Pflanzt Futter für Wildbienen

Die Honigbiene - wer kennt sie nicht? Von Menschen gehegt und gepflegt, versüßt sie uns mit ihrem Honig nicht nur das Frühstück, sondern sorgt auch für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen. Mit einer weltweiten Wertschöpfung von geschätzten 265 Milliarden Euro steht die Honigbiene damit nach Rind und Schwein auf Platz drei der wichtigsten Nutztiere.

In Deutschland gibt es aber noch über 560 und in Köln immerhin 228 verschiedene Wildbienenarten. Sie produzieren zwar keinen Honig, dafür leisten sie aber einen unersetzlichen Beitrag zur Bestäubung.

 

Durch die unterschiedlichsten Sammeltechniken, die zum Teil bessere Anpassung an schlechtere Witterung und die teilweise große Spezialisierung auf ganz bestimmte Pflanzenarten sind sie der Honigbiene dabei sogar überlegen.

Schon gewusst?
Wildbienen bestäuben in der Regel etwa doppelt so viele Blüten pro Tag wie die Honigbienen.

Leider sind durch Lebensraumverluste, intensive Landwirtschaft und uniforme Grüngestaltung inzwischen über die Hälfte der Wildbienenarten gefährdet. Um Ernteeinbußen und eine Destabilisierung der Ökosysteme durch fehlende Pflanzenvielfalt zu verhindern, ist der Schutz der Wildbienen eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft.

Schon gewusst?
Durch die Bestäubungsleistung der Wild- und Honigbienen werden in Europa jährlich 23 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Mit dem Projekt "Wildbienenschutz aktiv – ganz Köln macht mit" machen wir auf die Not der Wildbienen aufmerksam und geben dabei nicht nur einen Einblick in ihre faszinierende Lebensweise. Mit und durch Aktionen zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zeigen wir, was Sie dazu beitragen können, um die sympathischen Summer zu schützen.

Unsere Kooperationspartnerinnen und -partner der Kampagne sind bisher HIT Umweltstiftung, NABU Köln, BUND Köln, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln, Kölner Zoo, Thurner Hof, HonigConnection sowie die VHS, das Amt für Wohnungswesen und das Amt für Landschaftspflege und Grün.

Vielen Wildbienenarten können Sie schon mit einfachen Mitteln helfen. Belohnt werden Sie nicht nur mit einem schöneren Umfeld sondern auch mit bunten Wiesen und einer guten Ernte.

Und keine Angst: Wildbienen sind für Menschen ungefährlich. Sie können sich ihnen gefahrlos nähern.

Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Wir erhielten für "Pflanzt Futter für Wildbienen" im Oktober 2018 die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Die Auszeichnung übergaben Thomas Graner, Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz, und Arno Todt, Projektleiter UN-Dekade Biologische Vielfalt während einer feierlichen Veranstaltung auf Gut Leidenhausen an Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Betina Küchenhoff, Umwelt- und Verbraucherschutzamt.

Im Anschluss wurde der zum Projekt gehörige Wildbienenerlebnispfad eröffnet, der der Öffentlichkeit jederzeit für Besuche zur Verfügung steht.

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Wildbienen - faszinierende Vielfalt vor der Haustüre

Bei genauer Beobachtung wird man sich kaum der Faszination der Wildbienen mit ihrer vielfältigen Lebensweise und ihren gezielten Anpassungen an den Lebensraum entziehen können. In vielfältigsten Formen, Farben und Größen besiedeln über 560 verschiedene Wildbienenarten unsere Landschaft.

So vielfältig wie ihr Aussehen ist auch ihre Lebensweise. Sie leben sozial, als Einzelgänger oder als Parasit. Sie nisten in hohlen Stängeln, im Boden, in totem Holz oder in Lehmwänden. Sie fliegen zu verschiedenen Jahreszeiten, meist nur über wenige Wochen und besuchen unterschiedlichste Blüten. Aber eins ist allen gemeinsam: Sie ernähren sich ausschließlich von Pollen und Nektar aus Blüten und sind damit dem Trend entsprechend Veganer.

Kleine Summer vorgestellt - Wildbienenarten in Köln

Von den über 560 in Deutschland heimischen Wildbienenarten ist den meisten oft nur die Honigbiene bekannt. Um Ihnen die wunderschöne Vielfalt der heimischen Summer näher zu bringen, stellen wir einige der in Köln zu findenden Arten vor. Die folgenden Steckbriefe zeigen, wo und wann man die einzelnen Arten finden kann. Vielleicht können Sie die ein oder andere Schönheit ja auch in Ihrem eigenen Umfeld entdecken. Viel Spaß beim Stöbern.

Frühlingspelzbiene (Anthophora plumipes) - pummelige Frühlingsbotin

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 14 bis 16 Millimeter
  • Flugzeiten: März bis Mai
  • Nahrung: nicht spezialisiert, bevorzugt aber Blüten mit langem Kelch, wie Lungenkraut, Lerchensporn oder Taubnessel
  • Nistplatz: Lehmwände und Fugen von Ziegelmauern

Bereits im zeitigen Frühjahr fliegt die Pelzbiene, immer auf der Suche nach Pollen und Nektar, eifrig von Blüte zu Blüte. Stark behaart und relativ groß ist sie dabei leicht mit einer Hummel zu verwechseln. Bei genauem Hinschauen kann man sie aber an den stark behaarten Beinen und der Gesichtsmaske gut unterscheiden. Das Nest für den Nachwuchs legt das Weibchen der Pelzbiene in Lehmwänden an. Mit Hilfe seiner harten Mundwerkzeuge bohrt es die Gänge dabei selbst. Da auch die Fugenbereiche alter Ziegelmauern genutzt werden, ist die Pelzbiene ein häufiger Gast in den Parks und Gärten der alten Siedlungskerne geworden. Durch Modernisierungen gehen inzwischen leider viele Nistmöglichkeiten verloren. Mit einer senkrecht aufgestellten Kiste, gefüllt mit Lehm kann man der Pelzbiene ohne viel Aufwand helfen. Allerdings benötigt sie, wie alle Wildbienen, ein gutes Nahrungsangebot in Form von heimischen Blütenpflanzen. Dabei kann die Pelzbiene viele Blüten, wie zum Beispiel Lerchensporn oder Blutjohannisbeere als Nahrungsquelle nutzen. Ihre Lieblingspflanze jedoch ist das Lungenkraut. Wer dieses im Garten hat, wird meist mit dem kolibriartigen Schwirrflug des ansonsten eher plump anmutenden Gastes belohnt. Übrigens: Die langen Haare und der Dorn der Männchen an den Beinen dienen dazu, bei der Paarung das Weibchen zu umklammern und ihm die Augen zuzuhalten, damit es nicht flüchten kann.

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) - die Riesin unter den Wildbienen

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 23 bis 28 Millimeter
  • Flugzeiten: April bis September
  • Nahrung: nicht spezialisiert, bevorzugt aber Schmetterlings- und Lippenblütler
  • Nistplatz: Totholz

Wie ein großer schwarzer Diamant ist die fluggewandte Holzbiene in warmen, trockenen Gebieten unterwegs. Als wärmeliebende Art war sie ursprünglich nur in Süddeutschland verbreitet. Vermutlich als Folge des Klimawandels breitet sie sich seit einigen Jahren weiter nach Norden aus. In Köln kann sie unter anderem in den südlichen Stadtbereichen beobachtet werden. Mit bis zu 28 Millimetern ist sie die größte unserer heimischen Wildbienen und fällt daher dort, wo sie vorkommt, sofort ins Auge. Wichtig für ihr Vorkommen ist nicht nur ein ausreichendes Nahrungsangebot in Form von Nektar- und Pollen liefernden Blüten. Zum Nisten benötigt die Holzbiene außerdem Totholz, bevorzugt von Obstgehölzen. Denn die Weibchen nagen Gänge in das Holz, in die sie ihre Brutzellen angelegen. Daher wird man sie vor allem auf und in strukturreichen Obstwiesen oder naturnahen Gärten und Parkanlagen finden. Da Totholz oft beseitigt wird, ist die Holzbiene eher selten zu finden. Die Anlage eines Totholzhaufens oder das Belassen abgestorbener Äste an Obstbäumen ist daher eine gute Hilfe. Übrigens: Bei der Holzbiene schlüpfen die neuen Bienen, was ungewöhnlich im Reich der Wildbienen ist, noch im gleichen Jahr. Für die Überwinterung suchen sie sich im Herbst einen geschützten Platz in Mauerspalten oder selbstgegrabenen Erdlöchern.

Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea) - Spezialistin in Not

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 11 bis 12 Millimeter
  • Flugzeiten: Juni bis August (zur Blütezeit der Zaunrübe)
  • Nahrung: ausschließlich Blüten der Zaunrübe (Bryonia)
  • Nistplatz: schütter bewachsene, sandige Böden

Die Zaunrübensandbiene gehört mit zu den größten Spezialistinnen unter den Wildbienen. Ihre Nachkommen vertragen nur den Pollen einer einzigen Pflanzenart, nämlich, wie der Name schon sagt, der Zaunrübe. Diese Rankpflanze aus der Gruppe der Kürbisgewächse findet sich an Zäunen, auf Brachen oder an Gehölzrändern, und dort, wo die Zaunrübe wächst, ist auch die Zaunrübensandbiene meist nicht weit. Ihr Nest baut sie im sandigen Boden. Dort werden von jedem Weibchen einzelne Brutkammern angelegt, die mit Pollen der Zaunrübe bestückt werden, bevor darauf das Ei abgelegt wird. Nach dem Verschließen der Öffnung bleibt der Nachwuchs gänzlich sich selber überlassen. Mit dem Schlüpfen im nächsten Jahr beginnt durch die neue Generation erneut die Suche nach der einzigen Nahrungspflanze, der Zaunrübe. Leider wird die Zaunrübe oft als Unkraut aus Gärten und Parks verbannt. Daher verwundert es nicht, dass diese stark spezialisierte Biene in den Beständen immer weiter zurückgeht. Wer ihr helfen möchte, braucht gar nicht viel zu tun. Dulden oder pflanzen Sie einfach die Zaunrübe im Garten.

Aber Vorsicht bei den Beeren, denn diese sind giftig. Übrigens: Auch eine ganze Reihe weiterer Wildbienenarten nutzt die Zaunrübe als Nahrungsquelle.

Gemeine Seidenbiene (Colletes davisanus) - kleine Schönheit

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 7 bis 9 Millimeter
  • Flugzeiten: Juni bis August
  • Nahrung: nur Korbblütler, vor allem auf Rainfarn zu finden
  • Nistplatz: Lehm- und Sandwände

Die Gemeine Seidenbiene ist eine der häufigsten Arten im Siedlungsraum und daher auch in Köln noch oft zu finden. An heißen Augusttagen kann man sie vor allem auf Rainfarn, ihrer bevorzugten Speise, beobachten. Emsig sammeln die Weibchen dort Nektar und Pollen zur Versorgung ihrer Nachkommen. Aber auch die Männchen findet man dort. Schließlich ist es der beste Platz, um ein Weibchen ausfindig zu machen. Die Gemeine Seidenbiene ist, wie die anderen Seidenbienen auch, ein Bodennister. Das Nest wird dabei in Abbruchkanten angelegt. In diese wird ein Gang gegraben, der anschließend in kleine Kammern unterteilt, mit Pollen und einem Ei bestückt und dann verschlossen wird. Den gemeinen Seidenbienen kann man übrigens leicht helfen. Da sie an den Nistplatz keine allzu großen Anforderungen stellen, reicht es oft schon aus, im Staudenbeet oder einer wilden Ecke im Garten ein wenig Rainfarn anzusiedeln.

Die gemeine Seidenbiene lebt gefährlich. Die Filzbiene (Epeolopus variegatus) legt ihre Eier als sogenannte Kuckucksbiene einfach ins bereitete Nest und tötet nach dem Schlüpfen den Nachwuchs ihres Wirtes.

Hahnenfußscherenbiene (Osmia florisomnis) - kleiner Kraftprotz

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 7 bis 11 Millimeter
  • Flugzeiten: Mai bis Juli
  • Nahrung: ausschließlich die Blüten des Hahnenfuß (Ranunculus)
  • Nistplatz: Hohlräume mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimetern

Wenn im Frühling der Hahnenfuß blüht, ist die Zeit der Hahnenfußscherenbiene gekommen. Mit ihren starken Mundwerkzeugen beißt sie sich unter Aufbietung großer Kräfte aus ihrem fest verschlossenen Nistplatz in die Freiheit, um den Pollen und Nektar der einzigen Pflanze zu sammeln, die sie nutzen kann, dem Hahnenfuß. Da sie in Holzgängen nistet, ist sie eine häufige Besucherin der Insektennisthilfen. Die Bauten der Hahnefußscherenbiene kann man hier recht gut an dem Verschluss aus kleinen Steinchen und der schwärzlichen Färbung erkennen. Aufgrund ihrer geringen Größe fällt sie meist nur bei genauerem Hinschauen auf. Für die Krabbenspinnen, einer ihrer größten Feinde, ist sie jedoch, besonders in der Paarungszeit, eine leichte Beute. Will man ihr helfen, sollte man neben dem Aufstellen einer kleinen Nisthilfe vor allem ihre Nahrungspflanze, den Hahnenfuß, im Umfeld dulden, da sie nur von dieser Pflanze leben kann.

Schon gewusst?
Der lateinische Name "florisomnis" (in der Blüte schlafend) geht auf die Angewohnheit der Männchen zurück, ein Nickerchen bevorzugt in Blüten zu halten.

Gehörnte Mauerbiene - häufige Besucherin an Nisthilfen

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 12 bis 16 Millimeter
  • Flugzeiten: März bis Mai
  • Nahrung: fast alle pollen- und nektarbietenden Blütenpflanzen
  • Nistplatz: verschiedene Hohlräume, häufiger Gast an Insektennisthilfen

Die gehörnte Mauerbiene ist eine der häufigsten Bewohnerinnen von Nisthilfen und kann hier sehr gut beobachtet werden. Bereits im zeitigen Frühjahr, bei warmem Wetter manchmal schon ab Ende Februar, beißen sich die am Hinterleib leuchtend rot gefärbten Tiere ein Loch durch den Lehmverschluss ihrer Brutkammer. Die Männchen schlüpfen stets zuerst und warten anschließend begierig vor den Nistplätzen auf die Weibchen. Da sie meist in enger Nachbarschaft nisten, bleiben kleinere Kämpfe unter den Konkurrenten nicht aus. Bei der Nahrungssuche sind Mauerbienen nicht sehr wählerisch. Daher ist diese Art auch noch sehr häufig zu finden. Da sie, ähnlich wie die Hummeln, bereits bei relativ niedrigen Temperaturen aktiv werden, gelten sie als wichtige Bestäuber der Apfelbäume.

Übrigens: Durch die meist größeren Ansammlungen von Tieren an einem Ort ist Feinden Tür und Tor geöffnet. Und statt gegenseitig die Nistplätze des Nachbarn mit zu bewachen, streiten sie sich um die besten Brutröhren und zerren sich auch schon einmal gegenseitig aus den begehrten Löchern. Gewinner sind Parasiten wie Keulenwespe, Goldwespe oder Trauerschweber.

Maskenbiene (Hylaeus spec.) - ursprünglich und winzig klein

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 4 bis 9 Millimeter
  • Flugzeiten: Mai bis September
  • Nahrung: in der Regel unspezifisch, zum Teil jedoch sehr enge Bindung an eine Pflanze
  • Nistplatz: hohle Pflanzenstengel

Die Maskenbienen sind nicht nur die kleinsten, sondern auch die ursprünglichsten Vertreter der Wildbienen. Daher werden sie auch Urbienen genannt. Im Gegensatz zu den anderen Wildbienenarten besitzen sie noch keinen speziellen Sammelapparat für den Pollen am Bauch oder an den Beinen. Vielmehr transportieren sie die Nahrung für den Nachwuchs im Kropf zum Nest. In Deutschland gibt es in etwa 40 verschiedene Maskenbienenarten, die sich neben der geringen Größe vor allem durch eine helle Gesichtsmaske auszeichnen.

Da sie meist keine speziellen Pflanzen als Nahrungsquelle bevorzugen, findet man sie auf vielen Blüten. Die einzelnen Arten sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Lediglich die an eine bestimmte Nahrungspflanze gebundenen Arten, wie zum Beispiel die Lauchmaskenbiene, lassen sich anhand des Fundortes gut zuordnen.

Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) - Revierverteidigerin in Wespentracht

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: Männchen 14 bis 18 Millimeter, Weibchen 10 bis 12 Millimeter
  • Flugzeiten: Juni bis September
  • Nahrung: Lippenblütler und Schmetterlingsblütler, gerne auf Hornklee
  • Nistplatz: Hohlräume aller Art (Mauerritzen, Löcher in Holz)

Erst im Hochsommer kann man die großen, auffällig wespenähnlich gefärbten Wollbienen gut beobachten. Aber keine Angst: Trotz ihrer gelb-schwarzen Färbung und der geringen Behaarung handelt es sich nicht um Wespen, sondern um harmlose Wildbienen. Unermüdlich fliegen sie um die Blüten ihrer Futterpflanzen, nur unterbrochen von kurzem Nektargenuss an einer Blüte. Bei den besonders agilen Vertretern handelt es sich meistens um Männchen auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Als einzige Wildbienenart bewachen sie dazu ein kleines Territorium rund um geeignete Futterpflanzen, zum Beispiel Hornklee. Dort warten sie, ob sich ein hungriges Weibchen einstellt. Das Revier wird dabei nicht nur gegenüber Nebenbuhlern, sondern auch gegenüber Nahrungskonkurrenten, wie Honigbiene oder Hummel, vehement verteidigt. Durch kleinere oder größere Attacken wird jeder Eindringling schnell vertrieben. Dabei können dem Gegner durch die am Hinterleib vorhandenen Zacken auch ernsthafte Verletzungen der Flügel zugefügt werden.

Der Name dieser Biene stammt übrigens von der Verhaltensweise, dass sie ihre Brutröhren mit Pflanzenwolle auskleidet. Diese wird mit Hilfe der Kauwerkzeuge von behaarten Pflanzen, wie zum Beispiel Ziest geschabt.

Sechsbindige Furchenbiene (Halictus sexcinctus) - eine wahre Schönheit

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
  • Größe: 13 bis 15 Millimeter
  • Flugzeiten: Mai bis September
  • Nahrung: nicht spezialisiert, gerne an Disteln
  • Nistplatz: sandige Böden

Die sechsbindige Furchenbiene ist eine Bewohnerin von lückig bewachsenen Brachflächen. Die Brutkammern werden an diesen Standorten in den Boden gegraben. Auch kleine Steilwände aus Sand oder Lehm eignen sich zum Nestbau. Als Nahrung dienen ihr eine ganze Reihe von Blütenpflanzen. Bevorzugt werden aber Korbblütler, insbesondere Disteln aller Art.

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff

Bereits im April verlassen die überwinternden Weibchen ihr Versteck und beginnen mit dem Bau des Nestes. Dann wird eifrig Nahrung gesucht, um die einzelnen Zellen zu verproviantieren. Denn die Brut schlüpft, ähnlich wie bei den Holzbienen noch im gleichen Jahr. Ab Juli kann man bereits die schön gefärbten Tiere der neuen Generation mit ihren gelben Beinen und dem geringelten Hinterleib umherfliegen sehen. Die Männchen überleben allerdings den Sommer nicht; für die Versorgung der Brut nicht zuständig, sterben sie bald nach der Paarung. Die Weibchen dagegen verkriechen sich mit den letzten warmen Sonnentagen im September und überleben die kalte Jahreszeit gut geschützt in einem geeigneten Versteck. Schließlich müssen sie im nächsten Frühjahr für Nachwuchs sorgen.

Übrigens: Die sechsbindige Furchenbiene ist in ihrer langen Flugzeit auf genügend Nahrung angewiesen. Da diese oft durch zu frühe Wiesenmahd nicht mehr vorhanden ist, gehen die Bestände stetig zurück. Wer dieser Art helfen möchte, sollte im eigenen Umfeld durch gezielte Pflanzungen für geeignete Blüten von Frühling bis Herbst achten. Vielleicht lassen sich in bestimmten Bereichen auch Disteln ansiedeln.

Gartenblattschneiderbiene (Megachile willughbiella ) - Baumeisterin unter den Bienen

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 12 bis 15 Millimeter
  • Flugzeiten: Mitte Mai bis August
  • Nahrung: nicht spezialisiert, gerne an Schmetterlingsblütlern wie Klee und Wicke
  • Nistplatz: selbstgenagte Gänge, nistet manchmal auch in Blumentöpfen

Aufgrund ihrer unspezifischen Ansprüche ist die Gartenblattschneiderbiene noch häufig in Gärten, Parks und auf Brachen vertreten. In Aussehen und Größe ähnelt sie einer Honigbiene, ist von dieser jedoch nicht nur durch den nach oben gekrümmten Hinterleib an der Blüte, sondern auch durch den Pollensammelapparat an der Bauchunterseite gut zu unterscheiden. Häufig kann man sie an Klee oder Wicken beobachten. Der lange Rüssel ermöglicht es ihr, den tief liegenden Nektar dieser Pflanzen zu nutzen. Ihr Nest legt sie in Hohlräumen aller Art an. Selbst in Blumentöpfen ist sie beobachtet worden. Da sie auch an feuchteren Standorten nistet, hat sie eine perfekte Lösung gegen Pilzbefall entwickelt: Sie kleidet ihren Bau mit Blättern aus, die Pilzgifte enthalten. Dazu gehören unter anderem Schlehe und Weißdorn. Diese werden feinsäuberlich ausgeschnitten, gerollt und anschließend mit den Vorderbeinen zum Nest getragen.

Will man die Gartenblattschneiderbiene in den Garten oder auf den Balkon locken, sollte man Hornklee oder Zaunwicken pflanzen.

Heidekrautsandbiene (Andrena fuscipes) - Schutzgebiet tut Not

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 9 bis 10 Millimeter
  • Flugzeiten: Juli bis August
  • Nahrung: ausschließlich Heidekraut
  • Nistplatz: sandige Böden

Die eher kleine Sandbiene mit ihrem rotbraunen Pelz am Rumpf, der hellen Bänderung am Hinterleib und den dunklen Beinen tritt als Nachzüglerin erst Ende Juli zur Blüte des Heidekrauts in Erscheinung. Emsig umfliegt sie die frischen Blüten und sammelt eifrig Pollen als Nahrung für den Nachwuchs. Der Pollen wird mit Hilfe der Haarbürsten an den Beinen in ein selbst gegrabenes Erdnest transportiert, darauf wird ein Ei abgelegt und der Gang schließlich mit Erde verschlossen. Nun kann sich die neue Generation im Verborgenen entwickeln, bis sie im nächsten Spätsommer schlüpft und erneut das Heidekraut umschwärmt. Aufgrund der engen Bindung der Heidekrautsandbiene an Pollen und Nektar des Heidekrauts ist es nicht verwunderlich, dass diese Art im Rückgang befindlich ist. Denn infolge von Bebauung oder fehlender Pflege sind größere Heidebestände eher selten.

In Köln gibt es sie in größeren Beständen nur noch in den Schutzgebieten Dellbrücker Heide und Wahner Heide. In beiden konnten zum Glück noch Vorkommen der Heidekrautsandbiene nachgewiesen werden. Damit dies so bleibt, ist es neben einer fachkompetenten Pflege, die in Dellbrück dankenswerter Weise vom BUND Köln gewährleistet wird, dringend erforderlich, das Betretungsverbot der Schutzzonen und die Anleinpflicht für Hunde einzuhalten. Denn nur so steht dem langfristigen Erhalt dieser wunderbaren Wildbienen nichts mehr im Wege.

Gesellige Sandbiene (Andrena carantonica) - gemeinsam sind wir stark

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
  • Größe: 11 bis 14 Millimeter
  • Flugzeiten: April bis Juni
  • Nahrung: nicht spezialisiert
  • Nistplatz: gesellig im Boden, gerne unter Steinplatten

Die gesellige Sandbiene lebt, wie auch die Furchenbiene und die blauschillernde Sandbiene, in einer Art Wohngemeinschaft. Dies bedeutet, dass jedes Weibchen seine eigenen Nestkammern hat, aber alle zur Verteidigung gegen Parasiten den gleichen Eingang nutzen. Dies ist auch erforderlich.

Denn im Umfeld der Kolonie kann man schon mal dutzende von den parasitischen Wespenbienen beobachten. Immer auf der Suche nach einem unbeobachteten Augenblicks versuchen sie ihre Eier, einem Kuckuck gleich, in eines der Nester zu schmuggeln. Da ist es schon hilfreich, wenn viele auf die Eindringlinge achtgeben. Die einzelnen Ansammlungen können über hundert Weibchen beherbergen. Besonders nach einer Schlechtwetterperiode, wenn alle Tiere mehr oder weniger gleichzeitig zur dringenden Futtersuche aufbrechen, kann man sie in großer Zahl aus den Eingängen kommen sehen. Dies kann dann auch schon mal Ängste hervorrufen. Doch keine Sorge, die Tiere sind völlig harmlos.

Übrigens: Auf dem Nordfriedhof in Köln gibt es eine kleine Kolonie der geselligen Sandbiene. Hier sorgt der NABU Stadtverband Köln gemeinsam mit der Friedhofsleitung für eine zunehmend ökologische Gestaltung, die nicht nur dieser Art und ihren nahen Verwandten das Überleben sichert, sondern darüber hinaus die Artenvielfalt insgesamt stärkt. 

Weidensandbiene Andrena vaga - Anpassung an Überschwemmungsbereiche

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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  • Größe: 13 bis 15 Millimeter
  • Flugzeiten: März bis Mai
  • Nahrung: ausschließlich Blüten von Weiden
  • Nistplatz: sandige Böden

Mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings kommt gemeinsam mit den Weidenblüten die pelzig weißgrau gefärbte Weidensandbiene aus ihren Löchern. Wie bei den meisten Wildbienenarten schlüpfen auch hier die Männchen zuerst und erwarten bereits ungeduldig die sich einige Tage später aus der Erde grabenden Weibchen. Sobald sich ein Weibchen aus dem Erdloch traut, kann es schon mal von bis zu vier Männchen gleichzeitig zur Begattung angeflogen werden. Daraus ergeben sich meist heftige Rivalenkämpfe, denn nur das stärkste Tier kommt zum Zuge. Nach der Paarung beginnt das Weibchen unmittelbar mit der Brutfürsorge. Die emsig gegrabenen Nistgänge werden mit Pollen und Nektar der Weiden bestückt und nach der Eiablage sorgfältig verschlossen, in der Hoffnung, dass sich hier die nächste Generation entwickelt.

Eine gute Beobachtungsmöglichkeit in Köln gibt es an den Poller Wiesen. Die Trampelpfade hinunter zum Waser sind durch ihre Bodenverdichtung optimale Nistplätze nicht nur für die Weidensandbiene. Hier kann man von April bis Mai neben hunderten von Weidensandbienen auch die etwas kleinere Frühlingsseidenbiene und Parasiten, wie Blutbienen und Wespenbienen hervorragend beobachten. Aber bitte Vorsicht: Die arbeitsamen Bienen und ihre Nester werden durch Tritte schwer geschädigt. Vielleicht kann man ja in dieser Zeit einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, um die Bienen zu schützen.

Übrigens: Die Weidensandbienen können im Erdbau in ihrem Kokon mehrere Wochen unter Wasser existieren. Diese extreme Anpassung ist eine Folge der Nutzung des natürlichen Überschwemmungsbereiches als Lebensraum, in dem Weiden und offene Böden einen optimalen Fortpflanzungsbereich bieten.

Weitere Informationen

wildbienen.com wildbienen.info wildbienen.de

Wildbienenhilfe leicht gemacht

Wildbienen fliegen in der Regel nicht sehr weit. Meist entfernen sie sich nicht mehr als 300 bis 1.500 Meter von ihrem Niststandort. Da sie deshalb meist keine allzu großen Flächen zum Überleben benötigen, können alle mit ein paar einfachen Rezepten bereits ein kleines Wildbienenrefugium schaffen.

Mit geeigneten Pflanzen, ein bisschen Wildnis oder einfachen Nisthilfen lassen sich viele Arten selbst in kleine Gärten, auf Balkone und Fensterbänke locken. Und wenn die Nachbarschaft ebenfalls mitmacht, entstehen viele kleine Oasen, die neben den Wildbienen auch weiteren heimischen Tieren, wie unseren Singvögeln oder dem Igel eine Existenz in der Stadt ermöglichen.

Damit die Aktionen den gewünschten Erfolg zeigen, sollten allerdings einige Tipps beachtet werden. Manche Wildbienenarten haben nämlich eine ziemlich genaue Vorstellung von ihrem Lebensraum.

Generell benötigen Wildbienen immer drei Elemente zum Überleben:

  • geeignete Futterpflanzen
  • geeignete Nistplätze
  • geeignetes Baumaterial

Nur wenn diese drei Elemente vorhanden sind, lassen sich Wildbienen erfolgreich ansiedeln.

Oasen für Wildbienen

Das wichtigste Element für Wildbienen ist ein ausreichendes Nahrungsangebot. Sie nutzen ausschließlich Pollen und Nektar aus Blüten. Meist sind über 100 Stück für die Aufzucht nur eines einzigen Nachkommens erforderlich.

Da viele Arten darüber hinaus noch sehr wählerisch sind, kann man sich vorstellen, dass ein umso größerer Effekt erzielt wird, je vielfältiger und umfangreicher das Blühangebot ist. Schließlich gibt es auch noch ausgesprochene Spezialisten. Diesen kann man nur dann helfen, wenn man ihnen auch die entsprechenden Blüten anbietet.

Die Zaunrübensandbiene lebt beispielsweise ausschließlich vom Pollen der Zaunrübe, die Glockenblumenscherenbiene nutzt einzig Glockenblumen als Nahrungsquelle und der Frühlingsseidenbiene dienen nur Weidenblüten als Futter. 

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Zaunrübensandbiene sitzt vergnügt auf Zaunrübe
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
Glockenblumenscherenbiene auf Glockenblume
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
Sandbienen-Männchen an Weidenblüte

Aber keine Angst: Um Wildbienenschutz zu betreiben, ist es nicht nötig, dass Sie Ihren gesamten Garten umkrempeln. Bereits kleine Veränderungen bei der Auswahl der Pflanzen, das Belassen kleiner, wilder Ecken, die Verwendung blühender, Früchte tragender Sträucher statt blütenloser Exoten oder das Ausblühenlassen von Gartenkräutern erleichtert bereits das Überleben der kleinen Summer. Wenn sich viele Menschen nur auf einem kleinen Stück mit einer solchen Aktion beteiligen, werden viele Wildbienen wieder satt.

Übrigens eignen sich auch Blumenkübel und Balkonkästen hervorragend als Wildbienenoasen. Falls Sie keinen eigenen Garten haben:

Interessieren Sie sich vielleicht für eine Patenschaft für ein Stückchen Grün vor Ihrer Haustüre? Wir bieten solche Beete an. Auch hier können Sie mit geeigneter Bepflanzung kleine Wildbienenoasen schaffen.

Patenschaften für Baumbeete und Grünflächen

Hinweise für die Bepflanzung

Wenn Sie einen möglichst guten Erfolg erzielen möchten, empfehlen wir Ihnen, folgende Hinweise bei der Bepflanzung zu berücksichtigen:

  • Eine möglichst große Vielfalt an Blüten mit großem Nektar- und Pollenangebot lockt auch die verschiedensten Wildbienenarten an. Geeignet sind zum Beispiel Rainfarn, Margerite, Zaunwicke oder Lavendel.
  • An heimische Sorten sind die Wildbienen am besten angepasst; hier werden die Tiere am ehesten satt. Für die größten Spezialisten unter den Wildbienen empfiehlt sich das Pflanzen zum Beispiel von Glockenblumen, Natternkopf und Ehrenpreis.
  • Gefüllte Blüten bieten den Wildbienen keinerlei Nahrung. Wo immer möglich sollte auf ihre Verwendung verzichtet werden.
  • Damit die Wildbienen rund ums Jahr satt werden, sollten auch im Sommer Blüten vorhanden sein. Sogenannte Spätblüher wie Flockenblume, Weidenröschen und Ysop tun hier gute Dienste.
  • Auch blühende Küchenkräuter sind bei Wildbienen sehr begehrt. Lassen sie einfach einige Stängel länger ungenutzt stehen, sicherlich wird dann die eine oder andere Wildbiene zu Besuch kommen.
  • Totholz und hohle Stängel werden von einigen Wildbienen gerne als Versteck für den Winter genutzt. Wenn Sie diese stehen lassen, sichern sie den Nachwuchst im nächsten Frühling.
  • Verzichten Sie bitte unbedingt auf den Einsatz von Pestiziden! Diese schaden nicht nur den Bienen.

Vielleicht gelingt es zusätzlich zu der Gestaltung der Beete auch einen kleinen Teil des Gartens in eine Wildblumenwiese umzuwandeln oder eine kleine Ecke von der Pflege auszusparen. Beides werden Ihnen die Wildbienen danken.

Beispiele für Pflanzenarten

Kräuter und Stauden

  • Aster
  • Bärlauch
  • Beinwell
  • Blaukissen
  • Buschwindröschen
  • Ehrenpreis*
  • Fenchel
  • Fingerhut
  • Flockenblume
  • Gilbweiderich*
  • Glockenblume*
  • Goldnessel
  • Goldrute
  • Hornklee
  • Kamille
  • Klee
  • Königskerze
  • Krokus
  • Lavendel
  • Lauch*
  • Lerchensporn
  • Lungenkraut
  • Luzerne
  • Malve
  • Margerite
  • Natternkopf*
  • Oregano
  • Rainfarn*
  • Salbei
  • Scharfgarbe
  • Schneeglöckchen
  • Sedum
  • Silberblatt
  • Skabiose*
  • Taubnessel
  • Thymian
  • Traubenhyazinthe
  • Veilchen
  • Wegwarte
  • Weidenröschen*
  • Wicke*
  • Wilde Möhre
  • Witwenblume
  • Ysop
  • Zaunrübe*
  • Ziest
  • Zitronenmelisse
  • Zwiebelpflanzen

Kletterpflanzen

  • Efeu*
  • Platterbse
  • Zaunrübe*
  • Zaunwicke*
  • Zaunwinde

Sträucher

  • Beerensträucher
  • Felsenbirne
  • Hundsrose
  • Kornelkirsche
  • Obstgehölze (Bäume und Beerenobst)
  • Roter Hartriegel
  • Schlehe
  • Weide*
  • Weißdorn

*Anmerkung: für einige spezialisierte Wildbienenarten die einzige Nahrung

Flyer: Ganz Köln schützt Wildbienen
PDF, 20993 kb
Garten und Balkon als Nahrungsstätte Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten Anregungen für blühende Landschaften und Gärten

Nisthilfen als Heim für den Nachwuchs

Ist ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden, kann die Fortpflanzung beginnen. Oder etwa doch nicht? Wildbienen brauchen geeignete Strukturen, um ihren Nachwuchs großzuziehen.

Während sie früher vielfältige Nistplätze im Fachwerk, in toten Bäumen, in alten Eichenzaunpfählen oder an offenen Bodenstellen vorgefunden haben, besteht in den modernen Städten mit ihrer Versiegelung oft Nistplatznot.

Mit künstlichen Nisthilfen kann man hier, zumindest für einen Teil der Arten, Ersatz anbieten. Dies gelingt nicht nur mit großen Bauwerken; an geeigneten Stellen platziert, helfen auch kleinere "Hotels".

Klein, aber fein: einfache Nisthilfen

Viele Nistmöglichkeiten benötigen wenig Platz. Sie können sie mit einfachsten Mitteln herstellen und sogar auf einem Balkon platzieren.

Dosenbienen

Eine Konservendose, gefüllt mit Bambusstängeln, lässt sich in kurzer Zeit herstellen - auch eine schöne Bastelaktion für Kinder. An einer sonnigen Wand waagerecht platziert, lockt sie vor allem im Frühjahr meist nach wenigen Tagen erste Wildbienen an. Selbst auf Balkonen in höheren Stockwerken kann man damit Erfolge erzielen. Statt Bambus kann man für die Füllung auch Stroh oder Schilf verwenden. Aber Achtung: Für diese Art der Nisthilfe eignen sich nur hohle Stängel. Markhaltige Stängel, wie solche von Brombeere oder Königskerze, werden nur dann angenommen, wenn sie aufrecht und nicht waagerecht platziert werden.

Anleitung "Hohle Stängel"

Holzklötze

Auch ein einfacher Holzklotz mit eingebohrten Löchern findet schnell Freundinnen unter den Wildbienen. Damit der Nachwuchs der Bienen dort möglichst gut gedeiht, ist es ratsam, bei der Fertigung einige Hinweise zu beachten:

Bitte verwenden Sie nur Hartholz. Hierzu zählen neben Buche und Esche auch Ahorn, Ulme, Hainbuche, Robinie und Obstgehölze. Nadelhölzer und andere Weichhölzer fransen aus und können schnell zu Verletzungen der Flügel führen. Eiche wird allerdings aufgrund der Gerbstoffe nicht ganz so gerne angenommen, wie die anderen Hölzer. Das Holz sollte, damit sich keine Risse bilden, gut abgelagert und trocken sein. Bitte nutzen Sie keinen chemischen Holzschutz zur Verbesserung der Haltbarkeit. Vergiftungsgefahr für Wildbienen!

Für nutzbare Gänge sollten Bohrungen von zwei bis neun Millimetern Durchmesser (in der Mehrzahl drei bis sechs Millimeter) und einer Tiefe von möglichst zehn Zentimetern vorgenommen werden. Damit es nicht zu Verletzungen der feinen Flügel der Tiere kommt, sollten die Löcher möglichst sauber ausgebohrt und Splitter im Eingangsbereich, also an den Rändern der Löcher, mit Schleifpapier beseitigt werden. Auch die Bohrrichtung im Holz ist entscheidend. Bitte bohren Sie nur quer zur Maserung. Ansonsten können sich leicht Risse bilden, über die Feuchtigkeit und damit Schimmel in die Brutröhren gelangen kann und den Nachwuchs gefährdet.

Tipp: Um möglichst kostengünstig an das gewünschte Holz zu kommen, kann man in Schreinereien, Baummärkten und Forstbetrieben nachfragen, ob es entsprechende Abfallstücke gibt.

Schon gewusst?
Der Nestverschluss verrät, welche Wildbiene dahinter ihren Nachwuchs verborgen hat.

Hilfen für die Bestimmung der Nestverschlüsse von Wildbienen

Lehmsteine

Es gibt eine ganze Reihe von Wildbienen, die ihre Nester in Lehmwände graben. Daher stellen Hohlsteine, große Dosen oder Holzkisten, gefüllt mit Lehm, eine gute Ergänzung des Nistangebotes dar. Um grabbares Material zu erhalten, können Sie Lehm oder Lehmputz aus dem Baumarkt in Wasser auflösen und im Verhältnis von etwa eins zu zehn mit Sand mischen. Wichtig ist, dass nach dem Trocknen eine nicht zu harte Konsistenz erreicht wird, da ansonsten die Kraft der Bienen nicht ausreicht, um Gänge zu graben.

Das Material wird in einen Behälter mit einer Tiefe von mindestens 15 Zentimetern gefüllt. Mit einem Stift oder Hölzchen können Sie einige Löcher, möglichst mit einer Tiefe von fünf Zentimetern, vorfertigen. Waagerecht aufgestellt werden sich hier bald entsprechende Bewohner einstellen.

Der Lehm wird übrigens von einer ganzen Reihe von Wildbienenarten als Baumaterial genutzt. Selbst wenn also keine Bienen hier direkt siedeln, erfüllt der Lehmstein eine wichtige Funktion.

Achtung:
Bitte mischen Sie kein Stroh in das Gemisch. Es erschwert die Grabtätigkeit der Bienen enorm. Daher wird eine solche Nisthilfe meist nicht besiedelt.

Sandkisten

Nicht alle Wildbienen nutzen die genannten oberirdischen Strukturen. Fast zwei Drittel aller Arten graben ihre Nester in den Boden. Deswegen ist es sinnvoll, für diese Arten offene, möglichst sandige Böden in sonnigen Bereichen anzubieten.

Hierzu können Sie zum Beispiel durch Abtragen der Vegetation mit dem Spaten einen "offenen" Boden herrichten. Oder Sie füllen einen Blumentopf mit bindigem Sand (bitte keinen Sandkastensand).

Bei letzterem ist es wichtig, dass ein Ablauf vorhanden ist, damit sich bei Regen keine Staunässe bilden kann. Am Besten versehen Sie den Boden des Topfes mit ein paar Löchern und füllen in den unteren Bereich etwas Kies ein. So ist sichergestellt, dass der darüberliegende Sand trocken bleibt.

Auch in mit Sand gefüllten Pflasterritzen können Wildbienen geeignete Bereiche zum Graben finden. Besonders gut ist es, wenn die Fugen dazu etwas breiter angelegt werden.

Die richtige Standortwahl

Ob es sich um eine große Nistanlage oder kleine Nisthilfen handelt: Wichtig für den Bruterfolg ist immer auch der richtige Standort. Daher sollte er mit Bedacht gewählt werden. Folgende Regeln helfen bei der Auswahl:

  • Platzieren Sie die Nisthilfe an einem sonnigen Ort mit Ausrichtung nach Südosten. Durch die Besonnung wird die Entwicklung der Wildbienen gefördert.
  • Stellen Sie die Nisthilfe möglichst regensicher auf oder schützen Sie sie durch ein kleineres Dach. Zu viel Feuchtigkeit führt zu Schimmelbildung und damit dem Tod der Brut.
  • Die Nisthilfe muss fest verankert sein und darf beispielsweise nicht im Wind pendeln.
  • Keine Angst vor den Wildbienen. Sie sind friedfertig und für den Menschen nicht gefährlich. Daher kann man eine Nisthilfe auch sehr nah an genutzten Bereichen anbringen.
  • Um die vollständige Entwicklung der Wildbienen zu ermöglichen, ist es erforderlich, die Nisthilfe permanent draußen zu belassen. Der Nachwuchs überwintert nämlich dort und schlüpft erst im Frühling. Auch erwachsene Tiere suchen in den Röhren Schutz.

Das richtige Material

Generell gilt für alle Nisthilfen: Bitte verwenden Sie nur Materialien, die auch in der Natur vorkommen, wie zum Beispiel Holz, Bambus, Stroh, Ziegel oder Lehm. Loch- und Hohlziegelsteinen, Ytongsteine, aber auch Kieferzapfen, Rindenstücken Hackschnitzel und Moos in einer Nisthilfe dienen nur als unnützes Füllmaterial. Wildbienen und andere Insekten werden Sie hier in der Regel nicht antreffen. Daher verzichten Sie bitte auf solche Elemente 

Achtung:
Plastik, Plexiglas und Glas sind zu wenig luftdurchlässig. Die Bienen beginnen hier zwar mit der Brut, durch Verpilzung wird diese jedoch nicht groß.

Vielseitige Nisthilfen bei größerem Platzangebot

Verfügen Sie über mehr Platz, zum Beispiel auf einem Schulgelände, im Bereich einer Kindertagesstätte oder in einem Garten, lassen sich auch verschiedene Nisthilfen zu einem größeren "Insektenhotel" kombinieren.

Hiermit helfen Sie nicht nur einer großen Anzahl an Arten; es bieten sich auch hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten: Neben Bienen, die Pollen eintragen oder ihr Nest verschließen, bekommen Sie auch die am Rande lauernden Parasiten zu Gesicht.

Immer auf der Lauer warten zum Beispiel Keulhornwespen auf eine günstige Gelegenheit, ihre Eier in fremde Nester zu legen.

Auch für das Nistplatzangebot gilt, dass ein kleines Stückchen Wildnis meist auch geeignete Strukturen zur Aufzucht des Nachwuchses bietet, ob als offener Boden, in Form von abgestorbenen Stängeln oder von Hohlräumen.

Weitere Beispiele für Nisthilfen Insektenhotels Viele Infos und Anschauungsmaterial zu Wildbienen und Nisthilfen

Baumaterial für ein sicheres Heim

Zwar benötigen Wildbienen als Grundvoraussetzung für die Aufzucht des Nachwuchses einen geeigneten Nistplatz. Diesen bauen sie aber auf unterschiedlichste Weisen aus. Dazu werden, je nach Art, völlig unterschiedliche Materialien benötigt: Harz, Sand, Lehm, Blätter, Pflanzenwolle oder sogar pflanzliche Öle. Die Materialien dienen nicht nur dem Nestverschluss. Die einzelnen Brutkammern werden auch damit ausgekleidet, um beispielsweise Schimmelbildung einzudämmen.

Sind naturnahe Strukturen vorhanden, ist die Versorgung mit diesen Materialien meist gegeben.

Neue Lebensräume für Wildbienen in Köln

Das Insektensterben ist in aller Munde und hat nach neusten wissenschaftlichen Untersuchungen ein gravierendes Ausmaß erreicht. Da jeder Quadratmeter naturnah begrünter Fläche, ob klein oder groß, ebenerdig oder in Hochlage, unseren heimischen Wildbienenarten und anderen Insekten das Überleben erleichtert, ist es wichtigstes Ziel des Projektes, im gesamten Stadtgebiet in Kooperation mit verschiedensten Partnerinnen und Partnern neue Lebensräume anzulegen. Die ersten neu geschaffenen Bereiche stellen wir hier vor.

Da auch sehr kleine Flächen, selbst auf Balkonen, helfen, möchten wir auch alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen, sich zu beteiligen. Machen Sie mit und schaffen auch Sie neue Wildbienenrefugien aus Futterpflanzen und geeigneten Nisthilfen. Belohnt werden Sie nicht nur mit herrlichem Summen, bunten Blüten und einer guten Ernte, Sie tragen auch dazu bei, unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Um zu sehen, wie die blütenreichen Flächen in der Stadt wieder wachsen, freuen wir uns auf die Einsendung Ihrer Aktionen. Alle Lebensräume, die uns mit Bild und Beschreibung zugeschickt werden, werden wir hier vorstellen und damit zeigen, wie Köln zunehmend wieder bunter wird.

Unsere "Wildbienenkarte" zeigt Standorte der durch unsere Kampagne "Wildbienenschutz aktiv - ganz Köln macht mit" bisher angelegten neuen Lebensräume für Wildbienen in Köln.

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Wildbienenkarte
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Kölner Zoo

Auf der Rückseite des Elefantenparks zu den Löwen hin ist der erste neue Lebensraum für Wildbienen geschaffen worden. Da die Nahrung für Wildbienen das wichtigste Element darstellt, wurde nicht nur eine Wildbienennisthilfe installiert, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft auch auf etwa 50 Quadratmetern naturnahe Staudenbeete angelegt. Das Angebot wird durch ein weiteres Staudenbeet von 10 Quadratmetern am Elefantenteich und 15 Quadratmetern Wildwiese am Löwengehege ergänzt.

Aber auch im übrigen Zoogelände findet man inzwischen vermehrt heimische Blumen. Noch sind die zahlreichen Hohlräume in Holz, Bambus und Stein nicht bewohnt.

Spätestens, wenn die Blüten der Pflanzen sich öffnen, wird jedoch die eine oder andere Wildbiene die neuen Räumlichkeiten beziehen. Erste Arten, wie die gehörnte Mauerbiene und die Frühlingspelzbiene konnten schon gesichtet werden.

Eine bunte Tafel informiert über die faszinierende Vielfalt der Wildbienen und darüber, wie wichtig ihr Schutz auch für uns Menschen ist.

Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff

Das Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide wird auf einer Fläche von 40 Hektar seit vielen Jahren vom BUND Köln gepflegt, mit dem Ziel, die gefährdeten Offenlandarten zu erhalten. Die wertvolle Sand- und Heidevegetation wird durch nachhaltige Maßnahmen vor Verbuschung geschützt und die Akzeptanz des Betretungsverbotes für bestimmte Bereiche durch Veranstaltungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit erhöht. So bietet die Fläche wichtigen Lebensraum vor allem für die sonst im Stadtgebiet eher seltener auftretenden Arten. Im Bereich der Wildbienen können im zeitigen Frühjahr an den Wegrändern unter anderem Weidensandbienen und Frühlingsseidenbienen beim Nestbau beobachtet werden und im Herbst zeigt sich dann die seltene Heidesandbiene. Dieser Nahrungsspezialist kann ausschließlich den Pollen des Heidekrauts als Futterpflanze nutzen. Wie wertvoll die Dellbrücker Heide für die Artenvielfalt ist, zeigt sich schon darin, dass alleine auf diesem Gebiet 72 verschiedene Wildbienenarten gefunden werden konnten, von denen eine ganze Reihe nur in diesem speziellen natürlichen Lebensraum überleben können.

Der Erhalt dieses bedeutenden Gebietes kann jedoch nur gelingen, wenn die Schutzbestimmungen respektiert werden. Dazu gehört auch das Betretungsverbot bestimmter Bereiche und die Anleinpflicht von Hunden.

Balkonbienen in Heimersdorf

© Christina Keles
© Christina Keles
© Christina Keles

Kleinvieh macht auch Mist, dachte sich Christina Keles und wandelte ihren Balkon kurzerhand in ein kleines Wildbienenparadies um. Mit drei Nisthilfen einer kleinen Weide, die als erste Nahrung im Jahr für viele Wildbienenarten unersetzlich ist, schuf sie eine kleine Oase, die auch schon fleißig von der Gehörnten Mauerbienen besiedelt wird.

Im Sommer werden die typischen Balkonpflanzen durch Stauden wie Fingerhut, Lavendel und Sonnenblumen ersetzt, um auch die nachfolgenden Wildbienen und Hummeln satt zu machen.

Grünpatenschaft an der Gustav-Cords-Straße in Köln-Nippes

Wie man ohne eigenen Garten Wildbienenschutz betreiben kann, zeigt sich an der Gustav-Cords-Straße inKöln-Nippes. Michael Lakermann pflegt hier seit einigen Jahren einen kleinen öffentlichen Grünbereich über eine Grünpatenschaft. Zunächst wurde eine wildbienengerechte Einsaat vorgenommen und seitdem wird die Fläche als blumenreiche Wiese liebevoll gepflegt. Die inzwischen erreichte bunte Vielfalt zeigt den Erfolg dieser Aktion. Um den Hundebesitzerinnen und -besitzern einen Rundgang zu ermöglichen und so die Akzeptanz der Wiese zu erhöhen, wurde ein Streifen Scherrasen im Randbereich belassen. Zusätzlich klärt ein Schild über die Bedeutung dieser Strukturen auf.

Inzwischen stellt die Fläche einen guten Lebensraum für Arten wie die Rote Mauerbiene, die Gehörnte Mauerbiene und die Gemeine Seidenbiene dar.

In Bezug auf Nisthilfen wird hier der Fokus auf die bodenbewohnenden Arten gelegt. Ein kleiner Sandbereich soll ihnen den Nestbau ermöglichen. Vielleicht kann man hier schon bald die Graue Sandbiene beobachten. Bei der Gestaltung der Fläche werden auch andere ökologische Aspekte berücksichtigt. Ein gepflegter Brennnesselsaum im Übergangsbereich zur Hecke bietet nicht nur Lebensraum und Nahrung für viele weitere Insektenarten sondern unterstreicht, dass man auch eine allgemein eher unbeliebte, aber ökologisch wichtige Pflanze ansprechend in eine solche Fläche integrieren kann, ohne dass es zu Verwilderungserscheinungen kommt.

Wohnanlage Kottenforststraße 4 in Köln-Zollstock

Mit Hilfe einer umfassenden Beratung und tatkräftigen Unterstützung bei der Umsetzung durch den BUND Köln konnte ein Teil der Außenanlagen in der vom Amt für Wohnungswesen betriebenen Wohnanlage an der Kottenforststraße ökologisch hochwertig gestaltet werden. Hierzu gehörten nicht nur das Anpflanzen von Obstgehölzen und das Anlegen von Gemüsebeeten; es wurden auch Zwiebelpflanzen gesetzt und eine 220 Quadratmeter große Wildblumenwiese angelegt. Hier blühen nun unter anderem Malve, Habichtskraut, Gundermann, wilde Karde und Schafgrabe.

An der Insektennisthilfe zeigt sich bereits der erste Erfolg der bunten Blütenpracht.

Dort kann man neben der Gehörnten Mauerbiene auch die Hahnenfußscherenbiene beobachten. Auch die Vogelwelt profitiert von den Maßnahmen: Neben Buchfink und Meisen konnte auch der Haussperling gesichtet werden.

Forstbotanischer Garten

Im Forstbotanische Garten steht eigentlich der Wald im Vordergrund. Dennoch konnte innerhalb dieser Parkanlage ein geeigneter Platz von etwa 120 Quadratmetern gefunden werden, um einen kleinen Wildbienenlebensraum zu schaffen.

Auf ein paar hundert Quadratmeter wurde eine geeignete Wieseneinsaat getätigt und ein Staudenbeet gepflanzt. Einige früh blühende Sträucher wie Weiden und Heckenrose ergänzen das Nahrungsangebot. Als Nisthilfe wurde nicht nur ein Bereich für die Stängelbewohnenden Arten geschaffen, sondern auch ein Sandbereich angelegt und ein Totholzstumpf belassen.

Neben der Frühlingspelzbiene und der Roten Mauerbiene kann man gespannt sein, ob hier durch den angrenzenden Gehölzbestand nicht auch die Waldpelzbiene eine Heimat findet. Morsches Holz zum Nisten müsste sie genügend finden und mit dem Einpflanzen von Lippenblütlern wurde auch ihre Nahrungsvorliebe berücksichtigt. In der Nachbarschaft wurde sie jedenfalls schon gesichtet.

Finkens Garten

In unserem Auftrag legt hier der Gärtnermeister Marcus Nitzsche auf 80 Quadratmetern eine Fläche an, auf der Wildbienen besonders gefördert werden. Neben der Pflanzung heimischer Stauden wie Lungenkraut und Glockenblume wird auf einer Teilfläche eine speziell für Wildbienen geeignete Wildwiesenmischung eingesät und ein Sandbereich für bodennistende Arten angelegt. Auch eine weitere Weide wird gepflanzt. Diese Maßnahmen sollen das bereits bestehende Pollen- und Nektarangebot aus den vielfältigen Obstgehölzen und den Blüten der anderen Wiesenbereiche sinnvoll ergänzen und gute Beobachtungsmöglichkeiten für die Besucherinnen und Besucher bieten.

Insbesondere die hier täglich geführten Kindergartengruppen können so an den Wildbienenschutz herangeführt werden. Eine Informationstafel wird zukünftig zusätzlich über Wildbienen und ihren Schutz informieren.

Neben der Frühligspelzbiene können auch bereits die Fuchsrote Sandbiene, die Hahnenfußscherenbiene und die Rotschopfige Sandbiene gut beobachtet werden. Ob wohl auch die Blauschwarze Holzbiene ihren Weg hierher findet?

Thurner Hof

Auf dem Thurner Hofes betreibt seit fast 30 Jahren eine ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft von Gärtnerinnen und Gärtern, Imkerinnen und Imkern die Pflege und Unterhaltung eines Biogartens, der nicht nur Staudenbeete, sondern auch Gemüse- und Kräuterbeete und eine Obstwiese umfasst. Mehr als 500 Pflanzenarten bieten der Insektenwelt einen vielfältigen Lebensraum. So konnte sich auch ein Hornissennest etablieren.

Zur speziellen Förderung der Wildbienen wurde mit unserer finanziellen Unterstützung die Obstwiese mit einer besonders geeigneten Saatgutmischung eingesät und eine zweite Insektennisthilfe aufgestellt.

Ab 2018 soll hier mit einer Infotafel den Besucherinnen und Besuchern der Wildbienenschutz anschaulich vermittelt werden. Neben der Frühlingspelzbiene und ihrer "Kuckucksbiene", der Gemeinen Trauerbiene, die schon in diesem Jahr beobachtet werden konnten, sind wir gespannt, welche Arten sich noch hier wohlfühlen. Sicherlich wird zu ihnen auch die Sechsbindige Furchenbiene zählen. Übrigens gibt der Thurner Hof gerne wildbienengerechte Pflanzen an Interessierte ab.

Schulgelände am Großen Griechenmarkt in Köln-Innenstadt

Mitten in der Stadt entsteht auf etwa 650 Quadratmetern eine Wildwiese mit Obstbäumen und Beerensträuchern sowie Nisthilfen für Wildbienen. Auch ein kleines Kräuter- und Gemüsebeet ist geplant. Auf diese Weise soll nicht nur den Wildbienen geholfen werden; auch die "Essbare Stadt" soll präsent sein. Die Ernte soll dabei im Rahmen des Schulbetriebs verwendet werden. Durch intensive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler in Küche und Garten werden diese berufsorientiert im Bereich Gastronomie und im Gartenbau gefördert. Mit den Arbeiten wurde Ende 2017 begonnen. In Bezug auf die Wildbienen kann man gespannt sein, welche Arten sich hier einfinden werden.

Als eine der ersten wird sicherlich die Gehörnte Mauerbiene auftauchen. Da aber auch Johannisbeeren gepflanzt werden, findet vielleicht auch die Fuchsrote Sandbiene ihren Weg hierher. Schließlich sind die Blüten dieser sauren Beere ihre Lieblingsspeise. Und lässt man ein paar Kräuter durchblühen, werden auch die Maskenbienen bestimmt nicht fehlen.

Gemeinschaftsgrundschule Riphahnstraße in Köln-Chorweiler

© Stadt Köln
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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Die Schule liegt innerhalb eines dicht besiedelten Sozialraums, wo nur wenige Grünstrukturen vorhanden sind. Um den Kindern dennoch ein wenig Naturerfahrung bieten zu können, werden zurzeit zwei terrassierte Bereiche in einen Wildbienenlebensraum umgewandelt. Dafür wurde in einer Aktion von Ford-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern im Rahmen des Community Involvement die dort vorhandene Ziergrasanpflanzung beseitigt und wird nun sukzessive durch eine Wieseneinsaat, einzelne kleine Bäume, Beerensträucher und für Wildbienen geeignete Stauden ersetzt. Auch das Füllmaterial für die Nisthilfe wurde schon gefertigt. Der abgeschlossene Bereich soll nach Fertigstellung in den Unterricht integriert werden und dabei wertvolle Anschauung für ökologische Zusammenhänge bieten. Einen ersten Auftakt könnte die Projektwoche im Frühling 2018 bilden.

Wir sind schon gespannt, welche Bienen zuerst ihren Weg auf das Schulgelände finden. Ob auch die Rotschopfige Sandbiene unter ihnen sein wird? Zumindest findet sie hier demnächst ihre Lieblingsspeise, die Johannisbeere.

Regenbogenschule in Köln-Dellbrück

© Stadt Köln
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
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Im Rahmen des Schulgartenwettbewerbs 2017 der Messe Köln unter dem Motto "Wer baut das beste Insektenhotel" machte sich die Offene Ganztagsschule ans Werk, ein solches zu kreieren. Dabei wurde nicht nur die Gestaltung mit viel Einfallsreichtum vorgenommen, es wurden auch alle fachlichen Anforderungen berücksichtigt. Dazu gehörte nicht nur die Ausgestaltung der Nisthilfe, sondern auch die Anpflanzung von Nahrung in Form einer blütenreichen Staudenflur. Immerhin konnte mit der Arbeit der zweite Platz errungen werden. Mit Unterstützung des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes wurde anschließend das Nahrungsangebot noch um einen Wildwiesenbereich ergänzt.

Inzwischen konnten neben der Frühligspelzbiene auch Mauerbienen und die Rotschopfige Sandbiene bereits gesichtet werden. Aber bei dem Angebot werden sich sicherlich schnell weitere Arten einstellen.

Westfriedhof

© Stadt Köln
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© Stadt Köln/Betina Küchenhoff

Nach dem Vorbild des Nordfriedhofs wird auch auf dem Westfriedhof gemeinsam mit dem NABU Stadtverband Köln eine Optimierung der Freiflächen in Bezug auf den Wildbienenschutz umgesetzt. Zu diesem Zweck wurden bereits kleinräumige Aussaaten vorgenommen und eine größere Blumenwiese angelegt, die das Blühangebot über die gesamte Friedhofsfläche anreichern sollen. Zur Verbesserung des Nistplatzangebots wurde neben einer großen Nisthilfe an der Wiese neben der Trauerhalle auch am Haupteingang Venloer Straße und am Eingang Westendstraße jeweils eine kleinere Konstruktion installiert.

Geplant ist, die Wechselbepflanzung zumindest in Teilen mehr an den ökologischen Erfordernissen auszurichten und so vorrangig ungefüllte, nektar- und pollentragende Arten zu verwenden. Über das Angebot werden sich sicherlich die Mauerbienen, die Gartenblattschneiderbiene und die Große Wollbiene freuen.

Nordfriedhof

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff

Schon seit einigen Jahren entwickelt das Friedhofsteam in Zusammenarbeit mit dem NABU Köln an verschiedenen, sonnigen Standorten mehrere Wildblumenwiesen. Im Frühjahr erfreuen hier Löwenzahn, Gänseblümchen, Ehrenpreis, Wiesenschaumkraut und Hahnenfuß den Gaumen der Wildbienen. Im Sommer werden diese von Hornklee, Flockenblume, Dost, Habichtskräutern und Pippau abgelöst. Das laute Summen verrät schnell, dass mit dem Aufblühen der ersten Wiesenkräuter eine große Zahl verschiedener Wildbienenarten die Flächen bevölkert. Unter anderem können die Rote und die Gehörnte Mauerbiene, die Frühlingspelzbiene und die Hahnenfußscherenbiene hier gesichtet werden.

