Unsere Klimaschutzziele

Wir haben uns durch die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder verpflichtet unsere CO2-Emissionen bis 2030 (gegenüber 1990) um 50 Prozent zu reduzieren. Mit dem Beschluss des Rates zur Ausrufung des Klimanotstandes im Juni 2019 werden die ambitionierten Klimaziele zusätzlich unterstrichen und bekräftigt, dass die Eindämmung des Klimawandels hohe Priorität hat. Um das Ziel zur "Klimaneutralen Kommune 2050" zu erreichen, sind erhebliche weitere Anstrengungen notwendig.

KlimaBündnis
Klimanotstand

Wir arbeiten in allen Bereichen daran, die Ziele zu erreichen. Das Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz in der Stadt Köln - KölnKlimaaktiv 2022, welches im Februar 2019 vom Rat der Stadt Köln beschlossen wurde, ergänzt bereits bestehende Aktivitäten um weitere 19 Maßnahmen. Inhaltlich umfassen diese Maßnahmen sowohl eigene Aktivitäten, die direkt von uns ergriffen werden, als auch viele Maßnahmen, die weitere Akteure informieren, fördern und aktivieren.

Wir wissen, dass weitere Schritte notwendig sind und arbeiten kontinuierlich an neuen Maßnahmen und der Umsetzung des Klimaschutzes. Ein mittel- bis langfristiges Maßnahmenprogramm für 2030 / 2050 mit konkreter Strategie zum klimaneutralen Köln ist beispielsweise geplant.

Mehr Informationen zu KölnKlimaAktiv 2022

Ziele der Klimawandelanpassung

Die Anpassung an den Klimawandel wird in Zukunft für uns ein übergeordnetes Ziel sein. Wir müssen uns auf die Zunahme von Wetterextremen mit Starkregenereignissen und auf deutlich längere sommerliche Hitzeperioden mit Tagen über 30 Grad, vor allem in dicht bebauten Stadtteilen, einstellen. Besonder ältere Menschen und Kleinkinder werden dann hohen Belastungen ausgesetzt sein. Die Anpassung an den Klimawandel betrifft sektorübergreifend verschiedene Handlungsfelder.

So werden zukunftsorientierte intelligente Stadtentwicklung und Stadtplanung ebenso gefragt sein, wie klimawandelgerechte Landschaftspflege und Grünflächenplanung. Das Thema Gesundheit im Klimawandel ist besonders vor dem Hintergrund einer wachsenden Stadt im demografischen Wandel ein zentrales Thema. Aber auch die nachhaltige Bewirtschaftung von Böden und ein Schutz beziehungsweise eine Sicherung von Biotopen mit einer hohen Artenvielfalt sind Themenfelder mit hoher Bedeutung.

Wichtige Eckpunkte einer klimawandelgerechten Stadt Köln sind die Freihaltung von Kaltluftentstehungsgebieten und Frischluftschneisen, als stadtklimatische Ausgleichsflächen. Hierzu ist auch eine gesteigerte Durchgrünung der Stadt mit einer Vernetzung von Grün- und unbebauten Freiflächen von zentraler Bedeutung. Eine klimawandelangepasste Bebauung und Nachverdichtung, sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas in dicht bebauten Belastungsgebieten sind wichtige Eckpunkte zur Anpassung.

Eine hohe Bedeutung kommt dem Rückhalt und der Versickerung von Niederschlagswasser vor Ort bei. Multifunktionale Flächen können dazu beitragen, das Schadenpotential bei Starkregenereignissen zu senken. Damit verbunden ist die Erhöhung der Verdunstungsleistung. Durch eine konsequente Dach, - Fassaden, - und Hofbegrünung werden zusätzlich positive Effekte auf die Kühlleistung in überhitzen Stadtquartieren erzeugt.

Letztendlich ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität verbunden mit einem gesunden Wohnumfeld das Ziel der Anpassung an den Klimawandel für die Stadt Köln.