Kölner Projekte ALVENI zur Verbesserung der Lebenssituation von neuzugewanderten Menschen aus der Europäischen Union

ALVENI bedeutet in Esperanto "ankommen". Die Projekte ALVENI links und rechts vom Rhein richten sich an besonders benachteiligte Neuzugewanderte aus der Europäischen Union. Darunter sind auch Eltern mit ihren Kindern im Vorschulalter bis zu 7 Jahren, die die bereits bestehenden Hilfs- und Unterstützungsstrukturen noch nicht kennen.

Um die Projekte umzusetzen, haben wir Projektverbünde mit erfahrenen Trägern aus der Kölner Beratungslandschaft gebildet. Mit diesen Trägern haben wir das Angebot an Beratungs- und Anlaufstellen für die neuzugewanderten Menschen ausgebaut.

© EHAP-Projekte ALVENI

Das Projekt ALVENI links vom Rhein wird in den Stadtteilen Ehrenfeld, Meschenich und Innenstadt mit folgenden Trägern durchgeführt:

  • agisra e. V. Köln
  • Allerweltshaus e. V.
  • Caritasverband für die Stadt Köln e. V.
  • Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung e. V.
  • LOOKS e. V.

 

© EHAP-Projekte ALVENI

Das Projekt ALVENI rechts vom Rhein wird in den Stadtteilen Mülheim und Kalk mit folgenden Trägern durchgeführt:

  • Caritasverband für die Stadt Köln e. V.
  • Latscho Drom e. V.
  • Lernende Region-Netzwerk Köln e. V.
  • Bürgerzentrum Vingst/Vingster Treff e. V. 

Durch die Mitarbeitenden der Beratungs- und Anlaufstellen werden die Menschen angesprochen, zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen, an bekannten Wohn- und Aufenthaltsorten sowie Treffpunkten im Sozialraum. Wir wollen diese Menschen so an bestehende Beratungsstellen vermitteln und begleiten. Zusätzlich werden Hilfsangebote entwickelt, die sich speziell an Frauen oder Männer in bestimmten Altersgruppen richten. Durch die Vermittlung in diese Angebote wollen wir diesen Menschen die Inanspruchnahme von Regelangeboten perspektivisch ermöglichen.

Wir wollen mit den Projekten die akute Lebenssituation der Menschen durch die Nutzung von lokal und/oder regional vorhandenen Hilfsangeboten verbessern. Die Mitarbeitenden der Beratungs- und Anlaufstellen sollen eine Brückenfunktion zwischen den neuzugewanderten Menschen und den bestehenden vielfältigen Angeboten des Regelsystems schaffen. Hierdurch wird ein Beitrag zur Milderung der sozialen Probleme vor Ort geleistet, die durch die Zuwanderung aus der Europäischen Union entstanden sind. Damit werden keine neuen Strukturen geschaffen, sondern bereits bestehende Hilfsstrukturen ergänzt und in ihrer Wirkkraft verstärkt. Eine materielle Unterstützung der Menschen oder eine direkte Vermittlung in Arbeit ist nicht Bestandteil der Projekte.

Die Gleichbehandlung von Frauen und Männern und die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung sind uns wichtige Querschnittsziele der Projekte. Durch die Durchführung von Antidiskriminierungs- und Diversity-Workshops und der Kommunikation mit der Stadtgesellschaft sollen Diskriminierungsvorbehalte beziehungsweise Unsicherheiten gegenüber der Zielgruppe abgebaut werden. Ziel ist die Stabilisierung des sozialen Friedens und eine Integration der Menschen in die Gesellschaft.

Die Abgrenzung der beiden Projekte ergibt sich aus der links- beziehungsweise rechtsrheinischen Orientierung der Stadtteile, die besonders von Zuwanderung betroffenen sind. Die Ressourcen der beiden Projektverbünde werden jedoch stadtteilübergreifend genutzt. In den Projekten arbeiten quartiersbezogene und zielgruppenspezifische Träger zusammen. Durch die Einbindung von zielgruppenspezifischen Trägern werden gesamtstädtisch Beratungen zu besonderen Schwerpunktthemen wie Gewalt gegenüber Frauen, Prostitution von Zugewanderten sowie Mehrfachdiskriminierung angeboten.

Die Projekte ALVENI links und rechts vom Rhein werden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) und durch uns gefördert.

Der EHAP ist ein neuer europäischer Hilfsfonds, der sich klar von anderen EU-Fördermöglichkeiten abgrenzt. Der EHAP hat für Deutschland in der Förderperiode 2014 bis 2020 ein Fördervolumen von insgesamt 93 Millionen Euro. In der ersten und zum 31. Dezember 2018 beendeten Förderphase wurden bereits die Kölner Projekte BONVENA und ZuBeFa gefördert. Eine Weiterführung dieser Projekte war nicht möglich. Stattdessen wurden die beiden neuen ALVENI Projekte entwickelt. Sie haben eine Laufzeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020.

