2001 wurde der Preis erstmalig in drei Kategorien verliehen, für Vereine und Organisationen, Projekte und Initiativen sowie an Einzelpersonen.

Preis an Vereine und Organisationen

Die evangelische und katholische Telefonseelsorge in Köln hilft seit über 30 Jahren Menschen, die Probleme haben, mit Rat und Beistand. Seitdem opferten die ehrenamtlichen Aktiven über 400.000 Stunden ihrer Freizeit am Telefon. Zurzeit arbeiten 109 Freiwillige für die evangelische und katholische Telefonseelsorge. Die Jury hob die Zusammenarbeit der beiden Konfessionen bei der Telefonseelsorge besonders hervor.

Preis an Projekte und Initiativen

Die Elterninitiative herzkranker Kinder Köln e. V. setzt sich ehrenamtlich für die Belange von jungen Menschen mit angeborenem Herzfehler und deren Familien ein. Eltern, Ärztinnen und Ärzte sowie Schwestern und Pfleger der Klinik und Poliklinik für Kinderkardiologie an der Universität zu Köln haben den Verein 1987 gegründet. Drei Mal in der Woche stehen Mütter herzkranker Kinder Eltern von ebenfalls betroffenen Kindern mit einem Stationsdienst zur Verfügung. Einmal im Monat organisieren die Eltern einen Familientreff.

Im vergangenen Jahr wurde die Initiative einem großen Teil der Öffentlichkeit durch ihren Kampf für den Erhalt der Kölner Kinderkardiologie bekannt. Die Mitglieder sammelten in acht Monaten 35.000 Unterschriften und 800 Petitionsbriefe. Zurzeit hat die Initiative 170 Mitglieder.

Einzelpersonen

Günther Daubenbüchel engagierte sich seit 1958 in besonderem Maße als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Besonders ausgezeichnet hat er sich als Fachberater in der Rufbereitschaft, als Ausbilder und als Stellvertreter des Sprechers der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Nord. Daubenbüchel war mit Herz und Seele Feuerwehrmann und damit vielen jüngeren Mitgliedern ein Vorbild. Am 1. August 2001 - auf den Tag genau nach 43 Jahren - schied er aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr aus.

Paula Hiertz gründete 1976 mit dem "Kölsch-Thiater" Köln-Neubrück e. V. die bundesweit einzige Kinder- und Jugend-Mundartbühne. Sie fungiert als Autorin, Dirigentin, Schauspielerin, Musikerin, Regisseurin, Referentin, Verlegerin und Organisatorin. Seit der Gründung des Vereins vor 25 Jahren ist sie auch dessen Vorsitzende.

Frank Hünseler agiert bei der SSV Roggendorf/Thenhoven als Multitalent in vielen Funktionen: Er ist für die Platzpflege zuständig und hält die dazu erforderlichen Geräte instand, wodurch die Stadt finanziell erheblich entlastet wird. Außerdem trainiert er eine Jugendmannschaft und spielt selbst noch aktiv in der 1. Mannschaft. Darüber hinaus kümmert er sich als "Mädchen für alles" seit über zehn Jahren um die Dinge, die im Verein sonst noch anfallen. Nicht zuletzt ist er seit fünf Jahren Hausmeister im Schützenheim, natürlich auch ehrenamtlich.

Erika Metzinger ist seit fast 20 Jahren ehrenamtlich auf sozialem Gebiet in Holweide aktiv. In den 80er Jahren begann sie, sich im Kinder- und Jugendbereich zu engagieren. 1986 wird auf ihr Bestreben die Holweider Selbsthilfe gegründet. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen der Bewohner der Gerhard-Hauptmann-Siedlung zu verbessern. Metzinger ist seit der Gründung des Vereins dessen 1. Vorsitzende und hat alle Aktionen zur Selbsthilfe maßgeblich beeinflusst und mitgestaltet.

Dr. Jürgen Vohmann hat 1981 als Gründungsmitglied die Kölner Kreisgruppe des BUND ins Leben gerufen und bis heute auf über 1.000 Mitglieder aufgebaut. Er war seit Anbeginn ununterbrochen federführend im Vorstand der Kreisgruppe aktiv und hat dabei die Interessen des Natur- und Umweltschutzes im Raum Köln mit äußerst großem Engagement und zeitlichem Einsatz vertreten. Dr. Vohmann gilt als Schlüsselfigur des Kölner Naturschutzes und bekleidet in diesem Bereich noch weitere Ehrenämter.