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Der 540 Meter lange Tunnel, durch den die sogenannte "Stadtautobahn" zwischen Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost führt, musste generalsaniert werden. Die Sanierung und die Beseitigung der Baumängel sind inzwischen abgeschlossen. Damit stehen Ihnen auf der Stadtautobahn in beiden Tunnelröhren wieder alle drei Spuren zur Verfügung.

Zudem können Sie im Autobahnkreuz Ost die nördliche Verbindungsfahrbahn von der Autobahn 3 aus Richtung Oberhausen kommend auf die Bundesstraße 55a in Fahrtrichtung stadteinwärts wieder nutzen.

Die südliche Verbindungsfahrbahn von der Autobahn 3 aus Richtung Frankfurt kommend auf die Stadtautobahn Fahrtrichtung stadteinwärts bleibt zunächst wegen Straßenbauarbeiten des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen weiterhin gesperrt. Die Öffnung wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 erfolgen.

Aktuell bestehen noch folgende Verkehrseinschränkungen:

  • Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht dürfen nicht in den Tunnel einfahren, sie werden über Ausweichrouten geführt
  • Für alle Fahrzeuge gilt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 Stundenkilometer
  • Tempokontrollen durch stationäre Messanlagen in beiden Richtungen
  • Linienbusse (RVK und Flughafenzubringerbusse) dürfen den Tunnel weiterhin passieren
  • Vollständig gesperrt ist der Verkehr durch den Tunnel aus Sicherheitsgründen für den Gefahrstoffgüterverkehr

Diese noch bestehenden Verkehrseinschränkungen werden erst nach offizieller Inbetriebnahme des Tunnels, voraussichtlich im Sommer 2019, aufgehoben. Bis dahin müssen wir noch umfangreiche Tests an den neuen Sicherheitseinrichtungen durchführen. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, erfolgen die Tests in den Nachtstunden, an Wochenenden sowie außerhalb von Großveranstaltungen oder Messen.

In den kommenden Monaten werden auch noch die endgültigen Deckschichten des Fahrbahnbelags in den Tunnelröhren aufgebracht. Diese Arbeiten sind witterungsabhängig und können nur bei Vollsperrung aller Fahrstreifen an Wochenenden durchgeführt werden.

Hohes Sicherheitsniveau im "neuen Tunnel Kalk"

Durch die Generalsanierung wurde der Tunnel Kalk an den aktuellen europäischen Tunnelsicherheitsstandard angepasst. Alle Maßnahmen entsprechen den Empfehlungen der Berufsfeuerwehr, die die Straßentunnel routinemäßig untersucht hat. Die außergewöhnliche Bauweise des Tunnels mit übereinanderliegenden Tunnelröhren wurde hierbei berücksichtigt. Die Maßnahmen umfassten:

  • Einbau einer modernen Brandmeldeanlage
  • Modernisierung der Löschwasseranlage
  • Verkürzung der Fluchtwege über Notausgänge im neu erstellten Fluchttreppenhaus
  • Gesteuerte Entrauchungsanlage für den Brandfall in beiden Röhren
  • permanente Videoüberwachung beider Tunnelröhren
  • Lautsprecheranlage für Durchsagen
  • Tunnelfunk für Einsatzkräfte
  • LED-Signalbrücken sowie Ampelanlagen und Schranken zur Tunnelsperrung und Verkehrslenkung

Tunnelüberwachung

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Zur Verbesserung der Sicherheit im Tunnel haben wir bereits 2012 eine ständig besetzte provisorische Tunnelleitstelle eingerichtet. Diese befindet sich in einer Containeranlage in Tunnelnähe.

Nach Abschluss des Testbetriebes werden alle relevanten Daten an eine räumlich abgesetzte "zentrale Tunnelleitstelle" weitergeleitet. Auch diese ist durchgehend besetzt. Hier werden wir sukzessive weitere Kölner Straßentunnel aufschalten, so dass langfristig alle Straßentunnel überwacht und gesteuert werden.

Bei einem Notfall werden die "Allgemeinen Gefahrenabwehrpläne" durch das Überwachungspersonal angewendet, damit eine frühzeitige Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdiensten stattfinden kann.

Ausweichrouten ausgewiesen

Für den Güterverkehr von und nach Köln sind großräumige Ausweichrouten ausgewiesen. Dem Fernverkehr wird grundsätzlich die Benutzung des Autobahnrings empfohlen.

Linienbusse des Regionalverkehrs Köln und Flughafenzubringerbusse können weiterhin den Tunnel nutzen, da sie weitaus geringere Brandlastwerte ausweisen als 7,5 t-Lkw oder Reisebusse.

Ausweichrouten im großen Format als PDF

Weitere Informationen

Sie haben noch Fragen?

Bei Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0221 / 221-23442 gerne zur Verfügung oder nutzen Sie unser gesichertes Kontaktformular.

Kontakt Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau