Köln ist Mitglied im "Rainbow-Cities-Netzwerk"

Voraussetzung für die Mitgliedschaft im internationalen Rainbow-Cities-Netzwerk ist eine eigene Dienststelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen. Diese muss ein bis zwei Vertreterinnen oder Vertreter zu den jährlichen Konferenzen des Netzwerkes entsenden können. Mit der Einrichtung der Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender hat Köln diese Voraussetzung erfüllt.

Ziel der regelmäßigen Tagungen ist eine Vernetzung der kommunalen Dienststellen mit der Möglichkeit des Austauschs bewährter Praktiken, Maßnahmen und Initiativen. Hierdurch werden die Auswirkungen der lokalen Maßnahmen erhöht, mit der Absicht, ein LSBTI-Mainstreaming in der lokalen Politik zu entwickeln. Von dem Austausch lokaler und regionaler Praxisbeispiele können insbesondere die Kommunen für ihre Arbeit profitieren, die in ihrer Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten sind. Gleichzeitig wird durch das Netzwerk ermöglicht, sich gegenseitig bei Vorhaben für die Community zu unterstützen. Durch das Netzwerk soll die Einbeziehung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in das kommunale Handeln gefördert werden, ebenso wird die Sichtbarkeit erhöht. Die beteiligten Städte profitieren wechselseitig von Erfahrungen und erzielen so Synergieeffekte.

Neben dem Austausch von Fachwissen besteht durch das Netzwerk auch die Möglichkeit, gemeinsame Aktionen zu planen und durchzuführen oder sich gemeinsam um EU-Projekte zu bewerben.

Pressemitteilung Bericht auf Koeln.TV

Fotoausstellung unter dem Motto "After Stonewall - 50 Years of Pride" 2019

Fotoausstellung zum Transgender Day of Rememberance 2018

Mal- und Fotowettbewerb zu Regenbogenfamilien in Köln

Videos zum Transgender Day of Rememberance des LSVD Köln

Die zwei Videos "100 Prozent Mensch" und "Hauen und Stechen" wurden in der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender am 27. November 2014 vorgestellt.

Videos zum Transgender Day of Rememberance des LSVD Köln

Aktion für diskriminierungsfreie Stadien am 5. April 2014 im RheinEnergieStadion

"Queer gewinnt – schwule Pässe gibt es nicht"

1. FC Köln und Stadt Köln setzen erfolgreich Zeichen gegen Homophobie

Ein erfolgreicher Tag im Rheinenergie-Stadion am Samstag: Der 1. FC Köln konnte sein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit 2:0 gewinnen und ist so dem Aufstieg einen großen Schritt näher gekommen. Doch neben dem Sieg konnte auch eine weitere Aktion erfolgreich gestaltet werden: Die Kampagne, die die beiden Vereine zusammen mit den Städten Köln und Bielefeld und den beiden lesbisch-schwulen Fanclubs gegen Homophobie entwickelten.

Auf allen Sitzen des Rheinenergie-Stadions lagen Flyer aus, auf denen auf die Aktion "queer gewinnt – schwule Pässe gibt es nicht" hingewiesen wurde. Die Spieler beider Mannschaften bekannten sich zu ihrem Einsatz gegen Homophobie und trugen während der Aufwärmphase Trainingsshirts, auf denen auf das Motto der Kampagne hingewiesen wurde.

Mit einem 15 Meter langen Banner zeigten die Profis zusammen mit den Schiedsrichtern und den beiden Bürgermeisterinnen Elfi Scho-Antwerpes aus Köln und Karin Schrader aus Bielefeld ihre Solidarität mit der lesbisch-schwulen Community.

Die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes bedankte sich bei den beteiligten Vereinen und den Fanclubs "Andersrum rut-wiess" und "Blaue Bengel", die die Kampagne mit großem Einsatz unterstützt haben, und zeigte sich begeistert von der Aktion:

"Die Verantwortlichen, Spieler und die Fans beider Vereine haben hier heute ein starkes Zeichen gesetzt. Sie haben uns in unserem Engagement für Weltoffenheit und Toleranz einen Schritt weiter gebracht. Mir ist es sehr wichtig zu zeigen, dass auch im Fußballstadion Beleidigungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender keinen Platz haben dürfen."

