Die Stadtteile Rondorf und Meschenich sollen an das bestehende Stadtbahnnetz angebunden werden. Dies ist eines der Projekte, die für den Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen für den Öffentlichen Personennahverkehr angemeldet sind.

Die Trasse wird über die letzte geplante Haltestelle der Nord-Süd Stadtbahn Arnoldshöhe ab dem Verteilerkreis Süd bis Rondorf/Meschenich im Süden Kölns verlängert. Dies hat der Rat am 27. September 2018 beschlossen und damit die notwendigen Finanzierungsmittel freigegeben.

Zukünftig sollen auf dem circa 6,5 Kilometer langen Trassenabschnitt sechs neue Haltestellen entstehen, drei in Rondorf und drei in Meschenich. 16.700 Menschen im Kölner Süden wird dadurch ein direkter Anschluss an das Stadtbahnnetz ermöglicht. Die Standorte der sechs neuen Haltestellen sind Rondorf Nord, Rondorf Mitte, Rondorf Süd, Meschenich Nord, Meschenich Mitte und Meschenich Süd.

Zu diesem Zweck begutachten und bewerten wir die erheblichen planerischen und baulichen Auswirkungen verschiedener Streckenführungen. Wir prüfen, mit welcher Alternative sich der Verteilerkreis Süd am nachhaltigsten für die Umwelt und Sie als Bürgerinnen und Bürger von der Stadtbahn queren lässt. Dazu berücksichtigen wir unter anderem die Auswirkungen der Alternativen einer Brücke, einer Hochbahn, eines Tunnels oder aber einer mit der Bundesautobahn 555 bodengleichen Führung. Anschließend folgt die Querung der Bundesautobahn 4 mit einer Brücke.

© Stadt Köln

Für den Stadtteil Rondorf müssen wir die Chancen und Auswirkungen zweier möglicher Streckenführungen untersuchen. Beide Trassen sehen eine Erschließung des geplanten Neubaugebietes Rondorf Nord-West vor. Eine Alternative verläuft westlich von Rondorf und die andere zentral durch Rondorf hindurch. Die verschiedenen Streckenführungen können Sie dem Übersichtsplan entnehmen.

Derzeit ist die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt endet im nördlichen Bereich des Stadtteils Meschenich. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Stadtbahn bis ans südwestliche Ortsende von Meschenich verlängert werden.

Ab 2020 werden wir die Vorplanungen der Stadtbahnlinie weiter intensivieren mit dem Ziel, bis 2022 für Sie eine Vorzugsvariante erarbeiten zu können. Mit dem Jahresanfang 2022 soll die zweijährige Entwurfsphase der Gesamtmaßnahme starten. Dieser Abschnitt wird Ihnen die Möglichkeit geben, Anregungen und Kritik einfließen zu lassen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erfolgt zur Bürgerbeteiligung eine öffentliche Auslegung aller Planungsunterlagen. Der Beginn der Bauausführung ist für 2024 angedacht.

Der Ausbau der Stadtbahnlinie wird die Fahrzeit und die Fahrqualität für Sie als Fahrgäste verbessern. Der bisher nötige Umstieg von Bus auf Stadtbahn an der entstehenden Haltestelle Arnoldshöhe fällt weg. Dadurch reduziert sich die Fahrzeit von Meschenich Nord bis zum Kölner Hauptbahnhof auf rund 20 Minuten.

Der Vorrang der Stadtbahn wird einen zügigen und pünktlichen Betrieb gewährleisten. Zusätzlich sind P+R-Parkplätze am Trassenende in Meschenich Süd sowie an der Nordseite bei der Haltestelle Meschenich Nord Gegenstand der Planung.

Sie sollen geschaffen werden, so dass ein Umstieg vom Auto auf die Stadtbahn außerhalb des innerstädtischen Gebiets problemlos möglich ist. Beide P+R-Anlagen sollen rund 100 Stellplätze für Autos bieten.

Ausstattung der sechs geplanten Haltestellen

  • Hochbahnsteige mit 90 Zentimeter Bahnsteighöhe sowie Bahnsteigrampen für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnen
  • Länge der Bahnsteige 50 Meter, Breite zwischen 4 und 5 Metern
  • taktiles Leitsystem in Abstimmung mit den Behindertenverbänden
  • Fahrgastinformationsanlage
  • akustische Wiedergabe der Informationen
  • Beleuchtungsanlagen
  • Lautsprecheranlage zur Leitstelle der Kölner Verkehrs-Betriebe aufgeschaltet
  • Videoüberwachung

Angrenzende Maßnahmen

Im gesamten Gebiet der Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich sind weitere umfangreiche Maßnahmen geplant:

  • durch die AMELIS Projektentwicklungs GmbH & Co. KG erfolgt die Umsetzung des Neubaugebietes Rondorf Nord-West mit 1.300 Wohneinheiten, Grundschulen, einer weiterführenden Schule, Kindertagesstätten, Jugend- und Senioreneinrichtungen, Nahversorgung, einem zentralen Quartiers- und Dorfplatz sowie öffentlichen Grünflächen mit Spielplätzen
  • der Neubau einer Entflechtungsstraße zur Entlastung der Durchgangsstraße
  • die Teilverfüllung eines Kiesgrubensees

Weitere Informationen

Sie haben noch Fragen?

Bei Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0221 / 221-23314 gerne zur Verfügung oder nutzen Sie unser gesichertes Kontaktformular.

Kontakt Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau