Allgemeines über Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete erfordern gemäß Bundesnaturschutzgesetz (§ 23 BNatSchG) den besonderen Schutz von Natur und Landschaft und sind bedeutende Flächen zur Erhaltung der Artenvielfalt. Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebiets oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, sind daher verboten.

Naturschutzgebiete in Köln

22 Naturschutzgebiete (NSG's) sind aktuell durch den rechtskräftigen städtischen Landschaftsplan unter Schutz gestellt. Dabei wurden einige Schutzgebiete bereits vor Jahrzehnten ausgewiesen wie zum Beispiel der Thielenbruch 1969, der Stöckheimer See und die Baadenberger Senke 2011. Obwohl jedes Naturschutzgebiet seine besonderen Eigenarten hat, sind viele der Schutzgebiete aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte, in ihrer Biotopausstattung und der Art des Biotopmanagements vergleichbar und können daher in Kategorien unterteilt werden.

  • Naturschutzgebiete der Rheinauen
  • Ehemalige Kiesgruben als Sekundärlebensräume für Tiere und Pflanzen
  • Gewässer und Sonderstandorte
  • Waldgebiete, Heide und Bruch

Lage der Naturschutzgebiete in Köln

© Stadt Köln
  • N1 Rheinaue Langel–Merkenich, Chorweiler
  • N2 An der Ziegelei, Chorweiler
  • N3 Worringer Bruch, Chorweiler
  • N4 Rheinaue Worringen-Langel, Chorweiler
  • N5 Am Godorfer Hafen, Rodenkirchen
  • N6 Kiesgruben Meschenich, Rodenkirchen
  • N7 Am Vogelacker, Rodenkirchen
  • N8 Scheuerbachsenke, Porz (ist entfallen, da in den Landschaftsplan Wahner Heide überführt)
  • N9 Thielenbruch und Thurner Wald, Mülheim
  • N10 Fittarder Rheinaue, Mülheim
  • N11 Am Grünen Kuhweg, Mülheim
  • N12 Am Hornpottweg, Mülheim
  • N13 Am Ginsterpfad, Nippes
  • N14 Kiesgrube Wahn, Porz
  • N15 Kiesgruben Paulsmaar, Porz
  • N16 Oberer Mutzbach, Mülheim
  • N17 Langeler Auwald, Porz
  • N18 Kiesgrubenseen Gremberghoven, Porz
  • N19 Wahner Heide, Porz
  • N20 Königsforst, Porz
  • N21 Chorbusch, Chorweiler
  • N22 Baadenberger Senke, Stöckheimer See, Chorweiler
  • N23 Dellbrücker Heide, Mülheim
Übersichtskarte Naturschutzgebiete
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Die Naturschutzgebiete der Rheinauen

Die Naturschutzgebiete der Rheinauen wurden im Landschaftsplan vor allem wegen der noch vorhandenen naturnahen Auenbereiche mit Resten des Silberweidenwaldes, Röhricht- und Hochstaudenbeständen sowie Schlamm- und Kiesbänken und der Abgeschiedenheit als Refugium für gefährdete Vogelarten unter Schutz gestellt. Durch den Rhein als Vogelzuglinie sind die Gebiete wichtige "Trittsteine" und von besonderem Wert als Brut-, Rast- und Überwinterungsbiotop, insbesondere für Watt- und Wasservögel.

Naturschutzgebiete der Rheinauen:

  • NSG 1 Rheinaue Langel- Merkenich
  • NSG 4 Rheinaue Worringen-Langel
  • NSG 10 Flittarder Rheinaue
  • NSG 17 Langeler Auwald rechtsrheinisch

Ehemalige Kiesgruben als Sekundärlebensräume für Tiere und Pflanzen

Durch intensive ehemalige Abgrabungstätigkeiten von Kiesen und Sanden entlang der Rheinschiene befinden sich auch innerhalb des Kölner Stadtgebietes diverse Stillgewässer. Die Abgrabungsgewässer und die daran angrenzenden Flächen im Bereich der Niederterrasse stellen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten der natürlichen Flussauen und für ziehende Wasservögel einen wichtigen Ersatzlebensraum dar. Durch natürliche Verbuschung (Sukzession) verwandeln sich die ehemals offenen Bereiche stetig. Für ein Biotopmanagement, das diese offenen Flächen für die darauf spezialisierten Tiere und Pflanzen erhalten möchte, sind regelmäßige Pflegemaßnahmen mit Maschinen oder Beweidung notwendig.

Ehemalige Kiesgruben:

  • NSG 6 Kiesgrubengewässer Meschenich
  • NSG 7 Vogelacker
  • NSG 11 Am Grünen Kuhweg
  • NSG 12 Am Hornpottweg
  • NSG 13 Kiesgrube Am Ginsterpfad
  • NSG 14 Kiesgrube Wahn
  • NSG 15 Kiesgrube Paulsmaar
  • NSG 18 Kiesgrubensee Gremberghoven
  • NSG 22 Stöckheimer See, Baadenberger Senke und Große Laache
Nähere Informationen zu den Tierischen Landschaftspflegern

Waldgebiete, Heide und Bruch

© Beatrice Schumacher, Stadt Köln
  • NSG 2 An der Ziegelei 
  • NSG 3 Worringer Bruch 
  • NSG 9 Thielenbruch und Thurner Wald 
  • NSG 19 Wahner Heide 
  • NSG 20 Königsforst 
  • NSG 21 Chorbusch
  • NSG 23 Dellbrücker Heide

Sonderstandorte

  • NSG 5 Am Godorfer Hafen
  • NSG 16 Oberer Mutzbach 
Landschaftsplan der Stadt Köln Kontakt Untere Naturschutzbehöde