Wir, die Stadtverwaltung Köln und die städtischen Unternehmen haben zahlreiche Energieeinsparmaßnahmen erarbeitet.

Das Maßnahmenpaket beinhaltet:

Strom sparen

  • Die Straßenbeleuchtung wird vielerorts um 23 Uhr auf 50 Prozent heruntergedimmt. Zudem wird sie später ein- und früher ausgeschaltet. Damit das nicht zu Lasten der Sicherheit der Menschen in Köln geht, erfolgt hierzu eine enge Abstimmung mit der Polizei.
  • Die Beleuchtung repräsentativer Bauwerke (zum Beispiel Dom, romanische Kirchen, Historisches Rathaus, Hohenzollernbrücke, Severinsbrücke) und weitere Illuminationsbeleuchtung an insgesamt über 132 Objekten wird je nach Jahreszeit um 23 Uhr beziehungsweise 22 Uhr abgeschaltet. Dies betrifft insgesamt über 1.000 Strahler.
  • Die Beleuchtung der Pylone am RheinEnergieSTADION wird abgeschaltet.

Maßnahmen auf den Weihnachtsmärkten:

  • Reduzierung der Beleuchtung außerhalb der Betriebszeiten auf das sicherheitstechnisch erforderliche Mindestmaß
  • Verzicht auf einen Teil der Beleuchtung während der Betriebszeiten sowie vor der Eröffnung und nach der Beendigung der Märkte        
  • Verwendung von LED-Leuchtmitteln  

Heizenergie sparen

  • Die Temperatur in den städtischen Büros soll in der Heizperiode maximal 19 Grad betragen.
  • Die Raumklimatisierung in den Sommermonaten wird kurzfristig auf ein betriebsnotwendiges Minimum reduziert.
  • Die in den vergangenen zwei Jahren vorgenommene Aussetzung einer Raumtemperaturabsenkung in den Schulen während der Ferienzeiten wurde dort, wo kein OGS- beziehungsweise Ferien-Betrieb stattfindet, wieder eingeführt und seit den Herbstferien entsprechend vorgesehen und wieder einprogrammiert.
  • Unsere über 22.000 Mitarbeitenden werden hinsichtlich eines energieeffizienten Verhaltens sensibilisiert. Insbesondere sollen auch die Hausmeister*innen als Multiplikator*innen geschult werden.
  • Die Betriebsparameter, wie beispielsweise Raumtemperatur und Energieverbrauch, werden angepasst, zum Beispiel in Fahrzeughallen, Waschhallen, Lagerhallen, sodass diese nur frostfrei gehalten werden.

Um alle Kölner*innen mit ins Boot zu holen und zum Energiesparen zu animieren, wird das städtische Unternehmen RheinEnergie in Kürze eine Informationskampagne mit Tipps zum Energiesparen umsetzen.

Weitere Maßnahmen werden von unseren städtischen Beteiligungen umgesetzt:

  • Die Beleuchtung der Pylone wird am RheinEnergieSTADION abgeschaltet.
  • Die RheinEnergie veröffentlicht eine Informationskampagne mit Energiespartipps.
  • Seit Oktober 2022 ist der Betrieb der KölnBäder energieoptimiert. 
Energiesparen auf Weihnachtsmärkten
Stadt Köln schnürt erstes Maßnahmenpaket zum Energiesparen

Weitere Maßnahmen werden im Bereich Gastronomie und Werbeanlagen umgesetzt.

  •  Die Beleuchtung von Werbeanlagen ist in der Zeit von 22 Uhr bis 16 Uhr des Folgetages ausgeschaltet.
  • Die Raumtemperatur in gastronomischen Betrieben darf 19 Grad nicht übersteigen.
  • Ladentüren und Eingangssysteme von Geschäftsräumen des Einzelhandels müssen geschlossen gehalten werden. Auch bei gastronomischen Betrieben soll dies, wo möglich, umgesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen und Antworten aus dem Bereich Gastronomie finden Sie hier

Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat eine mehrstufige Verordnung auf den Weg gebracht, wodurch der Energieverbrauch in Deutschland um 20 Prozent reduziert werden soll.

Durch den russischen Angriff auf die Ukraine befindet sich Deutschland weiterhin in einer angespannten Gasversorgungslage. Die Bundesregierung und das Bundeswirtschaftsministerium bemühen sich daher die Abhängigkeit von russischen Gasimporten so schnell wie möglich zu reduzieren. Das Bundeskabinett hat im August 2022 zwei Energieeinsparverordnungen gebilligt.

Die zwei Verordnungen beinhalten konkret Maßnahmen zur Energieeinsparung für die kommende und die übernächste Heizperiode und adressieren die öffentlichen Körperschaften sowie Unternehmen und private Haushalte.

Neben der Einsparung von Gas sind auch Maßnahmen vorgesehen, die den Stromverbrauch senken sollen. Dies trägt dazu bei, die Stromerzeugung mit Gas zu verringern. Eine Verordnung mit kurzfristigen Maßnahmen gilt ab dem 1. September 2022 und hat eine Dauer von sechs Monaten. Die zweite Verordnung mit mittelfristigen Maßnahmen gilt ab dem 1. Oktober 2022 und hat eine Geltungsdauer von 24 Monaten. Letztere bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats, welcher am 16. September 2022 tagt.

Mit diesen Verordnungen kann ein kleiner, aber unverzichtbarer Beitrag erreicht werden. So lässt sich mit den darin enthaltenen Maßnahmen der Gasverbrauch nach ersten Schätzungen um ungefähr zwei Prozent senken. Zugleich rechnen sich die Maßnahmen für private Haushalte, Unternehmen und die der öffentlichen Hand. Werden sie umgesetzt, lässt sich in den kommenden beiden Jahren ein Einsparvolumen von gut 10,8 Milliarden Euro erreichen.

Die Maßnahmen der zwei Verordnungen im Einzelnen:

A)  Maßnahmen der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV) 

  • Mieter*innen bekommen mehr Spielraum, um Energie einzusparen
  • Verbot der Nutzung bestimmter Heizungsarten für Schwimm- und Badebecken
  • Maßnahmen zur Energieeinsparung in öffentlichen Nichtwohngebäuden
  • 19 Grad an Arbeitsstätten in öffentlichen Nichtwohngebäuden
  • Trinkwassererwärmungsanlagen in öffentlichen Nichtwohngebäuden
  • Beleuchtung von Gebäuden oder Baudenkmälern
  • Mehr und detailliertere Information für private Energiesparmaßnahmen
  • Ladentüren und Eingangssysteme im Einzelhandel
  • Nutzungseinschränkung beleuchteter Werbeanlagen
  • Mindestwerte der Lufttemperatur für Arbeitsräume in Arbeitsstätten

B) Maßnahmen der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSimiMaV) 

Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen, privaten und Firmengebäuden

  • Pflicht zu Heizungsprüfung und –optimierung
  • Verpflichtender hydraulischer Abgleich für Eigentümer großer Gebäude mit zentraler Wärmeversorgung

Einsparungen in Unternehmen

  • Verpflichtung zur Umsetzung wirtschaftlicher Effizienzmaßnahmen in Unternehmen
Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen
Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen