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Der Bedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalen für den Öffentlichen Personennahverkehr wird neu aufgestellt. Gemeinsam mit den Kölner Verkehrs-Betrieben haben wir eine abgestimmte Planung durchgeführt und eine Reihe wichtiger Projekte für den Stadtbahnausbau und -neubau angemeldet. 

Die geplanten Maßnahmen im Überblick:   

  • Ertüchtigung der Ost-West-Achse zum Betrieb mit Langzügen       
  • Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich       
  • Stadtbahnanbindung Mülheim Süd und Stammheim/Flittard       
  • Linksrheinische Gürtelverlängerung      
  • Bahnsteigverlängerungen für die Stadtbahnlinien 4 und 13       
  • Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 im rechtsrheinischen Stadtgebiet       
  • Weitere Projekte, deren Bearbeitung in Abhängigkeit zur jeweils weiteren Entwicklung steht       
  • Weitere betriebliche Ergänzungen im Stadtbahnverkehr

Für Andrea Blome, Beigeordnete für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur, ist die ÖPNV-Roadmap ein entscheidender Wendepunkt:

Angesichts der gewaltigen Herausforderungen im Bereich Mobilität, die mit dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum in Köln in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einhergeht, gilt es, alle verfügbaren Kräfte zu bündeln. Mit der ÖPNV-Roadmap sind wir einen ersten Schritt gegangen, um künftige Großprojekte konsequent und zügig angehen zu können. Auch hoffen wir, die Umsetzungsdefizite, die im Bereich ÖPNV in der Vergangenheit in Köln aufgelaufen sind, zumindest teilweise wieder aufholen zu können. Die einzelnen Projekte zum Stadtbahnausbau und -neubau bedingen bei Verwaltung und KVB umfangreiche Eigenarbeiten und gegenseitige Zuarbeiten, die entsprechende Kapazitäten bei beiden Planungsträgern erforderlich machen.

Die Projektschritte im Einzelnen

Die Projektinhalte der geplanten Maßnahmen gliedern sich alle nach ähnlichen Arbeitsabläufen für die durchzuführenden Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibungen für die Bauausführung und die Abwicklung und Überwachung der anschließenden Baumaßnahmen. Dabei handelt es sich um folgende Arbeitsschritte:

  • Grundlagenermittlung, Machbarkeitsstudie und Grobkostenschätzung
  • Standardisierte Abschätzung (Sensitivitätsanalyse)
  • Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Vorentwurfsplanung und Kostenschätzung
  • Standardisierte Bewertung auf Basis der Vorzugsvariante und Erstellung des Finanzierungsantrages
  • Erstellung Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  • Vorbereitung und Einreichung der Planfeststellungsunterlagen
  • Planfeststellungsbeschluss durch die Bezirksregierung Köln
  • Erstellung Ausführungsplanung und Ausschreibungsunterlagen
  • Ausschreibung und Bau

Hierfür sind je nach Planungs- und Verfahrensstand die entsprechenden Gremienbeschlüsse vorzubereiten und einzuholen. Parallel zum Planungs- und Planfeststellungsverfahren werden wir finanzielle Zuschüsse beim Bund und Land beantragen. Nach Vorlage des Bewilligungsbescheides und eines entsprechenden Baubeschlusses können wir mit der jeweiligen Baumaßnahme beginnen.

Ost-West-Achse - Verstärkung zum Betrieb mit Langzügen

Die Stadtbahnlinie 1, die zwischen dem Kölner Westen und der Stadt Bensberg verläuft, hat in den Hauptverkehrszeiten bereits ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Auch die Stadtbahnlinien 7 und 9 werden kurzfristig ihre Leistungsfähigkeit überschreiten. Im Hinblick auf ein prognostiziertes Bevölkerungswachstum und die angestrebte Verkehrswende zur Stärkung des Umweltverbundes ist eine deutliche Ausweitung der angebotenen Kapazitäten zwingend erforderlich. Dies ist auch Voraussetzung für weitere Netzerweiterungen auf den Außenästen.