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit
E-Mail an die EHAP-Projekte ALVENI

Caritasverband für die Stadt Köln e. V.

Beratung für Erwachsene

Projektleitung:

ALVENI links und rechts vom Rhein

Tim Westerholt
Caritas-Zentrum Köln Kalk
Bertramstraße 12-22
51103 Köln

Telefon: 0221 / 98577-417

Projektmitarbeiterinnen:

ALVENI rechts vom Rhein

Angela Tonova
Caritas-Zentrum Köln Kalk
Bertramstraße 12-22
51103 Köln

Telefon: 0178 / 9094847

ALVENI links vom Rhein

Cristina Peiron-Baehr
Caritas-Zentrum Köln Meschenich
Brühler Landstraße 425
50997 Köln

Telefon: 0162 / 2705988

Katerina Aleksieva
Caritas-Zentrum Köln Meschenich
Brühler Landstraße 425
50997 Köln

Telefon: 01522 / 3958176

 

Beratung für Eltern und deren Kinder

Projektleitung:

ALVENI links vom Rhein

Katja Hendrichs
Caritas-Zentrum Köln Meschenich
Brühler Landstraße 425
50997 Köln

Telefon: 02232 / 4171810
Mobil: 0178 / 9406688

Projektmitarbeiter:

Mihaly Lakatos
Caritas-Zentrum Köln Meschenich
Brühler Landstraße 425
50997 Köln

Telefon: 02232 / 4171815

E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Meschenich, Katja Hendrichs E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Meschenich, Mihaly Lakatos E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Meschenich, Cristina Peiron E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Meschenich, Katerina Aleksieva E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Kalk, Tim Westerholt E-Mail an Caritas-Zentrum Köln Kalk, Angela Tonova E-Mail an EU-Projekte der Caritas Köln Caritasverband für die Stadt Köln e. V.

eva gGmbH

ALVENI links vom Rhein

Projektleitung:

Lena Teschlade
Herbrandstraße 10
50825 Köln

Telefon: 0221 / 506092-54

Projektmitarbeiterinnen:

Lacrimioara Suvaiala
Herbrandstraße 10
50825 Köln

Telefon: 0221 / 506092-36

Polina Aschermann
Herbrandstraße 10
50825 Köln

Telefon: 0221 / 506092-35

E-Mail an eva gGmbH, Lena Teschlade E-Mail an eva gGmbH, Lacrimioara Suvaiala E-Mail an eva gGmbH, Polina Aschermann eva gGmbH

Lernende Region Netzwerk Köln e. V.

ALVENI rechts vom Rhein

Projektleitung:

Kai Sterzenbach
Julius-Bau-Straße 2
51063 Köln

Telefon: 0221 / 990829-12

Projektmitarbeiter:

Marius Henne
Bezirksrathaus Mülheim
Projektbüro "ALVENI rechts vom Rhein" 
Wiener Platz 2a
51065 Köln

Telefon: 0221 / 221-99715

E-Mail an Lernende Region Netzwerk Köln e. V., Kai Sterzenbach E-Mail an Lernende Region Netzwerk Köln e. V., Projekt ALVENI rechts vom Rhein Lernende Region - Netzwerk Köln e.V. - ALVENI rechts vom Rhein

agisra e. V.

ALVENI links vom Rhein

Projektleitung:

Behshid Najafi
Martinstraße 20a
50667 Köln

Telefon: 0221 / 124019 oder 0221 / 1390392

Projektmitarbeiterin:

Aleksandra Gajek
Jimena Escobar Torres
Martinstraße 20a
50667 Köln

Telefon: 0221 / 124019 oder 0221 / 1390392

E-Mail an agisra e. V., Projekt ALVENI links vom Rhein E-Mail an agisra e. V., Aleksandra Gajek E-Mail an agisra e. V., Jimena Escobar Torres agisra e. V.

LOOKS e. V.

ALVENI links vom Rhein

Projektleitung:

Sabine Reinke
Mühlenbach 42
50676 Köln

Telefon: 0221 / 2405650

Projektmitarbeiterin:

Biljana Milkova
Mühlenbach 42
50676 Köln

Telefon: 0221 / 2405650

E-Mail an LOOKS e. V., Sabine Reinke E-Mail an LOOKS e. V., Biljana Milkova LOOKS e. V.

Allerweltshaus e. V.

ALVENI links vom Rhein

Projektleitung:

Dörte Mälzer
Körnerstraße 77-79
50823 Köln

Telefon: 0221 / 57779931

Projektmitarbeiterin:

Yana Gaydarova
Körnerstraße 77-79
50823 Köln

Telefon: 0221 / 57779931

E-Mail an Allerweltshaus Köln e. V., Projekt ALVENI links vom Rhein E-Mail an Allerweltshaus Köln e. V., Yana Gaydarova Allerweltshaus Köln e. V.

Latscho Drom e. V.

