Der "stationäre" Energieverbrauch in Köln wurde im Klimaschutzkonzept Energie, der "mobile" Energieverbrauch im Klimaschutzkonzept Verkehr untersucht.

Aufgrund der jeweiligen Datenverfügbarkeit ergaben sich unterschiedliche Bilanzjahre - für den Verkehr das Jahr 2006, für die Energie das Jahr 2008. Da beide Bilanzen auf dem Territorialprinzip als Abgrenzungsprinzip basieren, sind sie prinzipiell vergleichbar.

Um die klimarelevante Größenordnung der beiden Teilbereiche vergleichen und verdeutlichen zu können, wurden die Bilanzergebnisse des Teilbereichs Verkehr (Wuppertal Institut) an die Bilanzierungsmethode des Teilbereichs Energie (Gertec/ifeu) angepasst und mit den Emissionsfaktoren aus dem Modell des ifeu verknüpft.

Die CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich betragen demnach 2,66 Millionen Tonnen und aus dem Energiebereich 7.60 Millionen Tonnen. In der Gesamtschau der Energie- und Straßenverkehrsbilanz 2006/2008 wurden damit CO2-Emissionen von etwa 10,3 Millionen Tonnen ermittelt. Pro Einwohnerin oder Einwohner sind dies 10,1 Tonnen (geringfügig besser als der Bundesdurchschnitt).

Unter Berücksichtigung früherer Energie- und CO2-Bilanzen der RheinEnergie AG (vormals GEW AG) sowie der bundes- beziehungsweise NRW-weiten Emissionsentwicklungen wurde für 1990 ein realistischer Basiswert für die Klimaschutzverpflichtungen der Stadt Köln ermittelt. Danach wurde bis 2008 gesamtstädtisch eine CO2-Minderung von rund 15 Prozent erreicht. Diese teilt sich auf etwa 19 Prozent im Teilbereich Energie und etwa 4 Prozent im Teilbereich Verkehr auf.

Die Grob- beziehungsweise Startbilanz des von den meisten Städten verwendeten Online-Programms ECORegion kommt für den Zeitraum 1990 bis 2008 in ihrer Umrechnung der nationalen Entwicklung zu einer völlig überschätzten CO2-Minderung von rund 25 Prozent. Aus Sicht der Gutachter ist dieser Bilanzierungsansatz für Großstädte mit komplexen gewerblich-industriellen Strukturen nicht geeignet.