Projekte

Gestaltung eines Denkmals zu den Anschlägen des NSU in Köln

Der Integrationsrat hat in der Sitzung am 20. Oktober 2014 die Verwaltung um Prüfung und Vorlage geeigneter Vorschläge gebeten, in welcher Form den Opfern des Anschlages in der Probsteigasse und der Keupstraße gedacht werden kann. Hierbei soll sowohl an den Anschlag als auch an die nachfolgend einsetzenden Mechanismen von Diskriminierung, Vorurteilen und Rassismus erinnert und die Opfer sowie die Interessengemeinschaft Keupstraße bei den Überlegungen mit einbezogen werden. Der Rat und der Oberbürgermeister wurden gebeten den Antrag entsprechend zu unterstützen.

22 bilinguale herkunftssprachliche Gruppen zum Gedenken an die 22 Opfer der NSU in der Keupstraße

Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 12. Mai 2014 die Verwaltung gebeten, in Ergänzung des Beschlusses des Jugendhilfeausschusses vom 6. Mai 2014 zu prüfen, ob und wie ein Gedenken an den Nagelbombenanschlag in Form von 22 bilingualen Kindertagesstätten, an denen jeweils eine herkunftssprachliche Erziehung in deutscher und türkischer Sprache besteht, verwirklicht werden kann.

Einrichtung von bilingualen herkunftssprachlichen Gruppen an Kindertagestätten

Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 20. Januar 2014 den Rat der Stadt Köln auf der Grundlage des Berichtes "Bilinguales Angebot in städtischen Kindergärten, Abschlussbericht Modellprojekt 2010-2012" gebeten, die Verwaltung wie folgt zu beauftragen:

1. Bei neu eröffnenden Kindertagesstätten ist das Angebot von bilingualen Gruppen mit den meistgesprochenen Sprachen der Migrantinnen und Migranten zu prüfen.

2. Bei bestehenden Kindertagesstätten in allen Stadtteilen ist die Einrichtung von bilingualen Gruppen mit den meistgesprochenen Sprachen der Migrantinnen und Migranten zu prüfen.

3. In allen Kindertagesstätten ist eine breite Aufklärungskampagne zu den Vorteilen bilingualer Gruppen durchzuführen, um besonders die Eltern und das Kita-Personal für das bilinguale Betreuungsangebot zu gewinnen.

4. Dem Integrationsrat ist jährlich ein Bericht über den Sachstand der Einrichtung von bilingualen Gruppen zur Förderung der natürlichen Mehrsprachigkeit in städtischen Kindertagesstätten zur Kenntnis zu geben. Der Jugendhilfeausschuss hat diesen Antrag zum Anlass genommen eine flächendeckende Befragung aller städtischen Kindertagesstätten in Köln vorzuschlagen dem Ziel, die Sprachressourcen der dort beschäftigten Fachkräfte zu ermitteln und ihre Bereitschaft, bilingual in den Einrichtungen zu arbeiten, abzufragen.

Sachstand Juni 2015: Das Ergebnis der Befragung wird in Kürze vorgestellt.

Aktivitäten 2015

"Mehrsprachigkeit im Gespräch – Mehrsprachigkeit in der Elementarerziehung"

Informationsveranstaltung am 11. Juni 2015

Wissenschaft trifft Praxis trifft Politik – das war die Formel für die Informations-und Diskussionsveranstaltung. Welchen Einfluss haben die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Bilingualität auf die Bildungspraxis in Kindertagesstätten? Welches Potential steckt in den Kölner Tageseinrichtungen und wie können die Ergebnisse der Studie "MehrKita" in der Kölner Bildungslandschaft von Politik und Verwaltung genutzt werden?

Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung "Mehrsprachigkeit in der Elementarerziehung"

"Wertschätzen und Wertschöpfen" – Birlikte 2015

Informations- und Diskussionsveranstaltung am 14. Juni 2015

Migrantinnen und Migranten werden überwiegend immer noch aus der defizitgeprägten Perspektive betrachtet und beurteilt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zufällig, dass der NSU insbesondere türkeistämmige Migrantinnen und Migranten in seinem tödlichen Fokus hatte. Diese negative öffentliche Wahrnehmung bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Selbstwahrnehmung von Migrantinnen und Migranten.

Ziel der Veranstaltung des Integrationsrates zu Birlikte 2015 war es, diesem Fremd- und Selbstbild etwas entgegen zu setzen und auf die spezifischen Potentiale von bi- und mehrkulturell geprägten Menschen in einer globalisierten Welt aufmerksam zu machen. Des Weiteren wurde das aktuelle Integrationsverständnis hinterfragt, das weiterhin versucht, Menschen mit kulturell unterschiedlichen Prägungen anzupassen, statt plurale Vielfalt zu respektieren und als aufregende Zukunftschance zu sehen.

Pressemitteilung zur Informationsveranstaltung "Wertschätzen und Wertschöpfen"

Kommunales Wahlrecht

Der Rat der Stadt Köln hatte auf Initiative des Integrationsrates bereits am im Jahr 2007 das aktive und passive Wahlrecht für alle Migrantinnen und Migranten gefordert, die sich seit mindestens fünf Jahren rechtmäßig in der Bundesrepublik aufhalten, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Am 27. April 2015 hatte der Integrationsrat Köln entschieden, die Verfassungskommission Nordrhein-Westfalen aufzufordern, dem Landtag einen Vorschlag zur Änderung der Landesverfassung vorzulegen, der es ermöglicht, bis zur Kommunalwahl 2020 allen auf Dauer in Nordrhein-Westfalen lebenden Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit das aktive und passive Wahlrecht auf kommunaler Ebene einzuräumen. Zum 1. Mai und zu Birlikte am 14. Juni haben die Integrationsratsmitglieder mehrere hundert Unterschriften hierfür gesammelt.

Pressemitteilung zum Aktionstag am 1. Mai 2015

Schwerpunkte 2010 bis 2014

Schwerpunkte in der Arbeit des Integrationsrats Köln in der Wahlperiode 2010 bis 2014:

  • Partizipation
  • Antidiskriminierung und Rassismus
  • Interkulturelle Öffnung
  • Bildung und Beruf
  • Wohnen/Stadtentwicklung und Sport
  • Gesundheit
  • Seniorinnen und Senioren
  • Flüchtlinge und "Menschen ohne Papiere"
  • Öffentlichkeitsarbeit
Weitere Informationen zu den Schwerpunkten in der Arbeit des Integrationsrates 2010 bis 2014
Anfragen, Anträge und Beschlüsse des Integrationsrates in der Wahlperiode 2010 bis 2014
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