Freilebende Tiere und Pflanzen stellen unersetzliche Bestandteile der natürlichen Systeme der Erde dar und sind damit auch für unser Leben unverzichtbar.

Die bestehende Artenvielfalt ist die Grundlage für unsere Ernährung, unsere Gesundheit und für unser Wohlergehen.

Trotz verstärkter Bemühungen - besonders seit etwa 2005 - schreitet der Verlust der biologischen Vielfalt auf unserer Erde voran. Viele Tier- und Pflanzenarten sind durch Lebensraumzerstörung oder die nicht nachhaltige Nutzung durch den Menschen in ihrem Bestand bedroht.

Der gesetzliche Artenschutz umfasst die zwei Aufgabengebiete Freilandartenschutz und Handelsartenschutz.

Freilandartenschutz

© Stadt Köln

Der Freilandartenschutz befasst sich mit dem Schutz der heimischen Tiere und Pflanzen und ihrer Lebensräume im Kölner Stadtgebiet. Hier finden Sie Informationen zu verschiedenen Themen des Freilandartenschutzes wie zum Beispiel Artenschutz in Baugenehmigungsverfahren und bei der Gebäudesanierung oder zum Umgang mit Bienen, Wespen und Hornissen. Darüber hinaus finden Sie Informationen über verschiedene Arten im Stadtgebiet, deren Bedrohungen, geeignete Schutzmaßnahmen oder gesetzliche Regelungen.

Allgemeine Informationen

Handelsartenschutz

Der Handelsartenschutz befasst sich mit dem Handel und dem Besitz mit national beziehungsweise international geschützten Tieren und Pflanzen. Es sind sowohl die lebenden Exemplare sowie Teile und Erzeugnisse, wie beispielsweise Tierpräparate, Pelzmäntel, Elfenbein oder Musikinstrumente aus geschütztem Holz oder Elfenbein berücksichtigt.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um den Besitz, die Haltung und den Handel von Exemplaren geschützter Tiere und Pflanzen, sowie über die artenschutzrechtlichen Grundlagen und zu speziellen Artenschutzthemen (zum Beispiel Vermarktung, Meldepflicht, Buchführung und Kennzeichnung von Tieren).

Allgemeine Informationen

Aktuelle Informationen

Der Kiebitz droht auszusterben - Schutzmaßnahmen für die Kölner Rheinebene

© Hermann Knüwer

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und der NABU-Naturschutzstation fördert das Umwelt- und Verbrauchschutzamt im Kölner Stadtgebiet den Gelegeschutz der Kiebitze (Vanellus vanellus) und macht auf die Möglichkeiten zum Schutz der Kiebitze auf Ackerflächen aufmerksam. Landwirte, die bis Ende Mai auf eine Bodenbearbeitung verzichten, können pro Hektar 440 Euro vom Umweltamt erhalten.

Noch vor 30 Jahren war der Kiebitz einer der häufigsten Vögel auf Wiesen und Äckern. In diesem Frühjahr schätzen Naturschützer und Biologen die Anzahl im Kölner Raum auf etwa 20 Brutpaare. In der Roten Liste der gefährdeten Tierarten für die Niederrheinische Bucht war der Kiebitz bereits 1997 in der Kategorie 2 als "gefährdet" gelistet. Seine Bestände sind bis heute so stark eingebrochen, dass er aktuell als "vom Aussterben bedroht" aufgeführt wird.

Der Kiebitz bevorzugt als Lebensraum feuchte, extensiv genutzte Wiesen und Weiden und baut sein unscheinbares Bodennest jedes Jahr neu. Durch die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft wurde dieser Lebensraum immer seltener, sodass der Kiebitz seit einigen Jahren verstärkt auf Ackerland ausweicht.

Die ersten Kiebitze treffen ab Mitte Februar in den Brutgebieten ein. Ab Mitte März beginnt das Brutgeschäft, spätestens im Juni sind die letzten Jungen flügge. Der Bruterfolg ist stark abhängig von der Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung. Aufgrund häufiger Feldbearbeitung und Wiesenbewirtschaftung im Frühjahr werden die Gelege der Kiebitze oft zerstört. Brutverluste entstehen vor allem durch das Ausbringen von Gülle oder Pflanzenschutzmittel, durch das Mähen der Wiesen vor Anfang Juni, durch hohe Anzahl von Vieh auf einer Weide, zu dichte Saatreihen und durch den Verlust von Brachflächen und Säumen an den Rändern der Acker- und Wiesenflächen.

Flyer Kiebitzschutz Köln
PDF, 5853 kb

Bescheinigung über den Erwerb geschützter Hölzer vor Unterschutzstellung

© Stadt Köln

Sie besitzen beziehungsweise handeln mit Musikinstrumenten oder Rohholz aus Palisander, Rosenholz, Bubinga oder Kosso? Dann sollten Sie eine Bescheinigung über den Erwerb oder Besitz dieser Hölzer beantragen. Auf der letzten CITES-Vertragsstaatenkonferenz (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) zum Schutz freilebender Tiere und Pflanzen wurden einige Baum- und Holzarten neu unter Schutz gestellt.

Bescheinigung beantragen über den Erwerb geschützter Hölzer vor Unterschutzstellung

Information für Halterinnen und Halter von einheimischen Singvögeln

Im Handel befinden sich vermehrt Vögel mit manipulierten Fußringen. Bei diesen Vögeln handelt es sich nicht um legale Nachzuchten, sondern um illegal gefangene Wildvögel, die als vermeintlich nachgezüchtete Tiere in den Handel gebracht wurden. Bitte denken Sie daran, dass Sie sich vor dem Kauf eines Vogels hinreichend über dessen legale Herkunft informieren und die Ringe auf Unversehrtheit überprüfen. Ein einwandfreier Ring ist völlig zylindrisch und zeichnet sich durch einen kreisrunden Querschnitt aus. Der Lack weist keinerlei Risse oder sonstige wesentliche Beschädigungen auf.

Zum Nachweis der Besitzberechtigung gehört zu jedem Vogel ein Herkunftsnachweis, der beim Halterwechsel zusammen mit dem Tier übergeben wird. Der Herkunftsnachweis hat den Zweck, die legale Herkunft des Tieres zu belegen. Dringend erforderlich sind der Name und die Anschrift der Vorbesitzerin beziehungsweise des Vorbesitzers und der Züchterin beziehungsweise des Züchters, die vollständige Ringnummer des Vogels, die Art, das Geschlecht und das Alter des betreffenden Tieres.

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