Beendete frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung

Veröffentlicht im Amtsblatt am 25. August 2021

Ziel ist die Neugliederung der Betriebsarten nach dem Abstandserlass vom 6. Juni 2007 zur Vermeidung einer planerischen Konfliktsituation mit der geplanten Wohnbebauung nördlich der Alsdorfer Straße.

Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses und Informationen zum Verfahren

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 17. Juni 2021 unter anderem folgenden Beschluss gefasst:  

Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt, das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes Nummer 63459/02 gemäß § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 1 Absatz 8 Baugesetzbuch (BauGB) für das Gebiet südlich der Widdersdorfer Straße bis die ehemaligen Gleisanlagen der HGK AG zwischen Maarweg und Oskar-Jäger-Straße - Arbeitstitel: Widdersdorfer Straße in Köln-Ehrenfeld, 1. Änderung - einzuleiten.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Beteiligungsverfahren fand in der Zeit vom 30. August bis einschließlich 13. September 2021 statt. Wegen der aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Verfahren nur mit einem öffentlichen Aushang des Planungskonzepts oder mit telefonischer Auskunft durchgeführt. Schriftliche Stellungnahmen konnten bis einschließlich 20. September 2021 an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Ehrenfeld gerichtet werden.

Die eingegangenen Stellungnahmen werden anschließend in der zuständigen Bezirksvertretung beraten und eine Beschlussempfehlung für den Stadtentwicklungsausschuss formuliert. Der Stadtentwicklungsausschuss berät und beschließt auf dieser Grundlage die Vorgaben zur weiteren Ausarbeitung des Bebauungsplan-Entwurfs

Das Aushangplakat sowie ergänzende Erläuterungen hierzu stellen wir ihnen auf dieser Seite weiterhin digital zur Verfügung.

 

Informationen zum Aushangplakat

Beschreibung des Plangebietes

Der Änderungsbereich umfasst das gesamte Plangebiet des derzeit rechtskräftigen Bebauungsplanes Nummer 63459/02. Der Geltungsbe­reich wird im Norden durch die Widdersdorfer Straße, im Westen durch den Maarweg, im Osten durch die Oskar-Jäger-Straße und im Süden durch ehemalige Gleisanlagen der HGK AG und der KVB AG begrenzt.

Der Änderungsbereich wird überwiegend durch eine gewerbliche Nutzung in Form von kleinen und mittelgroßen Gewerbebetrieben geprägt. Lediglich in den Randbereichen des Plangebietes bestehen vereinzel­te Wohnnutzungen. Die Struktur des Plangebietes hat sich in den letzten Jahren gewandelt, sodass eine Wohnnutzung verstärkt aufgegeben wur­de und sich weitere Gewerbebetriebe angesiedelt haben. Der ehemals ansässige Betrieb zur Stahlverzinkung innerhalb des aus­gewiesenen Industriegebietes hat seine Nutzung zwischenzeitlich aufge­geben.

Anlass und Ziel der Änderung

Das große zusammenhängende Gewerbegebiet Braunsfeld/Müngers­dorf/Ehrenfeld unterliegt seit mehreren Jahren einem Strukturwandel. Um diesen Prozess stadtverträglich zu bewältigen, wurde für das ge­samte Gebiet ein Entwicklungskonzept erarbeitet, die sogenannte "Rahmenpla­nung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld", welche vom Rat der Stadt Köln am 20. Juli 2004 beschlossen wurde.

Die planungsrechtliche Umsetzung der im Rahmenplan aufgezeigten Entwicklungsziele wird zum Teil mit der Planung einer Wohnbebauung nördlich der Alsdorfer Straße erfolgen. Zur weiteren Umsetzung der vorgesehenen Entwicklungsziele ist es notwendig, den Bebauungsplan 63459/02 zu ändern. Ziel der Bebauungsplanänderung ist somit die Umwandlung eines Industriegebiets (GI) in ein Gewerbegebiet (GE) für die Grundstücke Widdersdorfer Straße 205 bis 213, sowie die Neugliederung der Betriebsarten nach dem Abstandserlass vom 06. Juni 2007.

Inhalte der Bebauungsplanänderung

Gemäß den Vorgaben der Rahmenplanung, soll das für die Grundstücke Widdersdorfer Straße 205 bis 213 festgesetzte Industriegebiet (GI) in ein Gewerbegebiet (GE) umgewandelt werden. Die industrielle Nutzung, welche im Rahmen des bestehenden Bebau­ungsplanes aus dem Jahr 1984 gesichert wurde, wurde aufgegeben. Die derzeitigen Nutzungen des gesamten Plangebietes wurden in Bezug auf das Emis­sionsverhalten gutachterlich untersucht und in überwiegender Anzahl als unkritisch eingestuft.

Zur Wahrung der städtebaulichen und immissionsschutzrechtlichen Harmonie mit der angrenzenden Planung, wird das Gewerbegebiet nach der Abstandsliste der Anlage 1 zum Abstandserlass neu gegliedert. Im Rahmen der Änderung zum Bebauungsplan wird für das gesamte Plangebiet auf den Abstandserlass vom 06. Juni 2007 umgestellt. Eine gutachterliche Betrachtung, beziehungsweise Bestandserfassung der vorhandenen Betriebe im Gewerbegebiet, wurde erarbeitet. Mit der geplanten Änderung der Festsetzung soll sichergestellt werden, dass nur Anlagen zulässig sind, die die Mindestabstände einhalten. Im Rah­men der gutachterlichen Betrachtung wurden die aus schalltechnischer Sicht relevanten Nutzungen betrachtet. Für die Gewerbebetriebe an der Widdersdorfer Straße 215 (Metallmarkt) und Widdersdorfer Straße 219 (Lebensmittelgeschäft) wurde eine Einzelfallbetrachtung erarbeitet. Die gutachterliche Betrachtung kommt zu dem Ergebnis, dass im Rahmen der Neugliederung keine Einschränkungen der betrieblichen Nutzungen sowie der genutzten Flächen entlang der ehemaligen Gleistrasse gege­ben sind. Negative Auswirkungen auf die heranrückende Wohnbebauung liegen nicht vor.  

Hinweise zum Verfahren

Die Änderung des Bebauungsplanes wird im Regelverfahren gemäß § 8 Baugesetzbuch durchgeführt. Eine Umweltprüfung ist gemäß § 2 Abs. 4 Baugesetzbuch durchzuführen sowie ein Umweltbericht gemäß § 2a Baugesetzbuch zu erstellen.  

Flächennutzungsplan

Im Flächennutzungsplan ist für den Bereich der Grundstücke Widders­dorfer Straße 205 bis 213 ein Industriegebiet dargestellt. Daher ist eine Flächennutzungsplanänderung für diesen Teilbereich er­forderlich. Hier soll eine Änderung der Darstellung in ein Gewerbegebiet erfolgen. Die Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgt im Rahmen der 241. Änderung des Flächennutzungsplanes.

Aushangplakat
PDF, 967 kb

Das bisherige Verfahren

Auskunft zum Planungskonzept und Informationen zum Amtsblatt

Telefonische Auskünfte erhalten Sie zu den Öffnungszeiten beim Stadtplanungsamt unter der Telefonnummer 0221 / 221-31642 oder per E-Mail.

  • Öffnungszeiten
    Montag und Donnerstag, 8 bis 16 Uhr
    Dienstag, 8 bis 18 Uhr
    Mittwoch und Freitag, 8 bis 12 Uhr
E-Mail an das Stadtplanungsamt
Auskunft zum Planungskonzept erhalten Sie beim Stadtplanungsamt.
Informationen zum Amtsblatt