Der Integrationsrat Köln ist angesichts des Dramas in Moria fassungslos, dass sich die Bundesregierung immer noch weigert, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Aufnahme hilfebedürftiger Personen aus den griechischen Flüchtlingslagern in den Kommunen zu schaffen.

Der Integrationsrat begrüßt ausdrücklich den vom Rat der Stadt Köln bereits im Februar 2020 gefassten wegweisenden Beschluss, 100 zusätzliche Aufnahmeplätze für die hilfsbedürftigsten Personen in prekären humanitären Situationen aus den griechischen Auffanglagern bereit zu stellen. Angesichts der jetzt dramatischen Lage in Lesbos wird vorgeschlagen, die Zahl der Aufnahmeplätze um 50 zu erhöhen.

Der Integrationsrat ermutigt Frau Oberbürgermeisterin Reker, zusammen mit den Oberbürgermeistern anderer Städte die Bundesregierung noch einmal anzuschreiben und das Angebot einer Aufnahme in ihren Kommunen zu bekräftigen.

Der Integrationsrat fordert die anderen Integrationsräte in NRW dazu auf, ähnliche Beschlüsse zur Aufnahme von Flüchtlingen in ihren Städten herbeizuführen, um den Ministerpräsidenten Herrn Laschet bei seiner begrüßenswerten Initiative, in NRW 1000 Flüchtlinge aufzunehmen, zu unterstützen.

Gezeichnet:

Tayfun Keltek (Vorsitzender Integrationsrat Köln)

Eli Abeke (stellvertretender Vorsitzender)

Ahmet Edis (stellvertretender Vorsitzender)

Stefan Mitu (stellvertretender Vorsitzender)

Antonella Giurano (stellvertretende Vorsitzende)