TREND- und KLIMA-Szenarien 2020

  • Für die Umsetzung der kommunalen Klimaschutzverpflichtungen zur CO2-Minderung und Energieeffizienz ist die Umsetzung der wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale von entscheidender Bedeutung.
  • Für den Zeitraum bis 2020 wurde für die privaten Haushalte ein Energieeinsparpotenzial von etwa 24 Prozent (Wärme) beziehungsweise etwa 43 Prozent (Strom) ermittelt, für den Gewerbe-Handel-Dienstleistungs-Sektor etwa 18 Prozent (Wärme) und etwa 22 Prozent (Strom) sowie für den Industriesektor etwa 15 Prozent (Wärme) und etwa 16 Prozent (Strom). Hierbei ist das Klimaschutzpotenzial der Stromsparmaßnahmen deutlich höher.
  • Bei der Berechnung wurden nur Maßnahmen berücksichtigt, die nach dem heutigen Stand der Technik bereits erprobt sind und deren energetische Mehrkosten sich innerhalb ihrer Lebensdauer amortisieren. Für den industriell-gewerblichen Sektor wurden nur die bisher in Studien untersuchten branchentypischen Potenziale angesetzt.
  • Das TREND-Szenario 2020 für Köln zeigt für eine Fortschreibung der bisherigen Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene eine Abnahme der CO2-Emissionen gegenüber 2008 um etwa 4 Prozent auf 7,1 Tonnen pro Einwohnerin oder Einwohner. Damit werden alle kommunalen (und nationalen) Klimaschutzverpflichtungen verfehlt.
  • Beim KLIMA-Szenario 2020 für Köln wird unterstellt, dass auf Bundes- und Landesebene geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, um alle wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale zu erschließen und sowohl den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung als auch der Erneuerbaren Energien erheblich stärker voranzutreiben.
  • Wenn diese verbesserten Rahmenbedingungen von einer kommunalen Klimaschutzinitiative optimal zur Umsetzung gebracht werden, dann können die CO2-Emissionen in Köln gegenüber 2008 um etwa 18 Prozent auf etwa 6,0 Tonnen pro Einwohnerin oder Einwohner gesenkt werden. Dies erfordert allerdings ein kommunales Klimaschutzengagement, das deutlich über das vorgeschlagene Maßnahmenprogramm hinausgeht.