Zur Verbesserung des Nistangebotes für diese Arten wurden an verschiedenen Stellen kleine Nisthilfen aufgestellt. Hier lassen sich die Tiere hervorragend beobachten. Das Gitter dient übrigens als Schutz vor Vögeln. Diese erquicken sich ansonsten mit Vorliebe an der dargebotenen Kost, indem sie die Bienenbrut aus den Nistgängen picken. Einige der auf dem Nordfriedhof zu findenden Arten nisten jedoch im offenen Boden. Ein Beispiel hierfür ist die Gesellige Sandbiene. Auch diese Art findet auf dem weiträumigen Friedhofsgelände genügend günstige Plätze. Geht man mit offenen Augen und Ohren über das Gelände, kann man die Gesellige Sandbiene manchmal sogar mit ihren parasitischen Kuckucksbienen, den Wespenbienen, beobachten.

Gesamtschule Rodenkirchen

Die Gesamtschule Rodenkirchen ist eine große, bis zu achtzügige Schule. Bei der Planung des modernen Schulgebäudes wurden Flächen für einen Schulgarten nicht vorgesehen. Im Außenbereich befinden sich nur sehr kleine und standörtlich ungünstige Flächen zum Selbstgestalten. Dafür wurde die Schulgarten-AG auf der begrünten Dachterrasse fündig. Die Dachterrasse war bisher mit einer recht artenarmen Mischung verschiedener Stauden und Kleingehölze bepflanzt. Die Schülerinnen und Schüler haben im Herbst 2017 auf einer Fläche von etwa acht Quadratmetern den bisherigen Bewuchs entfernt und eine Mischung aus über 30 verschiedenen Arten gepflanzt.

Die Arten, Zwiebelpflanzen, Wildstauden und Zwerggehölze, wurden nach ihrer Standorteignung (trocken, mager, flachgründig, vollsonnig) und ihrem Wert als Wildbienenfutterpflanze ausgewählt. Im Fachbereich "Technik" wurde in 2017 eine Wildbienen-Nisthilfe gebaut und auf der Dachterrasse aufgestellt. Diese müssen allerdings noch an die neusten Erkenntnisse der Wildbienenbiologie angepasst werden. Aber alle sind schon sehr gespannt auf die ersten Blüten und ihre Besucherinnen und Besucher.

Gemeinschaftsgrundschule Schmittgasse

Wer an einen Bauerngarten denkt, hat eine viereckige Fläche vor Augen, die aufgeteilt ist in vier gleich große Teilflächen und die mit kurz geschnittenen Buchsbaumhecken umsäumt sind. Dazwischen befinden sich Wege und in der Mitte ist ein kleiner Platz. In den Beeten wachsen Gemüse und ein paar prächtige Bauerngartenblumen. Warum nicht mal den Bauerngarten neu interpretieren - als Wildbienen-Bauerngarten?! So geschehen an der GGS Schmittgasse. Mit finanzieller Unterstützung von Fielmann und tatkräftiger Hilfe der Kinder der Schulgarten-AG, von Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der OGS sowie mit Hilfe des BUND Köln wurde ein Teil des Schulgartens als Bauerngarten angelegt.

Doch statt einer Buchsbaumhecke haben die Kinder eine Hecke mit vielen verschiedenen blühenden Zwerg- und Halbsträuchern gepflanzt. In den Beeten befinden sich Wildstauden, Kräuter und viele Frühjahrsblüher - insgesamt über 50 verschiedene Arten, so dass von Februar bis November immer etwas blüht. Um das Nahrungsangebot weiter zu ergänzen hat die AG Kirschbäume, Wildrosen und Weiden heimische Bäume gepflanzt, die für Wildbienen besonders interessant sind. Eine Nisthilfe ist auch schon in Planung. So entsteht bald auf dem Schulgelände ein kleines Wildbienen-Paradies.

NABU Streuobstwiese ("Fährwiese")

In unmittelbarer Nähe zum Fähranleger in Köln-Langel pflegt der NABU Stadtverband Köln seit vielen Jahren eine städtische Streuobstwiese. Auf der Fläche befinden sich knapp 40 Obstbäume und sie liegt eingebettet in das landwirtschaftlich intensiv genutzte Deichhinterland südlich von Worringen. Um die ökologische Wertigkeit der Fläche zu erhöhen und für Wildbienen auch nach der Obstblüte genügend Nahrung anzubieten, hat der NABU 2016 damit begonnen, die Mahd der Wiese nach ökologischen Gesichtspunkten durchzuführen. So konnten zahlreiche standortheimische Wildblumen wieder angesiedelt werden.

Auch eine neu gepflanzte Wildstrauchhecke bietet wichtigen Lebensraum, nicht nur für die Wildbienen. Eine von Seiten des Umweltamtes finanzierte Insektennisthilfe rundet die Aufwertung ab. Neben der Rostroten Mauerbiene und der Gehörnten Mauerbiene, werden durch die Maßnahmen hoffentlich auch verschiedene Sandbienen, wie etwa die Dicke Sandbiene oder die Rotschopfige Sandbiene, zu den zukünftigen Bewohnerinnen zählen.

Aachener Wiese - eine Stadtwiese entsteht

An der Kreuzung Aachener Straße und Innere Kanalstraße hat der NABU Stadtverband Köln anstelle des alten Parkrasens in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege 2016 auf 2.500 Quadratmetern eine Wildblumenwiese angelegt. Die Pflege der Wiese erfolgt extensiv und unter ökologischen Gesichtspunkten. Nach einem Jahr hat sich hier bereits ein Meer aus Margeriten, Moschusmalven, Natternkopf und vielen weiteren Wiesenpflanzen entwickelt und ist so zu einem Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten geworden. Eine von uns finanzierte Wildbienennisthilfe sorgt zudem für dringend benötigten Wohnraum für Mauerbienen, Scherenbienen et cetera.

Wir können gespannt sein, ob in den nächsten Jahren auch die Natternkopf-Mauerbiene ein Stelldichein geben wird - Natternkopf findet sie auf der Aachener Wiese mittlerweile genug.

MoMo Garten der Universität zu Köln (Biologiedidaktik)

© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
© Kathrin Oeser
© Anne Germund

Auf dem Campus Nord der Universität zu Köln liegt seit 2015 der Modulare Modellgarten (MoMo) der Biologiedidaktik. Schon im Frühjahr zieht dort die Blüte der Kopfweiden die ersten Wildbienen an, später im Jahr tummeln diese sich an den Blüten der Mispel. Um das Nahrungsangebot zu erweitern, wurde zusätzlich eine Wildblumenwiese angelegt. Die Wiese wird ein bis zwei Mal im Jahr durch einen ehrenamtlichen Helfer von Hand gesenst. So wird sichergestellt, dass sie nicht nur zur richtigen Zeit geschnitten wird, sondern über die Jahre auch immer stärker abmagert und dadurch die Artenvielfalt an Blumen und somit das Nahrungsangebot für Wildbienen wächst. An verschiedenen Stellen im Garten wurden außerdem Stauden und Kräuter angepflanzt. So blühen übers Jahr verteilt unter anderem Muskatellersalbei, Fetthenne, Türkenmohn, Jakobsleiter, Blutweiderich, Steinquendel, Beinwell und Ysop und ziehen verschiedene Wildbienenarten an. Bei der Auswahl der Stauden wurde darauf geachtet, dass keine Trachtlücke entsteht, sondern das ganze Jahr Blüten und damit Nahrung vorhanden sind. Für ausreichend Nistmöglichkeiten sorgt das Insektenhaus. Damit das Thema Insektenschutz anschaulich in die Bildungseinrichtungen getragen wird, erfolgt die Bestückung gemeinsam mit den Studierenden und Schulklassen im Rahmen von Kursen oder an Projekttagen. Dabei werden auch die im Boden nistenden Arten berücksichtigt. Bislang wurden bereits über 20 verschiedene Arten von Hautflüglern im Garten gesichtet. Unter ihnen sind die gewöhnliche Löcherbiene, die Rostrote Mauerbiene und die Mauer-Lehmwespe.

Wildbienenerlebnispfad

© Markus Bollen

In Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln ist am Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen in Porz ein Wildbienenerlebnispfad entstanden. Dieser wurde im Oktober 2018 eröffnet und kann jederzeit besucht werden. Acht Stationen informieren über das spannende Leben der Wildbienen, ihre Gefährdung und mögliche Schutzmaßnahmen. Verschiedene Nisthilfen sowie ein umfangreiches Angebot an heimischen Pollen und Nektar tragenden Blüten lassen viele Arten von Ende Februar bis Ende September unmittelbar erleben. Fragen wie "Was machen Wildbienen im Winter?" oder "Was ist Oligolektie? lassen sich nach einem Besuch des Erlebnispfades leicht beantworten.

Der Wildbienenlehrpfad wurde mit Unterstützung der "HIT Umweltstiftung" und der Firma "HolzCity" finanziert.

Gut Leidenhausen

Wildbienen und Artenschutz

Wildbienen sind - ebenso wie Hornissen und Hummeln - durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Nester dieser Arten dürfen nur in Ausnahmefällen umgesiedelt oder vernichtet werden.

Artenschutz

Kontakt

Für Fragen und Anregungen zum Wildbienen-Projekt stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer 0221 / 221-22770 oder per E-Mail zur Verfügung.

E-Mail
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Wollbiene
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Zaunrübensandbiene
© Stadt Köln/Betina Küchenhoff
Gemeine Trauerbiene