Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Förderung von Lastenrädern haben wir für Sie zusammengestellt.

Wie läuft das Antragsverfahren ab?

Zunächst stellen Sie postalisch oder mithilfe eines digitalen Verfahrens den Antrag. Informationen zur Durchführung des digitalen Antragsverfahrens stellen wir Ihnen zeitnah zur Verfügung. Für die Antragstellung ist es wichtig, dass das richtige Antragsformular ausgefüllt wird.

Für den Zeitpunkt der Antragsstellung gilt unser Posteingangsstempel. Vollständige Anträge bearbeiten wir vorrangig. Wenn Ihre Antragsunterlagen unvollständig sind, müssen Sie die fehlende Unterlagen oder Angaben innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der entsprechenden Aufforderung nachreichen. Werden die Unterlagen durch Dritte nicht fristgerecht eingereicht, so ist dies dem Antragstellenden zuzurechnen.

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs. Sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, erfolgt die Bewilligung durch einen vorläufigen Bewilligungsbescheid. Anderenfalls erfolgt ein Ablehnungsbescheid.

Nach Vorlage des Kaufbelegs beziehungsweise Leasingvertrages erteilen wir auf Grundlage des Kostenvoranschlags sowie der eingereichten Rechnung einen endgültigen Bewilligungsbescheid und zahlen den ermittelten Förderbetrag aus. Die Förderhöhe richtet sich nach dem im Kostenvoranschlag genannten Fahrzeug sowie der eingereichten Rechnung. Zum vorläufigen Bewilligungsbescheid können Abweichungen im Bewilligungsbetrag auftreten.

Die Rechnung muss

  • auf die Antragstellende oder den Antragstellenden ausgestellt sein,
  • die Rahmen-Nummer des Lastenfahrrads und gegebenenfalls zusätzlich des Anhängers enthalten und
  • uns in Kopie übermittelt werden.

Die bewilligten Fördermittel müssen spätestens drei Monate ab dem Datum der Bewilligung zur Finanzierung des Lastenfahrrads verwendet werden. Sofern dies nicht geschieht und kein entsprechender Kaufbeleg vorgelegt wird, werden wir die Förderung widerrufen.

Richtet die Stadt Köln mir für mein Lastenrad auch einen Stellplatz ein?

Die Förderung eines Lastenfahrrads oder eines Gespannes bedingt nicht die grundsätzliche Schaffung eines Lastenradstellplatzes im öffentlichen Raum durch uns. Bitte prüfen Sie eigenständig die Unterbringung Ihres geförderten Fahrzeugs in abschließbaren privaten Bereichen wie beispielsweise im Innenhof, Fahrradkeller oder einer Garage.

Unabhängig von der Lastenradförderung schaffen wir seit dem Inkrafttreten der geänderten StVO fortlaufend zusätzliche Standorte für Abstellplätze für Lastenfahrräder, beispielsweise in Geschäftsstraßen oder einzelnen Stadtquartieren.

Kann ich für mehrere Lastenräder eine Förderung erhalten?

Pro privater Antragsgemeinschaft können wir maximal ein Lastenfahrrad fördern.

Für beruflich beziehungsweise gewerbliche Antragstellende, Vereine und Gemeinnützige Einrichtungen können jeweils bis zu zwei Fahrzeuge beziehungsweise Gespanne gefördert werden. Die Zahl der Mitarbeitenden bei beruflich-gewerblichen Antragstellenden muss in diesem Fall mindestens zwei Personen betragen.

Die Förderung nach dem Förderkonzept "Lastenräder für Köln" schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme grundsätzlich aus.

Ich habe bereits ein Lastenrad. Kann ich die Förderung auch nachträglich bekommen?

Nein, eine nachträgliche Förderung für ein bereits erworbenes Lastenfahrrad oder Lastenfahrrad mit Anhänger (Gespann) ist nicht möglich.

Mein Unternehmen hat mehr als neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kann ich trotzdem eine Förderung beantragen?

Unsere Fördermittel können in diesem Fall leider nicht beantragt werden. Bitte nutzen Sie die Förderung der Bundesregierung sowie die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Förderprogramm progres.nrw (Die Förderung von Lastenfahrrädern für Privatleute wurde zum 31. März 2020 beendet)

Kann ich Bundes- und Landesförderungen für den Erwerb von Lastenfahrrädern mit der Kölner Förderung kombinieren?

