Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Stickoxide

Grenz- und Zielwerte

Die EU-Richtlinien legen neben Mindestanforderungen an die Information der Bevölkerung auch Grenzwerte und Zielwerte fest, die innerhalb bestimmter Zeiträume überall in der EU eingehalten werden müssen. Die nachfolgende Tabelle enthält nur die wichtigsten Schadstoffe.

BezeichnungQuelleMitteilungszeitraumSchwellenwertSchwellenwert einzuhalten seit
BenzolVerkehr (Benzinmotoren) ein Kalenderjahr5 Mikrogramm pro Kubikmeter  1. Januar 2010
Feinstaub (PM10) Verkehr (insbesondere Auspuff, Abrieb, Wohnungsheizung, Industrie, Baugewerbe, biologisches Material (zum Beispiel Pollen)

24 Stunden

Grenzwert zum Gesundheitsschutz

50 Mikrogramm pro Kubikmeter

maximal 35 Überschreitungen pro Jahr

 1. Januar 2005
  

ein Kalenderjahr

Grenzwert zum Gesundheitsschutz

40 Mikrogramm pro Kubikmeter 1. Januar 2005
Feinstaub (PM2,5)ähnlich wie PM10, aber höherer Anteil an Partikeln, die durch thermische Prozesse erzeugt wurden, außerdem höherer Anteil an Ferntransport

ein Kalenderjahr

Indikator für durchschnittliche PM2,5-Exposition

20 Mikrogramm pro Kubikmeter 1. Januar 2015
  

ein Kalenderjahr

Grenzwert zum Gesundheitsschutz Stufe 1

25 Mikrogramm pro Kubikmeter 1. Januar 2015
  

ein Kalenderjahr

Grenzwert zum Gesundheitsschutz Stufe 2

20 Mikrogramm pro Kubikmeter 1. Januar 2020
 Ozon (O3)kaum Direktemission, sondern Bildung aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen; Quellen dafür sind: Verkehr, Kraftwerke, Industrie, private Haushalte; gut ein Drittel der Ozonkonzentration ist natürlichen Ursprungs

als höchster Acht-Stunden-Mittelwert eines Tages während eines Kalenderjahres an 25 Tagen im Jahresmittel

Zielwert zum Gesundheitsschutz

 120 Mikrogramm pro Kubikmeter  1. Januar 2010
  

als höchster Acht-Stunden-Mittelwert eines Tages während eines Kalenderjahres

Langfristziel zum Gesundheitsschutz

120 Mikrogramm pro Kubikmeter  -/-
  

Ein-Stundenmittelwert, aktuelle Information bei Überschreitung

Informationsschwelle

aktuelle Information bei Überschreitung

180 Mikrogramm pro Kubikmeter -/-
  

Ein-Stundenmittelwert

Alarmschwelle

aktuelle Warnung der Bevölkerung

240 Mikrogramm pro Kubikmeter -/-
Stickstoff- dioxid (NO2)Verkehr, Wohnungsheizung, Industrie und Kraftwerke

Ein-Stundenmittelwert

Grenzwert zum Gesundheitsschutz

200 Mikrogramm pro Kubikmeter maximal 18 Überschreitungen pro Jahr1. Januar 2010
  

ein Kalenderjahr

Grenzwert zum Gesundheitsschutz

40 Mikrogramm pro Kubikmeter1. Januar 2010

Rechtsgrundlagen

Weitere Informationen