Relevante Hauptlärmquellen nach EU-Umgebungslärm-Richtlinie in Köln sind alle Schienenstrecken, die Pegel von LDEN (Belastung über 24 Stunden) über 55 dB(A) oder LNight (Belastung 22 bis 6 Uhr) über 50 dB(A) verursachen.

Dabei wird unterschieden zwischen:

Schienenstrecken der Deutschen Bahn AG Schienenstrecken der Häfen und Güterverkehr Köln AG Schienenstrecken der Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Schienenstrecken der Deutschen Bahn AG

© Stadt Köln

Das Kölner Stadtgebiet verfügt über ein dichtes Netz von Schienenstrecken. Der Kölner Hauptbahnhof ist die westliche Drehscheibe des internationalen Schienenfernverkehrs. Die Kartierung des Schienenverkehrs der Deutschen Bahn AG erfolgt durch das Eisenbahnbundesamt.

Die aktuell vorliegende Kartierung in Deutschland umfasst über 16.500 Streckenkilometer der Haupteisenbahnstrecken und 70 Ballungsräume. Auf Kölner Stadtgebiet wurden alle Schienenstrecken des Bundes erfasst. Diese umfassen eine Länge von etwa 500 Kilometern.

Eisenbahn-Bundesamt: Lärmkartierung

In Köln sind durch den Schienenverkehr der Deutschen Bahn AG 210.510 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 55 dB(A) LDEN (Belastung über 24 Stunden) und 165.840 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 50 dB(A) LNight (Belastung 22 bis 6 Uhr) betroffen.

Schienenstrecken der Häfen und Güterverkehr Köln AG

Es wurden alle Schienenstrecken der Häfen und Güterverkehr Köln AG kartiert.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Schienenstrecken der Häfen und Güterverkehr Köln AG von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich frequentiert sind, da die Anzahl der Fahrten stark von der Wirtschaftslage abhängig ist.

Schienenstrecken der Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Es wurden alle Schienenstrecken der Kölner Verkehrs-Betriebe AG kartiert.

In Köln sind durch die HGK und die KVB 48.447 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 55 dB(A) LDEN (Belastung über 24 Stunden) und 37.305 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb 50 dB(A) LNight (Belastung 22 bis 6 Uhr) betroffen.

Berechnungsverfahren

Bekanntmachung der vorläufigen Berechnungsverfahren für den Umgebungslärm nach § 5 Absatz 1 der Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV)

Das Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Schienenverkehrslärmbelastung nach EU-Richtlinie (VBUSCH) führt in Deutschland zu deutlich höheren Lärmbelastungen als das nationale Verfahren (SCHALL-03), da das nationale Verfahren einen Bonus von 5 dB(A) gewährt.