Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sind in Köln in allen gesellschaftlichen Bereichen präsent. Schätzungen gehen davon aus, dass fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Die Stadtgesellschaft lebt von der Vielfalt der Bürgerinnen und Bürger. Das Wohlbefinden aller, die hier wohnen oder die Stadt besuchen, wird durch ein Klima von Akzeptanz, Weltoffenheit und Vertrauen positiv beeinflusst.

Durch ihren Ruf als weltoffene und tolerante Metropole hat sich Köln zu einer Hochburg lesbisch-schwulen Lebens entwickelt, die stolz auf eine engagierte Community ist. Doch auch in Köln ist ein diskriminierungsfreies Miteinander nicht immer selbstverständlich. Auch wenn auf dem Weg zur Gleichberechtigung schon viel erreicht wurde, leiden auch heute noch homo- oder transsexuelle Menschen unter Ablehnung und Ausgrenzung.

Wir haben uns deshalb zum Ziel gesetzt, Diskriminierung zu bekämpfen und die Vielfalt der hier lebenden Menschen zu erkennen, zu fördern und zu nutzen. Aus diesem Grund richteten wir bereits im Jahr 2010 eine Dienststelle für Lesben, Schwule und Transgender ein. Die Aufgaben der Fachstelle sind so vielfältig wie der Personenkreis, für den sie zuständig ist. Für eine erfolgreiche Arbeit ist eine enge Kooperation mit den Akteuren der Community unverzichtbar. Die Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender bindet daher die Organisationen, die in der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender (StadtAG LST) vertreten sind, in ihre Arbeit ein und versucht diese bei ihrem Wirken zu unterstützen. Die Beschlüsse, die in der StadtAG LST gefasst wurden, werden von der Fachstelle in die Stadtverwaltung getragen und in den zuständigen städtischen Gremien vertreten.

Auch wenn Köln sich zu einer Hochburg lesbisch-schwulen Lebens entwickelt hat und in den letzten Jahren viel erreicht wurde, ist es wichtig, von den Erfahrungen anderer Kommunen, sei es landes-, bundes- oder europaweit, zu profitieren und eigene Erfahrungen an diese weiter zu geben. Aus diesem Grund halten wir enge Kontakte zu den zuständigen Dienststellen anderer Kommunen. Die Stadt Köln ist Mitglied im "European-Rainbow-Cities"-Netzwerk. Hier tauschen wir uns regelmäßig mit europäischen Großstädten aus. Auf Einladung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) finden auch auf NRW-Ebene regelmäßige Tagungen statt.

Natürlich sind wir auch für Sie da, wenn Sie Fragen zu dem Themenbereich haben oder Unterstützung im Umgang mit anderen Dienststellen oder Behörden benötigen. Wir stehen Ihnen gerne telefonisch oder nach vorheriger Terminabsprache, persönlich zur Verfügung.