Neben der Ertüchtigung des innerstädtischen Bereichs, sind für den Betrieb mit Langzügen auch die Bahnsteige auf den Außenästen der Stadtbahnlinie 1 auf 80 Meter zu verlängern. Zudem ist eine brandschutztechnische Überarbeitung der U-Bahnhaltestellen notwendig.

Die Neugestaltung der Ost-West-Achse

Stadtbahnanbindung Mülheim Süd und Stammheim/Flittard

Das Gelände rund um den Mülheimer Hafen soll zu einem gemischten, urbanen Viertel umgeformt werden. Mit der Umwandlung der Industriebrache in ein neues Stadtquartier ergeben sich auch erhebliche verkehrliche Veränderungen. Ein Verkehrsgutachten zeigt, dass die Abwicklung des zukünftigen Verkehrs im Mülheimer Süden nur mit einem leistungsfähigeren Straßennetz umsetzbar ist.

Ergänzend haben wir ein Mobilitätskonzept für die Neuentwicklung des Mülheimer Südens erarbeitet. Eng verknüpft mit den Zielen aus dem Strategiepapier "Köln mobil 2025" sieht es Maßnahmen zur Stärkung des Umweltverbundes in dem Entwicklungsgebiet vor. In einem ersten Schritt wurde bereits eine zusätzliche Buslinie eingerichtet. Für die Abwicklung des prognostizierten Verkehrsaufkommens wurde zusätzlich eine leistungsfähigere Stadtbahnverbindung durch das Gebiet auf der Deutz-Mülheimer Straße entwickelt.

Die geplante Stadtbahnanbindung Mülheim Süd sieht eine vom Messekreisel über die Deutz-Mülheimer Straße führende neue Bahnstrecke mit zwei zusätzlichen Haltestellen vor. Im weiteren nördlichen Verlauf soll die Bahn in die Danzierstraße abbiegen und zum Haltepunkt Mülheim/Wiener Platz fahren. In der weiteren Fortsetzung soll die Linie bis nach Stammheim und Flittard verlängert werden. 

Neben der Stadtbahnerweiterung enthält das Mobilitätskonzept weitere Kernelemente:

  • Einbindung in das übergeordnete Radwegenetz
  • Fahrradabstellanlagen in bedarfsgerechter Anzahl mit einer zusätzlichen Erhöhung auf Basis der Wohnnutzung um 20 Prozent zur gezielten Förderung des Radverkehrs
  • Bike und Ride
  • Bike- und Lastenradsharing
  • Carsharing mit einem zugrunde gelegten Bedarf von fünf Stellplätzen pro 1.000 Bewohnerinnen und Bewohner einschließlich E-Ladestationen
  • Entwicklung von Mobilitätsstationen

Mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept kann eine Reduzierung auf 50 Prozent der Stellplätze im Plangebiet für die einzelnen Baufelder erreicht werden. Um die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu erhalten, müssen zusätzliche Maßnahmen im vorhandenen Straßennetz realisiert werden:

  • Ausbau einer Querverbindung zwischen der Deutz-Mülheimer Straße und dem Bergischen Ring als Verlängerung des Auenweges
  • Ausbau der Querverbindung Auenweg/Deutz-Mülheimer Straße auf Höhe der Adam-Stegerwald-Straße (Planstraße Euroforum Nord)
  • Verbindung der Deutz-Mülheimer Straße mit dem Pfälzischen Ring auf über den Messeparkplatz 21
  • Östlicher Ringschluss mit folgenden Einzelmaßnahmen: Neue Verbindungsrampe vom Östlichen Zubringer zum Deutzer Ring, Durchbindung Westumgehung Kalk bis Karlsruher Straße, straßenbauliche, markierungstechnische und signaltechnische Maßnahmen an den Knotenpunkten Westumgehung Kalk/Gummersbacher Straße, Walter-Pauli-Ring/Kalker Hauptstraße/Deutzer Ring und Pfälzischer Ring/Karlsruher Straße
Machbarkeitsstudie auf Grundlage des Verkehrsgutachtens Mülheimer Süden - Planungsbeschluss

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