Land fördert Strecke von Köln nach Frechen

© IIID - visuelle Medien
Visualisierung eines Radschnellwegs auf der Bachemer Straße/Höhe Wittgensteinstraße

In 22 Minuten mit dem Fahrrad von Frechen nach Köln – was illusorisch klingt, planen wir gemeinsam mit der Stadt Frechen, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW als Projekt für die nahe Zukunft. Ein Radschnellweg könnte dies möglich machen: Auf einer Länge von insgesamt 8,4 Kilometern soll er von der Universität über die Bachemer Straße in Lindenthal, den Äußeren Grüngürtel und das Gewerbegebiet Marsdorf zum Bahnhof in Frechen führen.

Mit dem Radschnellweg möchten wir den Radverkehr fördern und insbesondere Pendlerinnen und Pendlern eine schnelle und attraktive Alternative zum Autofahren eröffnen. Das Projekt war eines der prämierten Projekte eines Planungswettbewerbs für Radschnellwege des Landes Nordrhein-Westfalen.

Aktueller Stand

Das mit der Generalplanung beauftragte Ingenieurbüro hat die Vorentwurfsplanung für den Radschnellweg Köln-Frechen fertig gestellt. Wir haben im August 2019 einen erweiterten Planungsbeschluss zur Fortführung des Projektes zur Beratung in die politischen Gremien eingebracht. Die beteiligten Gremien werden in den kommenden Wochen über verschiedene Planungsvarianten entscheiden. Kommt es Ende Oktober 2019 im Verkehrsausschuss zu einem entsprechenden Beschluss, werden wir zunächst weitere Förderanträge stellen, um finanzielle Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen für die nächste Planungsphase und für notwendige Gutachten zu erhalten. Die Förderung beträgt 80 Prozent der Planungskosten. Anschließend werden wir die nächste Planungsphase für den Radschnellweg beginnen.

Die Stadt Frechen hat bereits am 4. Juli 2019 für den Streckenabschnitt auf Frechener Stadtgebiet den entsprechenden Beschluss des dortigen Fachausschusses eingeholt. Dabei wurde für die Radschnellwegführung eine Strecke parallel zu den Gleisen der Eisenbahnstrecke der Häfen und Güterverkehr Köln AG beschlossen.

Realisierung des Radschnellwegs Köln-Frechen rückt näher Erweiterter Planungsbeschluss inklusive aktueller Pläne aus dem Ratsinformationssystem

Rückblick Wettbewerb

Das Land Nordrhein-Westfalen hat Anfang 2013 einen Planungswettbewerb für Radschnellwege ausgelobt. Gesucht wurden fünf regionale Konzepte für Radschnellwege, deren Umsetzung das Land finanziell fördert. Der Planungswettbewerb ist Bestandteil des Aktionsplanes der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität. Aus acht beim Landes-Verkehrsministerium für den Planungswettbewerb eingereichten Projektentwürfen hat eine Jury die fünf besten Vorschläge ausgewählt.

Am 20. November 2013 haben der damalige Verkehrsminister Michael Groschek und Christine Fuchs vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden in NRW den Beitrag der Projektpartnerinnen und Projektpartner aus Köln, Frechen und dem Rhein-Erft-Kreis sowie vier weitere Gewinnerinnen und Gewinner des Planungswettbewerbes bekannt gegeben. Besonders die innerörtlichen Lösungen des Wettbewerbsbeitrages "Köln-Frechen" wurden bei der Preisverleihung hervorgehoben. Das Land erteilte eine Förderzusage für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie. Hiermit wurde das Ingenieurbüro Lindschulte + Kloppe aus Düsseldorf beauftragt, das im November 2016 seine Arbeit aufnahm.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Die von dem beauftragten Generalplaner und einem interkommunalen Projektteam erarbeiteten ersten Planungsideen und Planungsansätze wurden den Vertreterinnen und Vertretern von politischen Gremien aus Köln, Frechen und dem Rhein-Erft-Kreis sowie den Fachverbänden in einem Termin am 4. Mai 2017 vorgestellt. Am 19. Oktober 2017 fand eine Bürgerinformationsveranstaltung in Köln und am 14. November 2017 in Frechen statt. Die in der Beteiligungsphase eingereichten Anregungen werden geprüft und in die Planungen eingearbeitet.

 

Präsentationen und Mitschriften der Veranstaltungen

Allgemeine Präsentation im Rahmen des Termins mit Verbänden und der Politik vom 4. Mai 2017
PDF, 2763 kb
Präsentation Planungsansätze im Rahmen des Termins mit Verbänden und der Politik vom 4. Mai 2017
PDF, 12977 kb
Mitschrift des Termins mit Verbänden und der Politik vom 4. Mai 2017
PDF, 230 kb
Allgemeine Präsentation im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung am 19. Oktober 2017
PDF, 3701 kb
Niederschriften der Bürgerinformationsveranstaltungen am 19. Oktober und 14. November 2017
PDF, 523 kb

Radschnellweg - Was ist das?

Ein Radschnellweg ist ein spezieller Fahrradweg, der über eine Entfernung von 5 bis 20 Kilometern als Vorfahrtsstraße für Radfahrerinnen und Radfahrer angelegt ist. Andere Straßen werden auf der Trasse eines Radschnellweges weitgehend niveaufrei gekreuzt. Die Breiten sind so angelegt, dass sowohl ein Nebeneinanderfahren als auch ein gleichzeitiges Überholen in beiden Fahrtrichtungen möglich sind.

Die Schnellwege sind steigungsarm und werden möglichst von Fußgängerwegen getrennt. Die Anschlüsse an das restliche Straßennetz sollen ein zügiges Ein- und Ausfahren ermöglichen.

Eine hochwertige Fahrbahnoberfläche verringert den Energieverbrauch und sichert hohen Fahrkomfort. Winterdienst und Straßenbeleuchtung sorgen für Sicherheit und Akzeptanz im Winter und bei Dunkelheit. Außerdem sollen spezielle Serviceeinrichtungen den Komfort erhöhen.

Ein Radschnellweg fördert die Attraktivität des Fahrrades als Alltagsverkehrsmittel. Landschaftserlebnis und Erholungsfaktor, wie sie bei Radwanderwegen wichtig sind, spielen bei Radschnellwegen eine untergeordnete Rolle.

Wissenswertes und Downloads

Kontakt

Wenn Sie Fragen, Hinweise oder Anregungen zum Thema Radverkehr in Köln haben, wenden Sie sich bitte an den Fahrradbeauftragten, Telefon 115 oder 0221 / 221-0 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Kontaktformular