Beendete frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren 

Veröffentlicht im Amtsblatt am 3. November 2021

Ziel ist es, in einem zweiten Bauabschnitt weitere Wohneinheiten inklusive Studentenappartements zu schaffen. 

Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses und Informationen zum Verfahren

© Stadt Köln

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 9. September 2021 unter anderem folgenden Beschluss gefasst:

Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt, nach § 12 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB ein Bebauungsplanverfahren (vorhabenbezogener Bebauungsplan) für den Bereich östlich, südlich und nördlich der Ostmerheimer Straße in Merheim, (Gemarkung Langenbrück, Flur 71 Flurstücke Nummer 4923, 5770, 5799 und 5800) — Arbeitstitel: "Ostmerheimer Straße 214" in Köln-Merheim — einzuleiten mit dem Ziel, neben dem bereits im Bau befindlichen ersten Abschnitt der Wohnbebauung und der Kindertageseinrichtung im Bestand in einem zweiten Bauabschnitt weitere Wohneinheiten inklusive Studentenappartements zu schaffen.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Beteiligungsverfahren fand in der Zeit vom 11. bis einschließlich 26. November 2021 statt.

Wegen der aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Verfahren nur mit einem öffentlichen Aushang des Planungskonzepts sowie online und mit telefonischer Auskunft durchgeführt. 

Das Aushangplakat sowie ergänzende Erläuterungen stellen wir Ihnen auf dieser Seite weiterhin digital zur Verfügung.

Informationen zum Aushangplakat

Anlass und Ziel der Planung

Die Vorhabenträgerin WohnWert Merheim GmbH & Co. KG hat am 25. Januar 2021 die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit dem Ziel, auf ihren Grundstücken entlang der Ostmerheimer Straße eine Wohnbebauung sowie eine sechs-gruppige Kindertagesstätte zu realisieren, beziehungsweise planungsrechtlich zu sichern, beantragt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 09. September 2021 die Einleitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Ostmerheimer Straße 214 in Köln-Merheim" und die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen. Da der rechtskräftige Bebauungsplan 7345 0/03-1 (Blatt 1) für das nahezu gesamte Plangebiet eine Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung "Krankenanstalt Köln – Merheim" festsetzt, ist die Änderung beziehungsweise Neuaufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Die Zielsetzung des Bebauungsplanverfahrens ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des Vorhabens zu schaffen. Es ist davon auszugehen, dass auf der Plangebietsfläche insgesamt circa 245 Wohneinheiten entstehen werden.  

Beschreibung des Plangebietes

Das Plangebiet liegt im Kölner Stadtteil Merheim im Osten von Köln. Es umfasst Grundstücke (Flurstücke Nummer 5770, 5799 und 5800), die als Fläche für Gemeinbedarf ausgewiesen sind und der Krankenanstalt Köln – Merheim zu zuordnen sind. Das Gebiet wird nahezu allseitig von der Ostmerheimer Straße eingefasst und hat eine Größe von circa 0,74 Hektar (ha). Auf dem nordwestlichen Teilbereich (Flurstück Nummer 5770) besteht eine neungeschossige Wohnbebauung. Diese wird momentan als Personalwohnhaus für die Krankenanstalt Merheim genutzt. Die bereits realisierte sechs-gruppige Kindertagesstätte befindet sich auf dem südlichen Grundstück (Flurstück Nummer 5799) des Plangebietes. Im östlichen Bereich (Flurstück Nummer 5800) ist als Ersatz für das neungeschossige Bestandsgebäude ein neues Personalwohnhaus mit insgesamt 107 Wohneinheiten entstanden. Nördlich und westlich des bestehenden Personalwohnhauses ist das Gebiet durch eine kleinteilige Vegetationsstruktur sowie durch vereinzelte Bestandsbäume entlang der Ostmerheimer Straße geprägt. In der direkten Umgebung im Norden liegt ein großflächiger Einzelhandel. Im Nordosten grenzt entlang des Arnikaweges vorwiegend Wohnnutzung an das Gebiet. Die westliche und südwestliche Umgebung des Plangebietes wird ebenfalls durch Wohnbebauung geprägt. Im Osten liegen die Einrichtungen der Krankenanstalt Köln – Merheim.  

Städtebauliches Planungskonzept

Das Büro Kaspar Kraemer Architekten aus Köln hat im Auftrag der Vorhabenträgerin und in Abstimmung mit der Politik sowie der Verwaltung für das Plangebiet ein städtebauliches Konzept entwickelt, welches die städtebauliche Entwicklung für den Gesamtgrundstücksbereich an der Ostmerheimer Straße aufzeigt und in einer integrierten Planung über insgesamt drei Bauabschnitte zusammenführt. Ziel der Planung ist die Realisierung beziehungsweise die Sicherung (Ausweisung) der zukünftig vorwiegend als Wohnnutzung genutzten Flächen sowie der bereits realisierten sechs-gruppigen Kindertagesstätte. Der erste Bauabschnitt umfasste das südliche Flurstück Nummer 5799. Hier wurde eine zweigeschossige Kindertagesstätte inklusive der erforderlichen Spiel- und Freiräume (circa 520 m²), welche nach Westen hin orientiert sind, realisiert. Im Rahmen des zweiten Bauabschnittes ist auf dem Flurstück Nummer 5800 ein Ersatzneubau für die auf dem Flurstück Nummer 5770 bestehenden Personalwohnungen geschaffen worden. Die Gebäudestruktur des zweiten Bauabschnittes weist bis zu fünf Vollgeschosse plus Staffelgeschoss auf und ist straßenbegleitend von Osten nach Norden errichtet worden. Nach Niederlegung des Bestandsgebäudes soll auf dem Flurstück Nummer 5770 eine direkt angrenzende städtebauliche Fortführung der bereits realisierten Strukturen aus dem zweiten Bauabschnitt erfolgen. Die städtebauliche Kubatur (fünf Vollgeschosse zuzüglich Staffelgeschoss) wird aufgenommen und nach Norden hin straßenbegleitend weitergeführt. Am nördlichsten Punkt, in der Nähe zur Olpener Straße, soll durch die Realisierung einer sieben geschossigen Bebauung zuzüglich Staffelgeschoss eine qualitätsvolle Eingangssituation beziehungsweise Adressbildung geschaffen werden. Die entwickelte Hofsituation, im westlichen Bereich des Plangebietes, wird als Grün- und Kleinkinderspielbereich vorgesehen. Ein Bereich von circa 1.054 Quadratmeter wird dabei als Kleinkinderspielfläche entwickelt werden.  

Umweltbelange

Die durch die Planung betroffenen Umweltbelange, wie zum Beispiel Tiere, Pflanzen, Boden, Lärm, Verkehr, Klima, Kulturgüter, werden im Rahmen der weiteren Planung untersucht und bewertet. Sie werden in der Abwägung berücksichtigt. Eine formale Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch mit Umweltbericht ist nach § 13 a Baugesetzbuch nicht erforderlich.  

Aushangplakat
PDF, 1202 kb

Weitere Informationen