Der Rat hat in seiner Sitzung am 2. Februar 2010 den Aktionsplan für nachhaltige Energie beschlossen. Der Plan beinhaltet einen Auszug der in den letzten Jahren in Köln erfolgten Maßnahmen zum Klimaschutz in den Bereichen Energie, Bauen und Mobilität, eine erste Grobbilanz der Energie- und CO2-Emissionen sowie einen Ausblick auf das 2010/2011 geplante Klimaschutzkonzept. Damit ist die Stadt Köln in einem ersten Schritt den Klimaschutz-Verpflichtungen aus dem Bürgermeisterkonvent nachgekommen.

Der europäische Bürgermeisterkonvent

Der Bürgermeisterkonvent ist eine Initiative der Europäischen Kommission zur Unterstützung der internationalen Abkommen zum Klimaschutz. Inzwischen hat sich ein Großteil der europäischen Städte verpflichtet, die von der Europäischen Union bis 2020 angestrebte 20/20/20-Ziele zu übertreffen.

Bereits am 25. September 2008 beschloss der Rat der Stadt Köln, dem Bürgermeisterkonvent beizutreten.

Welche Ziele verfolgt der Bürgermeisterkonvent?

Der europäische Bürgermeisterkonvent verfolgt Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz, die unmittelbar von den Städten und Regionen zu realisieren sind.
 
Die festgelegten Ziele bis zum Jahr 2020 sind:

  • eine mindestens 20-prozentige Steigerung der Energieeffizienz,
  • eine mindestens 20-prozentige Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energieträger am Energiemix und
  • eine mindestens 20-prozentige Senkung der CO2-Emissionen.

Zur Erreichung der gesetzten Ziele müssen die Unterzeichnerstädte eine Bilanz der Ausgangsemissionen erstellen und innerhalb eines Jahres nach Unterzeichnung einen Aktionsplan für nachhaltige Energie aufstellen, dem mindestens jedes zweite Jahr ein Umsetzungsbericht folgt. Der Bericht wird der Europäischen Kommission in Brüssel vorgelegt und von ihr geprüft.

Aktionsplan für nachhaltige Energie der Stadt Köln

Die Stadt Köln hat 2009/2010 für den Aktionsplan einen Auszug der in den letzten Jahren erfolgten Einzelmaßnahmen in den Bereichen Energie, Bauen und Mobilität zusammengestellt. Mit dem internetbasierten Bilanzierungswerkzeug Eco-Region wurde eine Grobbilanz für 1990 und 2007 erstellt, die allerdings im Wesentlichen auf nationalen Statistikdaten beruht. Die Grobbilanz stellt somit nur eine erste Annäherung an die realen Energieverbräuche und CO2-Emissionen in Köln dar.

Ausblick: Das Integrierte Klimaschutzkonzept

Mit einer detaillierten und fortschreibbaren Energie- und CO2-Bilanz zur realen Verbrauchssituation in Köln wurde 2010 begonnen. Das "Integrierte Klimaschutzkonzept" mit den Teilbereichen ENERGIE und MOBILITÄT wird auch Basis für das künftige Monitoring sein.

Aufbauend auf dieser Detailbilanz werden die wirtschaftlichen CO2-Minderungspotenziale in den Bereichen Private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD), Industrie, städtische Liegenschaften und Mobilität identifiziert und ein Maßnahmenkatalog entwickelt.  

Beteiligungen

Die Entwicklung dieses Maßnahmenbündels wird in einem partizipativen Prozess stattfinden, der von mehreren Arbeitskreisen innerhalb der Verwaltung begleitet wird.

Für die kontinuierliche Einbindung der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und lokalem Energieversorger wird darüber hinaus die Einrichtung eines stadtübergreifenden Projektbeirates vorgeschlagen. Dieser Beirat soll Bauträgerinnen, Bauträger, Investorinnen, Investoren und Verwaltung mit Planerinnen, Planern, Handwerk und Gewerbe zusammen bringen, um engagierte Klimaschutzprojekte in Köln auf den Weg zu bringen.

Außerdem sollen Workshops und eine Auftaktkonferenz "Klimaschutzimpulse für Köln" durchgeführt werden, um weitere relevante Akteurinnen und Akteure sowie die Öffentlichkeit in die Umsetzung des Maßnahmenplans einzubinden.

Download des Aktionsplanes

Aktionsplan für nachhaltige Energie
PDF, 684 kb

Weiterführender Link/Kontakt

Europäische Kommission - Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister
come2Com - Projekt zum Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen
Das Klimaschutzkonzept Köln

Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, wenden Sie sich bitte an das Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Abteilung Umweltplanung und -vorsorge Telefon:0221/ 221-25583.