Energie und CO2-Bilanz Teilbereich Verkehr

Bilanz des Kölner Verkehrs im Jahr 2006 (Fortschreibbare Bilanz)

  • Die Wege auf Kölner Stadtgebiet im Personenverkehr werden etwa zu 45 Prozent mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV), also Pkw, Mofa, Moped und Motorrad zurückgelegt. Der nicht-motorisierte Individualverkehr (NMIV) hat einen Anteil von 37 Prozent. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen 18 Prozent der Kölner Bevölkerung.
  • Der Straßenverkehr ist mit 1.978 Kilotonnen der größte CO2-Emittent, gefolgt vom Flugverkehr mit 1.350 Kilotonnen. Den Schienenverkehr eingeschlossen emittierte der Verkehr im Jahr 2006 auf dem Kölner Stadtgebiet ohne den Flugverkehr 2.260 Kilotonnen CO2. Nach diesen Berechnungen emittiert die Kölner Bevölkerung pro Kopf 2,3 Tonnen CO2 durch verkehrliche Aktivitäten im Stadtgebiet.

Referenzszenario für das Jahr 2020 (Detailbilanz)

  • Im Referenzszenario wird die Wirkung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsbereich berücksichtigt, die vor dem 31.12.2006 wirksam geworden sind, sowie Maßnahmen, die zu diesem Zeitpunkt auf EU-, Bundes- oder Landesebene bereits beschlossen waren.
  • Werden in Köln keine weiteren Klimaschutzmaßnahmen bis 2020 durchgeführt, dann nimmt die Fahrleistung im Pkw-Verkehr um 9 Prozent zu. Der Modal Split, also der prozentuale Anteil der Verkehrsmittel an den zurückgelegten Wegen, bleibt weitestgehend unverändert.
  • Der Endenergiebedarf im Pkw-Verkehr verringert sich um 4 Prozent. Der Gesamt-Endenergiebedarf steigt jedoch um 9 Prozent, weil der Endenergiebedarf des Flugverkehrs um 30 Prozent zunimmt.
  • Die CO2-Emissionen verringern sich gegenüber 2006 um 19 Prozent und gegenüber 1990 um 21 Prozent. Die Gesamt-CO2-Emissionen steigen jedoch im Vergleich zu 2006 um 7 Prozent, verursacht durch die starke Zunahme der Emissionen des Flugverkehrs.

Klimaschutzszenario für das Jahr 2020 (Detailbilanz)

  • Im Klimaschutzszenario sind zusätzlich die Maßnahmen berücksichtigt, die nach dem 31.12.2006 durch die Stadt Köln beschlossen worden sind sowie Maßnahmen, die im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes empfohlen werden.
  • Bedingt durch die Umsetzung zusätzlicher verkehrlicher Maßnahmen nimmt die Fahrleistung des Pkw-Verkehrs im Klimaschutzszenario von 2006 bis 2020 um 2 Prozent ab. Im Modal Split des Kölner Verkehrs steigt der Anteil des Umweltverbunds von 55 auf 63 Prozent, hauptsächlich bedingt durch den Anstieg des Radfahranteils von 11 auf 19 Prozent. (Der Umweltverbund umfasst die umweltfreundlichen Verkehrsarten der nichtmotorisierten Verkehrsträger wie Gehen, Radfahren und des öffentlichen Verkehrs, Bus und Bahn). Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs, (MIV) verringert sich von 45 auf 37 Prozent.
  • Der Endenergiebedarf im Pkw-Verkehr verringert sich deutlicher als im Referenzszenario um 10 Prozent. Der Gesamt-Endenergiebedarf steigt mit 6 Prozent etwas weniger stark an.
  • Die durch die Stadt Köln direkt beeinflussbaren CO2-Emissionen sinken durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung und Verlagerung von Verkehr sowie durch die Optimierung von Fahrzeugtechnik und der Verkehrslenkung um 25 Prozent gegenüber 2006 und um 28 Prozent gegenüber 1990. Die Gesamt-CO2-Emissionen steigen von 2006 bis 2020 um 4 Prozent.