ALVENI rechts vom Rhein

Projektleitung:

Dr. Marco Heinz
Bonner Straße 49
51149 Köln

Telefon: 0176 / 42232458

Projektmitarbeiterinnen:

Katita Rostats c/o Don Bosco Club
Denislava Stavreva c/o Don Bosco Club

E-Mail an Latscho Drom

Bürgerzentrum Vingst / Vingster Treff e. V.

ALVENI rechts vom Rhein

Projektleitung:

Beate Mages
Ostheimerstraße 125
51107 Köln

Telefon: 0221 / 78807600

Projektmitarbeiterinnen:

Veronica Sana

Telefon: 0221 / 78807600


Gülsen Temur

Telefon: 0221 / 875485

E-Mail an Bürgerzentrum Vingst / Vingster Treff, Beate Mages E-Mail an Bürgerzentrum Vingst / Vingster Treff, Mitarbeiterinnen Bürgerzentrum Vingst / Vingster Treff

Förderinnen und Förderer des Projektes

© BMAS BMFSFJ
Bundesministerien für Arbeit und Soziales sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend
© BMAS
Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen
© EU
Europäische Union
Bundesministerium für Arbeit und Soziales Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Europäische Union Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen

EHAP-Projekte BONVENA und ZuBeFa - 2016 bis 2018

Kölner Projekt BONVENA für besonders benachteiligte neuzugewanderte Menschen aus der Europäischen Union

© BONVENA
BONVENA

BONVENA bedeutet in Esperanto "willkommen" oder "erwünscht". Unser Projekt "BONVENA" hatte eine Laufzeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018. Es richtete sich an besonders benachteiligte Neuzugewanderte aus der Europäischen Union, die die bereits bestehenden Hilfs- und Unterstützungsstrukturen noch nicht kannten.   

Dazu hatten wir zu Beginn 2016 im Kooperationsverbund mit den folgenden Trägern fünf Beratungs- und Anlaufstellen eingerichtet:

  • Caritasverband für die Stadt Köln e. V.    
  • eva gGmbH
  • Lernende Region Netzwerk Köln e. V.
  • agisra e. V.
  • LOOKS e. V.

Durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungs- und Anlaufstellen wurden die Menschen zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen angesprochen, um sie an bestehende hilfegebende Beratungsstellen zu vermitteln und zu begleiten.

Ziel des Projektes war es, außerhalb der Gesellschaft stehenden Gruppen einen Zugang in die Gesellschaft zu eröffnen. Es sollte eine Brückenfunktion zwischen den neuzugewanderten Menschen und den bestehenden vielfältigen Angeboten des Regelsystems schaffen. Dabei wurden keine neuen Strukturen geschaffen, sondern bereits bestehende Hilfestrukturen ergänzt und in ihrer Wirkkraft verstärkt. Eine materielle Unterstützung der Menschen war nicht Bestandteil des Projektes.

Erstmalig arbeiteten quartiersbezogene und zielgruppenspezifische Träger in einem formalen Kooperationsverbund zusammen. Durch die Einbindung der zielgruppenspezifischen Träger agisra e. V. und LOOKS e. V. konnten flächendeckend im Stadtgebiet Beratungen zu besonderen Schwerpunktthemen wie Gewalt gegenüber Frauen, Prostitution von Zugewanderten sowie Mehrfachdiskriminierung in Anspruch genommen werden.

Das Projekt BONVENA wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

Der EHAP ist ein europäischer Hilfsfond und grenzt sich klar von anderen Fördermöglichkeiten ab. Zu diesen gehören zum Beispiel Mittel des Europäischen Sozialfonds oder anderen EU-finanzierten Programmen. Der EHAP hat für Deutschland ein Fördervolumen von insgesamt 93 Millionen Euro. Es werden insgesamt 88 Projekte finanziert. Die Förderquote von 85 Prozent seitens der EU stockt der Bund um weitere 10 Prozent auf, so dass der Eigenmittelanteil der Projektträger bei 5 Prozent liegt.

Das Projekt BONVENA ergänzte das seit 1. Januar 2016 fortgeführte ESF-Projekt "Willkommen in Köln II". Ziel des Projektes war die nachhaltige Integration der Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in den hiesigen Arbeitsmarkt und das soziale Umfeld.

Das Projekt BONVENA stand in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem im Rahmen des Handlungsschwerpunktes 2 der Förderrichtlinie initiierten Projektes ZuBeFa (Zugehende Beratung von neu zugewanderten Familien aus Südosteuropa und deren Kindern) des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln. Im Rahmen der Projektdurchführung von ZuBeFa sollte die Zielgruppe an Angebote der frühen Bildung und der sozialen Betreuung übergeleitet werden.

Pressemitteilung zum Projekt vom 4. Dezember 2018
Pressemitteilung zum Projekt vom 14. September 2018
Pressemitteilung zum Projekt vom 3. Juni 2016
Flyer - Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)
EHAP-Projekt ZuBeFa