Oberbürgermeister Roters und Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik luden ins Rathaus ein

Seit März 2009 ist die UN-Konvention auch in Deutschland gültig. Sie ist ein Meilenstein in der Behindertenpolitik. Die Berücksichtigung ihrer Grundsätze ist eine große Herausforderung für Bund, Länder und Kommunen.

Die 1. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes begrüßte in Vertretung für den Oberbürgermeister die mehr als 300 Besucherinnen und Besucher. Sie versicherte, dass die Stadt die Verpflichtungen aus der UN-Konvention ernst nehmen werde. Mit der Verabschiedung des Handlungskonzepts zur Kölner Behindertenpolitik sei ein erster Schritt unternommen, dem nun viele weitere folgen müssten.

Sozialdezernentin Marlis Bredehorst hob vor allem die aktive Rolle der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik an den Entwicklungen der vergangenen 5 Jahre hervor. Monika Nolte appellierte als Vertreterin der Stadtarbeitsgemeinschaft an Oberbürgermeister Roters, die Themen Barrierefreiheit und "eine Stadt für alle" im Interesse aller Kölner Bürgerinnen und Bürger zu eigenen Themen zu machen.

Monika Nolte appellierte als Vertreterin der Stadtarbeitsgemeinschaft an Oberbürgermeister Roters, die Themen Barrierefreiheit und "eine Stadt für alle" im Interesse aller Kölner Bürgerinnen und Bürger zu eigenen Themen zu machen.

In seinem Vortrag stellte Carl-Wilhelm Rößler vom Kölner Zentrum für selbstbestimmtes Leben die wesentlichen Grundzüge der UN-Konvention vor. Als zentrale Aspekte benannte er:

  • Unterstützung und Selbstbestimmung statt Betreuung,
  • Inklusion statt Integration,
  • Gleichberechtigung statt abwertender Sonderbehandlung,
  • Anspruch auf umfassende Menschenrechte statt Bittstellertum.

Sein Fazit:  

Die UN-Konvention hilft dabei, dass Menschen mit Behinderung auch die Menschenrechte nutzen können.
Die UN-Konvention zeigt, dass Menschen mit Behinderung viel leisten können.
Die UN-Konvention zeigt, dass Menschen mit Behinderung völlig gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft sind.

Das Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik orientiert sich im Wesentlichen an der "Erklärung von Barcelona". Im Handlungsfeld Schule bezieht es sich jedoch bereits auf die UN-Konvention und die dort formulierte Forderung nach "inclusive education". Die Behindertenbeauftragte Marita Reinecke stellte heraus, dass die Veröffentlichung des Konzeptes nun die Ziele und Maßnahmen der Kölner Behindertenpolitik für die nächsten Jahre überprüfbar mache. Barrierefreiheit als selbstverständlicher Standard und mit dem gleichen Stellenwert wie der Brandschutz sei das Ziel.

Forderungen an die Politik

Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik überreichen Forderungen

In der abschließenden Gesprächsrunde präsentierten Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik ihre zentralen Forderungen auf großen Schildern und diskutierten sie mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Ratsfraktionen. Diese nahmen am Ende jeweils zwei bis drei Forderungen mit, für die sie sich in der kommenden Legislaturperiode in besonderer Weise einsetzen wollen. Die Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft versicherten, dass sie in etwa einem Jahr nach ersten Ergebnissen fragen werden.

Durch die Veranstaltung führte, wie in den letzten Jahren, die Journalistin Anke Bruns. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Gruppe "WAN DEL", die Werksband der Gemeinnützigen Werkstätten Köln.

    Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung konnten sich darüber hinaus an zahlreichen Ständen über die Angebote sowie die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Köln informieren.

Es wurden Stände unter anderem zu folgenden Themen angeboten:

  • Kinder/Jugend
  • Wohnen
  • Arbeit
  • Stadtentwicklung/Mobilität
  • Kultur
  • Selbsthilfe/Bürgerschaftliches Engagement

Weiterführende Links

Informationen zur UN-Konvention
Erklärung von Barcelona
Handlungskonzept Behindertenpolitik
Übersicht der Berichte zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung
Startseite Menschen mit Behinderung
Büro der Behindertenbeauftragten