Bei schönem Wetter bevorzugen viele Menschen das Schwimmen in freier Natur.

Dabei wird häufig übersehen, dass das Baden in Baggerseen meist nicht gestattet ist. Gründe für das Badeverbot sind neben den folgenreichen Schädigungen der Umwelt auch die Gefahren für Ihr Leben und Ihre Gesundheit.

Das Baden in Baggerseen ist lebensgefährlich!

Immer wieder kommt es in Baggerseen in Köln und Umgebung zu Unfällen, teilweise mit tödlichem Ausgang.

Nutzen Sie zum Baden daher nur die vorgesehenen Badeseen!

Badeseen in Köln

Die Gefahren an Baggerseen

Unbefestigte oder zu steile Uferböschungen

Die Böschungen, sowohl oberhalb als auch unterhalb des Wasserspiegels, sind nicht immer standsicher. Sie können abrutschen und Menschen mitreißen oder Menschen können durch den Sog hinabgezogen werden. 

Temperaturunterschiede

Baggerseen sind teilweise sehr tief, und das Wasser wird nicht immer gut durchmischt. Schon kurz unter der Wasseroberfläche können die Temperaturen unerwartet stark absinken. Dadurch kann es zu schockartigen Lähmungen und zum Herzstillstand kommen.

Verletzungen durch Betriebseinrichtungen

Sowohl oberhalb als auch unterhalb des Wasserspiegels können sich technische Betriebseinrichtungen befinden. Auch in Baggerseen, in denen nicht mehr gearbeitet wird, können zurückgelassene Geräte oder Teile davon liegen.

Keine schnelle Hilfe

An Baggerseen gibt es keine Badeaufsicht. Rettungswagen, Helferinnen und Helfer gelangen nur schlecht an die Unfallstelle, da es keine ausreichende Zufahrt gibt. Oft werden die vorhandenen Wege zugeparkt.

Krankheiten

Die Gewässerqualität von Baggerseen wird nicht überwacht. Es gibt keine Sanitäreinrichtungen und keine Abfallentsorgung. Menschen, Tiere und Pflanzen verursachen einen großen Nährstoffeintrag, dadurch kann sich die Wasserqualität verschlechtern. Es kann zu Infektionen, Hautausschlägen und Magen-Darm-Erkrankungen kommen.

Baggerseen sind bedeutsame Naturräume

Die Kölner Baggerseen sind aufgrund ihrer großen Bedeutung als Lebensraum für gefährdete Pflanzen, Amphibien und Vögel nach dem Landschaftsplan der Stadt Köln geschützt.

Sie sind als Landschaftsschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile oder als Naturschutzgebiete festgesetzt und je nach Wertigkeit und Schutzzweck in ihrer Nutzungsmöglichkeit eingeschränkt. Die Beschränkungen reichen vom nicht erlaubten Betreten der Uferbereiche bis zum gänzlichen Betretungsverbot des geschützten Gebietes.

Das "wilde" Baden, Surfen, Sonnen oder Grillen verursacht oft massive Umweltschäden. Beispielsweise werden in Folge fehlender sanitärer Anlagen und mangelnder Abfallentsorgung die Gewässer und Uferbereiche nachhaltig verschmutzt.

Das bestehende Bade- oder sogar Aufenthaltsverbot wurde somit nicht ausgesprochen, um Ihnen den Spaß zu verderben, sondern um Sie zu schützen und den Bestand von hoch gefährdeten Pflanzen und Tieren am Rande einer Großstadt wie Köln zumindest begrenzt zu sichern.

Mit dem Verzicht auf das "wilde" Baden in diesen Gewässern schützen Sie sowohl die Natur als auch sich selbst.

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