Das Maßnahmenprogramm Energie

  • Das Maßnahmenprogramm für das Integrierte Klimaschutzkonzept Energie wurde über einen längeren Beteiligungsprozess mit rund 45 Akteursgesprächen und mehreren Themenworkshops entwickelt, um die bereits vorhandenen Ideen und Aktivitäten angemessen zu berücksichtigen.
  • Insgesamt wurden zwei unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Klimaschutzinitiative in Köln ausgemacht: die Einrichtung eines effektiven Klimaschutzmanagements für den Konzern Stadt Köln und die Gesamtstadt (Sofortmaßnahme A1) sowie die Einrichtung eines unabhängigen „Zentrums für Energieeffizienz" als neutrale Beratungsstelle für alle nichtindustriellen Verbraucher und neue "treibende Kraft" für wesentliche Teile des Maßnahmenprogramms (Sofortmaßnahme A2).
  • Darüber hinaus enthält das Sofortprogramm weitere 13 und das ergänzende 3-Jahresprogramm weitere 18 Maßnahmenvorschläge zu konzerninternen Aktivitäten, Leuchtturmprojekten und -initiativen sowie zur Kommunikation und Einbeziehung der Bürgerschaft. Diese werden noch ergänzt um 14 mittelfristige Handlungsoptionen nachrangiger Priorität.
  • Die wesentlichen Klimaschutzpotenziale werden beim „Ausbau der Fern- und Nahwärmeversorgung" (Maßnahmen B6 und A14), dem „Zentrum für Energieeffizienz" (A2), dem „kommunalen Förderprogramm für private Altbaumodernisierung" (A9), der „Entwicklung und Umsetzung einer Stromsparinitiative für private Haushalte" (A12 und B11), Energieeffizienzmaßnahmen im Gewerbe-Handel-Dienstleistungs-Sektor (B12 und B13), „Klimapartnerschaften mit prominenten Kölner Unternehmen" (A13) und der Finanzierung von Klimaschutzprojekten über Bürgerfonds (B16) gesehen.
  • Zur Umsetzung des Sofortprogramms und des 3-Jahresprogramms kalkulieren die Gutachter bis 2020 einen jährlichen Finanzmittelbedarf von etwa 3 bis 3,5 Millionen Euro. Dieser wird aber nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch zu einer erheblichen lokalen und regionalen Wertschöpfung mit positiven Arbeitsplatzeffekten, zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen und Wertsteigerung beim Gebäudebestand führen.
  • Damit ist das vorgeschlagene Maßnahmenprogramm gleichzeitig auch ein wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftförderung und nachhaltigen Stadtentwicklung.