleichzeitig eine wichtige Fußgängerverbindung von der Altstadt zum Neumarkt mit dem Anschluss an die stark frequentierte Einkaufsmeile Schildergasse dar, an die sie unmittelbar anschließt.

Insgesamt 6,4 Millionen Euro sollen ab 2020 in dieses Projekt fließen, das zur Bundesförderung angemeldet ist. Der Rat hat in seiner Sitzung am 21. Mai 2019 den entsprechenden Baubeschluss für die Umgestaltung und die Freigabe der Mittel beschlossen.

Die Planung im Einzelnen

Der Ausbau aller Geh- und Fahrbereiche ist durchgehend in Grauwackepflaster vorgesehen. Der Gehweg wird zur Fahrbahn durch beidseitige, 30 Zentimeter breite Bordsteine aus Granit abgegrenzt, um einen Kontrast zum restlichen Bodenbelag zu schaffen und die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Damit eine barrierefreie Querung durchgehend möglich ist, bleibt die Bordhöhe auf drei Zentimeter reduziert. Im Anschluss an die Fassaden wird ein 30 Zentimeter breiter Streifen aus Mosaikpflaster in Grauwacke eingebaut, wodurch Vorsprünge der Gebäude aufgefangen werden können. Ein in die Gehwegflächen eingelegter Flachbord aus Grauwacke dient zukünftig als taktiles Leitsystem. Die Entwässerung erfolgt über offene Rinnen mit Straßeneinläufen.

Der vorgesehene Kreuzverband verläuft im Gehwegbereich mit 15 mal 15 Zentimeter breiten Pflastersteinen diagonal zur Bewegungsrichtung. Das Format ist aus den Abmessungen der Altstadtplatten abgeleitet und wird durch seine kompakte Abmessung den technischen Ansprüchen gerecht. Um die Andienung aller Flächen mit schweren Fahrzeugen, bei zahlreichen Veranstaltungen im Planungsbereich, dauerhaft ohne Schadbild an den Oberflächen zu gewährleisten, sind grundsätzlich sämtliche Flächen befahrbar vorgesehen. Um ein Verschieben des Pflasters zu verhindern, erfolgt der Ausbau des Kreuzverbands in gebundener Bauweise mit einer Tragschicht aus Drainasphalt. Gemäß den Vorgaben des Gestaltungshandbuchs wird das Pflaster in der Fahrbahn im Format 30 mal 15 Zentimeter gewählt. Die Verlegung erfolgt im Diagonalverband und verläuft dabei pfeilförmig in Längsrichtung der Straße.

Die Konzeption zur Gestaltung des Günter-Wand-Platzes, als Ruhezone im stark frequentierten Stadtraum sieht eine Befestigung nach den Prinzipien der Gehweggestaltung vor. Die bestehenden Bäume sollen durch eine wassergebundene Wegedecke eingefasst werden.

Wie geht es weiter?

Abhängig vom Zeitpunkt der Bewilligung der Fördermittel ist bei reibungslosem Vergabeverfahren mit einem Baubeginn ab Mitte 2020 zu rechnen. Die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung ist für Ende 2019 geplant, sodass von einer Beauftragung Anfang 2020 ausgegangen wird. Die Fertigstellung ist dann für Ende 2023 vorgesehen.

Downloadservice

Perspektive Gürzenichstraße
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Perspektive Günter-Wand-Platz
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Perspektive Stufenanlage Günter-Wand-Platz
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Weitere Informationen zum Projekt

Via Culturalis Verkehrsführungskonzept Altstadt Gestaltungshandbuch Baubeschluss für die Umgestaltung der Gürzenichstraße im Ratsinformationssystem

Haben Sie Fragen?

Bei Fragen zum Projekt können Sie uns unter der Telefonnummer 0221 / 221-27117 gerne anrufen.