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Am 23. Oktober 2019 haben wir aus Gründen des Gesundheitsschutzes im Bereich des Einkaufszentrums Weiden die Steuerung der Ampelanlage auf der Aachener Straße zwischen Bonnstraße und Am Rapohl angepasst. Damit erfolgt eine Drosselung des morgendlichen Fahrzeugverkehrs auf maximal 700 Fahrzeuge pro Stunde.

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um dieses Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Warum wird die bereits bestehende Ampelanlage in Höhe der P+R-Anlage Weiden-West neu gesteuert?

Die Maßnahme soll die Luftbelastung im Bereich des Einkaufszentrums Weiden reduzieren. Sie ist eine von verschiedenen Maßnahmen zur Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte im Stadtgebiet und dient der Vermeidung von Dieselfahrverboten. Außerdem soll sie den reibungslosen Betrieb zweier zusätzlicher Expressbuslinien, die ab Mitte Dezember 2019 auf der Aachener Straße verkehren werden, sicherstellen. Dann können wir den bisher zu Stoßzeiten üblichen Zufluss von bis zu 1.000 Fahrzeugen in der Stunde wegen der reduzierten Spuranzahl für den Individualverkehr nicht mehr zulassen.

Pendlerinnen und Pendler aus dem Umland nutzen nach wie vor überwiegend ihr Auto: Täglich pendeln 116.000 Menschen aus Richtung Westen, wie Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Euskirchen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg, Mönchengladbach und Städteregion Aachen, nach Köln, davon etwa 70 Prozent mit dem Auto.

Welche Konsequenzen hat die neue Ampelsteuerung?

Die Steuerung bewirkt durch kürzere Grünphasen eine Durchfahrt von maximal 700 Fahrzeugen in der Stunde. Unsere Voruntersuchungen haben gezeigt, dass die Zahl lediglich morgens zwischen 6 und 9 Uhr überschritten wird. In dieser Zeit ist zunächst mit Stau auf der stark frequentierten Ost-West-Achse zu rechnen.

Perspektivisch erhoffen wir uns durch die Verlagerung des Verkehrs auf Alternativangebote einen insgesamt besseren Verkehrsfluss auf der Aachener Straße. Durch die Maßnahme können wir sowohl die Luftbelastung als auch die Stauerscheinungen im Bereich des Einkaufszentrums Weiden verringern. Beides dient gesünderen Lebensverhältnissen in diesem Stadtgebiet. Eine Reduzierung der nach Köln einfahrenden Fahrzeuge ist dafür unvermeidlich.

Warum startet die Ampelneusteuerung schon jetzt, obwohl die Busse noch nicht fahren?

Die Testphase dient der Gewinnung von Erkenntnissen über die Auswirkungen der kürzeren Grünzeiten. So können wir bis zur Reduzierung der Spuren durch die Sonderfahrstreifen im Dezember 2019 Nachjustierungen an der Ampelsteuerung vornehmen. Für die Einrichtung der Busspur sind zudem Arbeiten notwendig, die zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen werden. So fallen beispielsweise Fahrbahninstandsetzungs- und Markierungsarbeiten an. Auch mit Blick auf diese Arbeiten ist die vorherige Drosselung des Zuflusses sinnvoll, damit wir den Verkehrsablauf im Sinne der Luftreinhaltung flüssig gestalten können.

Was bringen die Spuren für die Expressbusse?

Mit einer Erweiterung des Angebotes im Busverkehr möchten wir die Kapazität des öffentlichen Personennahverkehrs stadtweit steigern. Auf der Aachener Straße richten wir deshalb zusätzliche Linien und Sonderfahrstreifen für Busse ein. Damit möchten wir eine Entlastung der Stadtbahnlinie 1 erreichen, die zwischen den östlichen und westlichen Stadtteilen verkehrt. Wir arbeiten darauf hin, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver wird und eine echte Alternative zum Individualverkehr darstellt. Auf diese Weise können wir auch insgesamt eine Minderung der Belastung durch Kraftfahrzeuge bewirken.

Welche Alternativen oder Ausweichmöglichkeiten habe ich als Pendlerin oder Pendler?

Die P+R Anlagen Weiden West sowie Haus Vorst/Marsdorf bieten die Möglichkeit des Umstiegs auf die Stadtbahnlinien 1 beziehungsweise 7. Die ab Dezember 2019 verkehrenden Expressbuslinien sorgen für mehr freie Kapazitäten auf der Stadtbahnlinie 1. Den Einsatz der Stadtbahnlinie 7 haben wir in den Hauptverkehrszeiten bereits zeitlich verdichtet und in der Linienführung bis Frechen Bahnhof beziehungsweise Frechen-Benzelrath verlängert.

Im Busverkehr der REVG ist ein dreistufiges Verfahren geplant:

  • In der ersten Stufe werden Taktverdichtungen auf den Linien 961 und 965 in der Hauptverkehrszeit eingeführt. Ab 28. Oktober 2019, montags bis freitags, 6 bis 9 Uhr und 16 bis 19 Uhr, je konstanter 15-Minuten-Takt in beide Fahrtrichtungen; Linie 961: Kurztouren Glessen (Kreisverkehr) - Dansweiler - Brauweiler - Weiden West; Linie 965: Kurztouren Frechen ZOB - Gewerbegebiet Frechen - Weiden West
  • In der zweiten Stufe werden zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 mehr Fahrten auf der Linie 949 von Brauweiler nach Lövenich S-Bahn und Weiden-Zentrum zur Stadtbahn angeboten. Auf der Linie 980, Frechen Königsdorf Bahnhof - Pulheim Bahnhof - Worringen S-Bahn, wird ganztägig der 30-Minuten-Takt eingeführt.
  • Eine dritte Stufe könnte auf Basis der Ergebnisse einer im Frühjahr 2020 geplanten Fahrgastzählung der REVG zu weiteren Maßnahmen führen. Außerdem planen REVG und Rhein-Erft-Kreis zeitnah eine Nutzerbefragung an den P+R-Anlagen in Weiden-West und Königsdorf. Durch die Abfrage der Wohnorte könnten sich Hinweise für gezielte Verbesserungen der Anbindung von Ortslagen an P+R-Plätze ergeben.

Wie geht es weiter?

Die Expressbusse kommen mit dem neuen Fahrplan ab 15. Dezember 2019 auf die Straße. Wir analysieren genau die Auswirkungen der Maßnahmen auf den Verkehr sowie die Verlagerung auf andere Verkehrsmittel, Fahrzeiten oder andere Zufahrtswege, um bei Bedarf Optimierungen vorzunehmen. Hierzu stehen wir in engem Kontakt zum Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Frechen, deren Bürgerinnen und Bürger als auch Verkehrsnetze davon betroffen sind.

Informationen zu den Expressbuslinien auf der Aachener Straße

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