Die Fotos in der Galerie zeigen eindrucksvoll die Aktion im mit 48.900 Zuschauerinnen und Zuschauern fast ausverkauften und – wie immer – stimmungsvollen Stadion des 1. FC Köln.

14. Internationales Treffen der Queer-Football-Fanclubs in Köln am 10. Januar 2014

Empfang des Oberbürgermeisters der Stadt Köln für Queer Football Fanclub

Anlässlich der 14. Delegiertenkonferenz der Queer Football Fanclubs (QFF) hat der Oberbürgermeister der Stadt Köln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 11. Januar 2014 zu einem Empfang in den Hansasaal des historischen Rathauses eingeladen. Dort wurden über 100 Gäste aus der Schweiz, den Niederlanden, aus England und Deutschland zusammen mit dem Geschäftsführer des 1. FC Köln, Alexander Wehrle, von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes begrüßt.

In ihrer Begrüßungsrede kam Frau Scho-Antwerpes auch auf das Coming-Out des ehemaligen deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger zu sprechen. Diesen Schritt eines herausragenden Sportlers und die Reaktionen aus Politik, Sport und Gesellschaft bezeichnete sie als sehr erfreulich. Dennoch gab sie zu bedenken, dass völlige Akzeptanz im Stadion nicht sofort erfolgen werde.

Deshalb rief die Bürgermeisterin dazu auf, eine Atmosphäre zu schaffen, die es schwulen Spielern und lesbischen Spielerinnen ermöglicht, ohne größere Probleme zu ihrer sexuellen Identität zu stehen, eine Atmosphäre der Akzeptanz, die sich vom Platz auf die Tribüne und in die Gesellschaft überträgt.

Alexander Wehrle bedankte sich für die Einladung durch den Oberbürgermeister. Er zeigte sich begeistert von der Veranstaltung der Queer Football Fanclubs, die er schon am Morgen eröffnet hatte. In einer mitreißenden Rede betonte er, wie wichtig ein Coming-Out für Schwule und Lesben im Sport sein müsse. Für ein Verstecken in der Öffentlichkeit müsse viel Energie aufgewendet werden, die im Leistungssport entscheidend für eine große Karriere sein könnten.

Er stellte heraus, dass der 1. FC Köln sich nicht erst seit dem Coming-Out von Thomas Hitzlsperger mit dem Thema "Homophobie im Fußball" beschäftige. Gemeinsam mit vielen anderen Vereinen habe auch der 1. FC Köln im letzten Jahr die Berliner Erklärung "Gemeinsam gegen Homophobie. Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport" unterschrieben.

Seit dem Sommer 2013 sei der 1. FC Köln zudem in intensiven Gesprächen mit der Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender der Stadt Köln, um weitere Schritte zu mehr Akzeptanz voran zu bringen. Gemeinsam mit den lesbisch-schwulen Fanclubs beider Vereine sowie den Oberbürgermeistern aus Köln und Bielefeld sei am 29. Spieltag der zweiten Bundesliga am Rande des Spiels gegen Arminia Bielefeld eine Aktion gegen Homophobie im Stadion geplant. Dabei wünsche er sich die Solidarität aller Fans im Stadion. Wehrle kündigte weiter an, dass der 1. FC Köln sich gemeinsam mit dem Come-Together-Cup und den schwul-lesbischen Fanclubs mit einem Paradewagen am diesjährigen CSD beteiligen wolle.

Dirk Brüllau, Pressesprecher der QFF und Mitglied von Queer-Pass Sankt Pauli, war beeindruckt von den Räumlichkeiten, in die die Stadt Köln geladen hatte. Er bedankte sich bei Bürgermeisterin Scho-Antwerpes für den netten Empfang im Rathaus. Sein besonderer Dank ging an die Mitglieder des Kölner Fanclubs "Andersrum rut-wiess", die die Tagung der QFF perfekt organisiert und so zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.