Beendete frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung 

Ziel ist die Neugliederung der Betriebsarten nach dem Abstandserlass vom 6. Juni 2007 zur Vermeidung einer planerischen Konfliktsituation mit der geplanten Wohnbebauung nördlich der Alsdorfer Straße.

Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses und Informationen zum Verfahren

© Stadt Köln

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 17. Juni 2021 unter anderem die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch für das Verfahren der 1. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 63459/04  – Arbeitstitel "Stolberger Straße in Köln-Braunsfeld/-Ehrenfeld, 1. Änderung" – beschlossen.

Der Geltungsbereich der Bebauungsplanänderung liegt teilweise im Stadtteil Braunsfeld sowie im Stadtteil Ehrenfeld und umfasst zum großen Teil den gesamten Geltungsbereich des derzeit rechtskräftigen Bebauungsplanes Nummer 63459/04. 

 

Der Änderungsbereich wird im Norden durch die ehemaligen Gleisanlagen der HGK AG und der KVB AG, im Westen durch den Maarweg, im Osten durch die Oskar-Jäger-Straße und im Süden durch Stolberger Straße begrenzt.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Beteiligungsverfahren haben wir vom 20. September bis 11. Oktober 2021 durchgeführt. Wegen der aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Verfahren nur mit einem öffentlichen Aushang des Planungskonzepts oder mit telefonischer Auskunft durchgeführt. Am 21. September 2021 haben wir Ihnen das städtebauliche Planungskonzept in einem Livestream mit Online-Dialog vorgestellt. Am Schriftliche Stellungnahmen konnten bis 11. Oktober 2021 an die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Lindenthal sowie an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Ehrenfeld gerichtet werden.

Die eingegangenen Stellungnahmen werden nun in der zuständigen Bezirksvertretung beraten und eine Beschlussempfehlung für den Stadtentwicklungsausschuss formuliert. Der Stadtentwicklungsausschuss berät und beschließt auf dieser Grundlage die Vorgaben zur weiteren Ausarbeitung des Bebauungsplan-Entwurfs.

Präsentation der Veranstaltung 21. September 2021
PDF, 13850 kb

Informationen zum Aushangplakat

Beschreibung des Plangebietes

Das Plangebiet liegt im Stadtteil Braunsfeld und Ehrenfeld und ist im Westen und Südwesten durch eine Wohnnutzung geprägt. Hier liegen Wohngebäude entlang der Alsdorfer-, Elsenborner- und St.-Vither-Straße. Nördlich der Alsdorfer Straße auf den Flächen eines ehemaligen Schrottplatzes sowie eines Betriebes für Antriebselemente wird durch das Verfahren "Wohnbebauung Alsdorfer Straße" ebenfalls eine Wohnnutzung geplant. Der Großteil des übrigen Plangebietes wird jedoch vorwiegend gewerb­lich genutzt. Ausgenommen hiervon ist eine Teilfläche der Gleisharfe, welche durch eine alternative Wohnform in Form einer Bauwagensiedlung geprägt ist. Östlich an die bestehenden Wohngebäude grenzen ver­schiedene Büronutzungen, Lagerhallen, Einzelhandelsbetriebe und Ver­kaufsflächen von klein- und mittelgroßen Gewerbebetrieben an. Diese Nutzungen werden nach Osten hin fortgeführt. Aufgrund des Strukturwandels innerhalb des Plangebietes, wurden in­dustrielle und gewerbliche Nutzungen zugunsten von Wohnnutzung so­wie einer nicht erheblich belästigenden Gewerbenutzung in der Vergan­genheit aufgegeben.  

Anlass und Ziel der Planung

Das große zusammenhängende Gewerbegebiet Braunsfeld/Müngers­dorf/Ehrenfeld unterliegt seit mehreren Jahren einem Strukturwandel. Um dieses Prozess stadtverträglich zu bewältigen, wurde für das ge­samte Gebiet ein Entwicklungskonzept erarbeitet, die sogenannte "Rahmenpla­nung Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld", welche vom Rat am 20. Juli 2004 beschlossen wurde. Die planungsrechtliche Umsetzung der im Rahmenplan aufgezeigten Entwicklungsziele wird zum Teil mit der Planung einer Wohnbebauung nördlich der Alsdorfer Straße erfolgen. Zur weiteren Umsetzung der vorgesehenen Entwicklungsziele ist es notwendig, den Bebauungsplan 63459/04 zu ändern. Ziel der Bebauungsplanänderung ist somit die Planung einer Fuß- und Radwegeverbindung entlang der alten Gleistrassen und einer Grünfläche auf der ehemaligen Gleisharfe sowie die Neugliederung der Betriebsarten in einigen Teilbereichen nach dem Abstandserlass vom 6. Juni 2007.  

Inhalte der Bebauungsplanänderung

Gemäß den Vorgaben der Rahmenplanung soll auf der ehemaligen Gleis­trasse zwischen dem Maarweg und der Stolberger Straße eine begrünte Fuß- und Radwegeverbindung entstehen, sodass für die ehemalige Fläche für Bahnanlagen eine Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung (Fuß- und Radweg) festgesetzt wird. Darüber hinaus soll die ehemalige Gleisharfe als öffentliche Grünfläche festgesetzt werden und an den geplanten Fuß- und Radweg angebunden werden. Zur Wahrung der städtebaulichen und immissionsschutzrechtlichen Harmonie mit der angrenzenden Planung werden Teilbereiche der Gewerbegebiete im Planbereich nach der Abstandsliste der Anlage 1 zum Abstandserlass neu gegliedert. Im Rahmen der Än­derung zum Bebauungsplan wird für das gesamte Plangebiet auf den Abstandserlass vom 6. Juni 2007 umgestellt. Eine gutachterliche Betrachtung beziehungsweise Bestandserfassung der vorhandenen Betriebe im Gewerbegebiet wurde erarbeitet. Mit der geplanten Änderung der Festsetzung soll sichergestellt werden, dass nur Anlagen zulässig sind, die die Mindestabstände einhalten. Im Rahmen der gutachterlichen Betrachtung wurden die aus schalltechnischer Sicht relevanten Nutzungen betrachtet. Für die nördlich und östlich liegenden Gewerbegebietsflächen entlang der KVB AG Bahnanlage soll von Zone 1 auf die Zonen 3 beziehungsweise 2 umgestellt werden. Die Zonierungen entlang der Oskar-Jäger-Stra­ße und der Stolberger Straße bleiben unberührt. Die Anpassung der Zonierung führt zu keiner Einschränkungen der bestehenden Nutzungen.  

Hinweise zum Verfahren

Die Änderung des Bebauungsplans wird im Regelverfahren gemäß § 8 Baugesetzbuch durchgeführt. Eine Umweltprüfung ist gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch durchzuführen sowie ein Umweltbericht gemäß § 2a Baugesetzbuch zu erstellen.

Flächennutzungsplan

Im Flächennutzungsplan sind die Flächen innerhalb des Geltungsberei­ches der Änderung zum Bebauungsplan als gemischte und als gewerbli­che Baufläche dargestellt. Die Änderung der Darstellung im Flächennut­zungsplan erfolgt im Rahmen der 241. Änderung des Flächennutzungsplanes.

Aushangplakat
PDF, 912 kb

Das bisherige Verfahren

Auskunft zum Planungskonzept und Informationen zum Amtsblatt

Telefonische Auskünfte erhalten Sie zu den Öffnungszeiten beim Stadtplanungsamt unter den Telefonnummern 0221 / 221-26205 und 0221 / 221-31642 oder per E-Mail.

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