Das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Leitungen der Kreispolizeibehörden aufgefordert, in ihren Zuständigkeitsbereichen regelmäßig Sicherheitskonferenzen durchzuführen.  

Sicherheitskonferenzen (SiKo) fördern das enge und vertrauensvolle Zusammenwirken zwischen den Behörden sowie Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und der Justiz. Sie ermöglichen es insbesondere, einen gemeinsamen Informationsstand über die Sicherheitslage herzustellen, das wechselseitige Verständnis zu fördern, Schwerpunkte sowie Handlungserfordernisse zu identifizieren und entsprechende Konzepte sowie Aktivitäten darauf abzustimmen. Sicherheitskonferenzen bieten auch einen Rahmen, die in der fortwährenden Zusammenarbeit erforderlichen, strukturellen Abstimmungen unbürokratisch und effektiv vorzunehmen. Sie können auch ein wesentlicher Katalysator für die (Fort-) Entwicklung von Kooperationen, wie Ordnungspartnerschaften, und anderen Formen der Zusammenarbeit sein.  

Vor diesem Hintergrund lädt der Polizeipräsident Köln für die Stadtgebiete Köln und Leverkusen mindestens einmal jährlich die jeweilige Leitungsebene, insbesondere bei den jeweils zuständigen  

  • Staatsanwaltschaft(en),
  • Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit,
  • Kreis-, Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung(en),
  • Dienststellen der Bundespolizei,
  • Dienststellen der Zollverwaltung sowie
  • die staatlichen Schulämter über die jeweilige Bezirksregierung

zu Sicherheitskonferenzen ein. Um Aspekte der Kindeswohlgefährdung zu berücksichtigen, werden ebenfalls die Leitungen der Jugendämter eingeladen.

Im Rahmen der Sicherheitskonferenzen werden insbesondere folgende Themen erörtert:  

  • Sicherheitslage (Einsatz-, Kriminalitäts- und Verkehrsunfalllage),
  • Räumliche Brennpunkte,
  • Banden- und Intensivtäterstrukturen, Clankriminalität,
  • Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch und sonstigen Straftaten
  • Sicherheit von Großveranstaltungen
  • Entwicklung gemeinsamer Strategien und Aktionen
  • Kooperationsstrukturen, wie Ordnungspartnerschaften und andere Formen.

In den Kreispolizeibehörden, die nach dem Polizeiorganisationsgesetz Aufgaben der Autobahnpolizei wahrnehmen, führt die Behördenleitung gesonderte regelmäßige „Sicherheitskonferenzen (Siko-AP)“ mit den von Sicherheitsfragen auf den Bundesautobahnen (einschließlich der Einrichtungen und Anlagen sowie der Zu- und Abfahrten) betroffenen Stellen durch.  

Die Sicherheitskonferenzen sind nicht öffentlich.