Für die verschiedenen Aufenthalte und Zwecke gibt es weitere Informationen zur Verpflichtungserklärung.

Besuchsaufenthalte - was ist dabei zu beachten?

Bei Besuchsaufenthalten bis zu drei Monaten entscheiden die deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften und Generalkonsulate) in eigener Zuständigkeit über die Erteilung eines Visums.

Ausländerinnen und Ausländer, die nach Deutschland einreisen möchten, müssen unter anderem nachweisen, dass sie in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt, einschließlich ausreichendem Krankenversicherungsschutz, für die Dauer des beabsichtigten Aufenthaltes sicherzustellen.

Dieser Nachweis kann auch durch die Abgabe einer Verpflichtungserklärung erbracht werden.

Mit dieser verpflichtet sich die Verpflichtungsgeberin oder der Verpflichtungsgeber (Gastgeberin oder Gastgeber), für alle Kosten aufzukommen, die während des Aufenthaltes des Gastes in Deutschland anfallen können. Hierzu wird in der Regel die Leistungsfähigkeit/Bonität des Verpflichtungsgebenden (Gastgeberin oder Gastgebers) geprüft.

Grundsätzlich ist es erforderlich, dass Sie für jede einzelne Person, die nach Deutschland einreisen möchte, eine Verpflichtungserklärung abgeben. Sollte es sich um ein Ehepaar handeln, ist es möglich, das Ehepaar gemeinsam bei der Abgabe der Erklärung aufzunehmen. Sofern dieses Ehepaar minderjährige Kinder hat, können bis zu sechs Kinder mit in die Erklärung aufgenommen werden.

Das Antragsformular sieht nur die Angaben einer Einzelperson oder eines Ehepaares mit bis zu zwei Kindern vor. Sollte das Ehepaar mehr als zwei Kinder haben, füllen Sie bitte das Antragsformular mehrfach mit den Personalien der weiteren Kinder aus.

Antragsformular zur Verpflichtungserklärung

Finanzielle Leistungsfähigkeit bei Besuchsreisen - was wird geprüft?

Für Besuchsreisen werden geprüft:

Nachweise über regelmäßige Einnahmen, zum Beispiel:

  • Lohnabrechnungen der letzten sechs Monate
  • Rentenbescheide
  • Bescheinigung des Steuerberaters über die Gewinnermittlung (Reinerlös) oder eine aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) oder den Steuerbescheid
  • Krankengeldbescheid
  • Elterngeldbescheid
  • Festsetzung Arbeitslosengeld I
  • Arbeitgeberbescheinigung mit der Angabe ob das Arbeitsverhältnis befristet und/oder gekündigt ist 
  • Kontoauszüge aller Privatkonten der letzten drei Monate

Alle Unterlagen des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin werden ebenfalls benötigt.  

 

Geschäftsreisen - was ist dabei zu beachten?

Bei Geschäftsreisen bis zu drei Monaten entscheiden die deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften und Generalkonsulate) in eigener Zuständigkeit über die Erteilung eines Visums.

Ausländerinnen und Ausländer, die nach Deutschland einreisen möchten, müssen unter anderem nachweisen, dass sie in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt, einschließlich ausreichendem Krankenversicherungsschutz, für die Dauer des beabsichtigten Aufenthaltes sicherzustellen.

Dieser Nachweis kann auch durch die Abgabe einer Verpflichtungserklärung erbracht werden.

Mit der Verpflichtungserklärung verpflichten sich die Verpflichtungsgebenden (Firmen, Vereine), für alle Kosten aufzukommen, die während des Geschäftsaufenthaltes des Geschäftspartners bzw. der Geschäftspartnerin in Deutschland anfallen können.

Hierzu wird in der Regel die Leistungsfähigkeit/Bonität des Verpflichtungsgebenden (Firmen, Vereine) geprüft.

Ein Beispiel für eine "Haftungserklärung für Firmen und Vereine" finden Sie unter

Beispiel Haftungserklärung für Fimen und Vereine
PDF, 510 kb

Grundsätzlich ist es erforderlich, dass Sie für jede einzelne Person, die nach Deutschland einreisen möchte, eine Verpflichtungserklärung abgeben.

Sollte es sich um ein Ehepaar handeln, ist es möglich, das Ehepaar gemeinsam bei der Abgabe der Erklärung aufzunehmen. Sofern dieses Ehepaar minderjährige Kinder hat, können bis zu sechs Kinder mit in die Erklärung aufgenommen werden.

Finanzielle Leistungsfähigkeit bei Geschäftsreisen - was wird geprüft?

Bei Geschäftsreisen wird zusätzlich geprüft:

  • Eine Jahresbilanz (Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)) oder der Steuerbescheid
  • Bei gemeinnützigen Vereinen, die keine BWA vorweisen können, benötigen wir die Kontoauszüge von dem Verein der letzten 12 Monate

Wichtig:

Die Hinterlegung der Sicherheitsleistung ist nicht möglich!

Familienzusammenführung/Eheschließung - was ist dabei zu beachten?

In der Bundesrepublik Deutschland wird die Familienzusammenführung durch das Aufenthaltsgesetz (AufenthG) im Abschnitt 6 Aufenthalt aus familiären Gründen (§§ 27 bis 36) geregelt.

Die Familienzusammenführung oder der Familiennachzug ist ein Zuzug von Familienangehörigen zu einer Person, die sich bereits im Zielland aufhält oder gemeinsam mit den Familienangehörigen zuziehen will, zum Zwecke der Herstellung oder Aufrechterhaltung der Familieneinheit. Die Familienzusammenführung ist in der Regel gleichzeitig oder nachträglich möglich, auch nach Geburt eines ausländischen Kindes im Inland.

Man unterscheidet in der Regel zwischen Kindernachzug, Elternnachzug und dem Nachzug der Großeltern. Es besteht im deutschen Asyl- und Aufenthaltsrecht kein Anspruch auf Geschwisternachzug. Sie gehören nicht zur sogenannten "Kernfamilie".

Achtung:

Bei einem Ehegattennachzug muss der im Ausland lebende Ehepartner bzw. die Ehepartnerin das Visum auf Familienzusammenführung bei der zuständigen Auslandsvertretung im Ausland beantragen.

Über den späteren Verlauf können Sie sich beim Ausländeramt - Einreise erkundigen.

E-Mail an das Ausländeramt - Einreise

Der Nachweis für den Antrag auf ein Visum für Familienzusammenführung oder eine Eheschließung kann durch die Abgabe einer Verpflichtungserklärung erbracht werden.

Mit der Verpflichtungserklärung verpflichten sich die Verpflichtungsgebenden (Gastgeberin oder Gastgeber), für alle Kosten aufzukommen, die während des Aufenthaltes des Gastes in Deutschland anfallen können. Hierzu werden in der Regel die Leistungsfähigkeit/Bonität der Verpflichtungsgebenden (Gastgeberin oder Gastgebers) und der ausreichende Krankenversicherungsschutz geprüft.

Grundsätzlich ist es erforderlich, dass Sie für jede einzelne Person, die nach Deutschland einreisen möchte, eine Verpflichtungserklärung abgeben. Sollte es sich um ein Ehepaar handeln, ist es möglich, das Ehepaar gemeinsam bei der Abgabe der Erklärung aufzunehmen. Sofern dieses Ehepaar minderjährige Kinder hat, können bis zu sechs Kinder mit in die Erklärung aufgenommen werden.

Das Antragsformular sieht nur die Angaben einer Einzelperson oder eines Ehepaares mit bis zu zwei Kindern vor. Sollte das Ehepaar mehr als zwei Kinder haben, füllen Sie bitte das Antragsformular mehrfach mit den Personalien der weiteren Kinder aus.

Wichtig:

Die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung ist nicht möglich!

 

Unter dem Antragsformular zur Verpflichtungserklärung finden Sie Checklisten der Unterlagen und den Vordruck für die Krankenkasse sowie Vermieter, welche ausgefüllt werden muss.

Antragsformular für die Verpflichtungserklärung
Vordruck für Krankenkasse und Vermieterin oder Vermieter
PDF, 28 kb
Checkliste bei Familienzusammenführung oder Eheschließung für Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer/Angestellte/Rentnerin oder Rentner
PDF, 287 kb
Checkliste bei Familienzusammenführung oder Eheschließung für Selbständige/Freiberuflich Tätige
PDF, 301 kb