Offenlage des Entwurfs einer Flächennutzungsplan-Änderung

Veröffentlicht im Amtsblatt am 24. März 2021

Ziel der Änderung ist die Revitalisierung der Fläche des Geländes der ehemaligen "Deutsche Welle" und Teile der südlich angrenzenden Gewerbeflächen.

Amtsblatt 11, 24. März 2021
PDF, 10646 kb
Begründung
PDF, 816 kb
Planurkunde
PDF, 15756 kb

Umweltrelevante Stellungnahmen und sonstige Gutachten

Text der Veröffentlichung im Amtsblatt, 24. März 2021

© Stadt Köln

Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch des Entwurfs zur 218. Änderung des Flächennutzungsplans im Stadtbezirk Rodenkirchen in Köln-Marienburg Das Planänderungsgebiet der 218. Änderung des Flächennutzungsplanes umfasst ca. 8 Hektar und verläuft im Norden entlang Raderberggürtel und im Osten entlang Mertener Straße bis zur Abbiegung, folgt dem Verlauf der Mertener Straße im Süden nach Westen, bis der Änderungsbereich im Westen auf den Grünzug trifft. Diesem folgt der Änderungsbereich in Richtung Norden und verläuft entlang des Grundstückes des Deutschlandfunks bis zum Raderberggürtel. Arbeitstitel: "Mertener Straße" in Köln-Marienburg

Ziel der Änderung ist die Revitalisierung der Fläche des Geländes der ehemaligen "Deutsche Welle" und Teile der südlich angrenzenden Gewerbeflächen. Beabsichtigt ist größtenteils die Darstellung eines Wohngebietes, im Übergang zum südlich angrenzenden Gewerbe einer gemischten Baufläche und teilweise einer Grünfläche mit den Signets "Kindertagesstätte" und "Spielplatz". Das Deutschlandradio soll in seiner Funktion gesichert werden und soll weiterhin als Sonderbaugebiet "Rundfunk" dargestellt werden. Die 218. Änderung des Flächennutzungsplanes "Mertener Straße" umfasst den nördlichen Teilbereich des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans Nr. 67410/11, "Mertener Straße" in Köln-Marienburg. Die Planverfahren werden im Parallelverfahren (§ 8 Abs. 3 BauGB) durchgeführt.  

Hinweis: Eine Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch wurde durchgeführt. Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar, die in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet werden:             

  • Tiere: Darstellung und Bewertung der Auswirkungen der Planänderung auf Vögel, insbesondere Mauersegler und Fledermäuse: Kölner Büro für Faunistik: Bebauungsplanverfahren Mertener Straße in Köln-Marienburg Artenschutzrechtliche Prüfung, 2019      
  • Pflanzen: Darstellung und Bewertungen der Auswirkungen der Planänderung auf den Pflanzenbestand: Wissmann, Jürgen (Dipl.-Ing. agr.): Biotoptypenkartierung, 2016            
  • Fläche: Ermittlung und Erläuterung zur Flächengröße, Flächenbilanz. Inanspruchnahme und Bewertung der Auswirkungen der Planänderung auf die Fläche.            
  • Boden: Auswertung der folgenden Unterlagen bezüglich geschützter Böden und Altlastenverdacht: Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Bodenkarte von Nordrhein-Westfalen 1:50 000; Auszug aus der digitalen Bodenkarte, 04. Mai 2018 Mull & Partner Ingenieurgesellschaft mbH: Orientierende Altlastenuntersuchung für das BV Ehem. Leybold-Gelände in Köln-Marienburg, 2018 und Ergänzende Altlastenuntersuchung für das BV Deutsche Welle, Raderberggürtel 50 in Köln-Marienburg, 2018            
  • Wasser: Der Änderungsbereich liegt in der Wasserschutzzone 3 des Wasserwerkes Hochkirchen. Erläuterung der bestehenden Grundwassersituation und Auswertung Grundwassermessstellen.
  • Luft/ Luftschadstoffe: Der Änderungsbereich liegt in der Umweltzone Luftreinhalteplanes für das Stadtgebiet Köln, Zweite Fortschreibung 2019. Der Luftreinhalteplan 2. Fortschreibung, Die Planfälle werden vergleichend bewertet.        
  • Klima: Auswertung Synthetische Klimafunktionskarte, Maßstab 1:150.000, 1997, Stadt Köln (Hrsg.) Die Auswirkungen der Flächennutzungsplanänderung werden dargestellt.   
  • Wirkungsgefüge: Beschreibung und Bewertung des Wirkungsgefüges zwischen Tieren, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima.        
  • Landschaft: Auswertung von Luftbildern (KölnGIS) aus dem Jahr 2020, Auswertung des Landschaftsplans der Stadt Köln vom 18.04.1991, zuletzt geändert am 13.04.2011.         
  • Biologische Vielfalt: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Umsetzung der Planung. Die Zunahme der Grünflächen und Bestandssicherung von Vegetationsflächen wird bewertet. 
  • Natura 2000-Gebiete: Im Plangebiet und im Umfeld sind keine Natura 2000-Gebiete vorhanden.
  • Mensch, Gesundheit, Bevölkerung: Lärm Straßenverkehrslärm und Schienenverkehrslärm, Flugverkehrslärm, Gewerbelärm wurden untersucht und die Entwicklung durch die Flächennutzungsplanänderung bewertet: ADU cologne Institut für Immissionsschutz GmbH: Schalltechnische Untersuchung zu den Lärmemissionen und -immissionen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Nr. 67410/11 Arbeitstitel: "Mertener Straße" in Köln-Marienburg, 2020 
  • Altlasten: Gutachten zur Gefährdungsabschätzung: s. unter Boden Auswertung des Altlastenkatasters der Stadt Köln, 2018.     
  • Erschütterungen: Erschütterungen liegen weder heute im Plangebiet vor noch werden diese zukünftig durch die Flächennutzungsplanänderung zu erwarten sein.             
  • Sonstige Risiken/ Gesundheitsbelange: Beschreibung und Bewertung des Gefahrenpotenzials durch Hochwasser, Elektromagnetische Felder, Störfallrisiken, Starkregen und Kampfmitteln. Auswertung der Hochwassergefahrenkarten (Hochwasser, Grundhochwasser, Starkregen) Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR:, unter: www.hw-karten.de (o.J.). Der Änderungsbereich liegt im Hochwasserrisikogebiet des Rheines.          
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Im Plangebiet sind keine Kultur- und Sachgüter bekannt.           
  • Vermeidung von Emissionen: Beschreibung und Bewertung zum Umgang mit Abfällen und Abwasser sowie Emissionen durch Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme.           
  • Erneuerbare Energien/Energieeffizienz: Eine Betrachtung zur Nutzung erneuerbarer Energien oder zur Energieeffizienz ist nicht Gegenstand der FNP-Änderung.          
  • Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes: Landschaftsplan: Auswertung der Vorgaben des Landschaftsplans der Stadt Köln vom 18.04.1991, zuletzt geändert am 13.04.2011.           
  • Wechselwirkungen: Beschreibung und Bewertung Wechselwirkungen zwischen den Umweltbelangen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter. 
  • Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen: Auswertung der Möglichkeit zur Anfälligkeit für schwere Unfälle und Katastrophen.           
  • Eingriffsregelung: Diese ist erst auf der Ebene des Bebauungsplanes anzuwenden.  

Umweltrelevante Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange, der Dienststellen der Stadt Köln sowie der Öffentlichkeit zu den vorgenannten Umweltbelangen liegen vor. 

Die öffentliche Auslegung des Entwurfs der 218. Änderung des Flächennutzungsplans mit Begründung erfolgt in der Zeit vom 1. April 2021 bis 14. Mai 2021 einschließlich beim Stadtplanungsamt (Stadthaus), Außenstelle, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln.   Für die Einsichtnahme in die öffentlich auszulegenden Unterlagen ist die vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0221/221-26927 sowie der E-Mailadresse Bauleitplanung@stadt-koeln.de erforderlich. Zusätzlich werden die öffentlich auszulegenden Unterlagen unter folgendem Link in das Internet eingestellt: http://www.beteiligung-bauleitplanung.koeln  

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden, über die der Rat entscheidet. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über die Änderung des Flächennutzungsplanes unberücksichtigt bleiben.  

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz. 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.          

Köln, den 18. März 2021                              

Die Oberbürgermeisterin, in Vertretung
gezeichnet Markus Greitemann, Beigeordneter                                                                                                                                                   

Öffentliche Auslegung und Stellungnahme

Vom 1. April bis einschließlich 14. Mai können Sie

  • Einsicht in das städtebauliche Planungskonzept nehmen
  • Ihre Hinweise und Anregungen äußern.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 0221 / 221-26927 oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

E-Mail zur Terminvereinbarung

Online-Formular zur Abgabe Ihrer Stellungnahme

Dauer und Ort der Auslegung

Auskunft zum Planungskonzept und Information zum Amtsblatt