Nein, die Förderung nach dieser Förderrichtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme grundsätzlich aus.

Welche weiteren Verpflichtungen habe ich?

Die Zuwendung darf nur zur Erfüllung des in diesem Zuwendungsbescheid bestimmten Zwecks verwendet werden. Sie ist wirtschaftlich und sparsam zu verwenden. Die Beschaffung des Fördergegenstands beziehungsweise der Fördergegenstände muss dem der Bewilligung zugrundeliegenden Kostenvoranschlag entsprechen. Eine Abweichung hiervon ist unzulässig und führt zum Erlöschen der festgesetzten Bewilligung.

Sie sind verpflichtet, für eine Dauer von drei Jahren unaufgefordert durch jährliche Vorlage die zweckentsprechende Verwendung nachzuweisen. Dies erfolgt durch eine tabellarische Übersicht, beispielsweise durch ein Fahrtenbuch oder eine Auswertung Ihres Fahrradcomputers. Sie sind über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren dazu verpflichtet, uns mitzuteilen, wenn:

  • das Ziel der Förderung nicht oder nicht in dem geförderten Zeitrahmen verwirklicht wird
  • der Förderzweck beziehungsweise die geförderte Maßnahme entgegen des Antrages geändert wird
  • der Verwendungszweck oder sonstige für die Bewilligung der Zuwendung maßgebliche Umstände sich ändern oder wegfallen
  • sich herausstellt, dass der Zuwendungszweck nicht oder mit der bewilligten Zuwendung nicht zu erreichen ist
  • der Fördergegenstand nicht mehr entsprechend dem Zuwendungszweck verwendet oder nicht mehr benötigt wird
  • Sie Ihre Tätigkeit einstellen, Ihre Rechtsform oder sich Beteiligungsverhältnisse ändern oder
  • die Fördermittel nicht verbraucht werden oder die Finanzierung sich ändert

Was muss ich beim Kauf und Betrieb eines Lastenfahrrads beachten?

Das Angebot an Lastenrädern hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Es gibt unterschiedliche Optionen je nachdem, was und wie transportiert werden soll. Lassen Sie sich daher vor einem Kauf im Fachhandel umfassend beraten und testen Sie das Rad Ihrer Wahl ausgiebig. Auch das Fahrgefühl und die Lenkung sind bei Lastenrädern je nach Typ und Modell unterschiedlich. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Ladungssicherheit.

Lastenräder dürfen wie Fahrräder auf Fahrradwegen fahren. Parken dürfen sie auf dem Gehweg - solange Fußgängerinnen und Fußgänger nicht behindert werden - sowie am Straßenrand (im Dunkeln allerdings nur mit Beleuchtung). Machen Sie sich vorab Gedanken um einen sicheren Stellplatz. Sichern Sie Ihr Lastenrad immer mit einem hochwertigen Schloss. Zusätzlichen Schutz können Diebstahlversicherungen bieten. 

Bitte lesen Sie sich auch die Förderrichtlinie sowie den Förderungsantrag gründlich durch.

Wo kann ich ein Lastenrad ausleihen?

Wer ein Transportrad nur gelegentlich braucht oder es erst mal ausführlich testen möchte, kann auf eines der Lastenrad-Sharing-Systeme oder auf Verleihangebote zurückgreifen. In Köln gibt es folgende Anbieterinnen und Anbieter:

ChorRider Donk-EE KASIMIR ROTHEHAUSRAD

Verleih in Bürgerzentren

Seit Frühjahr 2020 können Sie kostenlos Elektro-Lastenfahrräder in den Bürgerzentren ausleihen. Alle Räder sind für den Lasten- und Kindertransport geeignet. Das E-Lastenrad des Bürgerzentrums Deutz bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer zu befördern.

Stationen der E-Lastenfahrräder:

  • Bürgerzentrum Chorweiler
  • Bürgerzentrum Deutz
  • Bürgerhaus Stollwerk
  • Bürgerzentrum Alte Feuerwache
  • Bürgerschaftshaus Bocklemünd
  • Bürgerzentrum Nippes
  • Bürgerzentrum Vingst
  • Quäker Nachbarschaftsheim
  • Kulturbunker Mülheim

Die Ausleihmodalitäten finden Sie in den Info-Büros und auf den Internetseiten der Einrichtungen.