Offenlage eines Bebauungsplan-Entwurfs

Veröffentlicht im Amtsblatt am 24. Juni 2020

Ziel ist es, die Art der baulichen Nutzung festzusetzen.

Geltungsbereich
PDF, 586 kb

Information zum Verfahren

Öffentliche Auslegung nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch des Bebauungsplan-Entwurfs Nummer 66450/05 mit gestalterischen Festsetzungen für das Gebiet zwischen Moltkestraße, Bismarckstraße, Brüsseler Straße, nordöstliche Grenze der Grundstücke Brüsseler Straße 104, Bismarckstraße 38 und 27, östliche Grenze des Grundstücks Antwerpener Straße 16, nördliche Grenze der Grundstücke Antwerpener Straße 14 bis 4, nördliche und östliche Grenze des Grundstücks Antwerpener Straße 2, Antwerpener Straße, Brüsseler Straße, Genter Straße, Brabanter Straße, südliche und westliche Grenze des Grundstücks Brabanter Straße 3, westliche Grenze der Grundstücke Brabanter Straße 5 bis 7, südliche Grenze der Grundstücke Lütticher Straße 13 bis 45 und Brüsseler Straße 54, östliche Grenze der Grundstücke Brüsseler Straße 52 bis 48, östliche und südliche Grenze des Grundstücks Brüsseler Straße 46, südliche und westliche Grenze des Grundstücks Brüsseler Straße 47a, westliche Grenze des Grundstücks Brüsseler Straße 49, südliche Grenze der Grundstücke Lütticher Straße 51 bis 67 sowie östliche und südliche Grenze des Grundstücks Moltkestraße 56 in Köln-Neustadt/Nord Arbeitstitel: Belgisches Viertel in Köln-Neustadt/Nord  

Das Belgische Viertel hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Kölner Wohngebiete, aber auch in ein angesagtes Szeneviertel entwickelt. Insbesondere ein verändertes Freizeitverhalten führte in den letzten Jahren dazu, dass der öffentliche Raum vermehrt als Treffpunkt und für ein geselliges Beisammensein in den Abendstunden genutzt wird, was zu stärkeren Konflikten mit den Anwohnern führte. Es besteht zudem das Risiko einer Zurückdrängung der Wohnnutzung zugunsten einer Umwandlung zu Gewerbe- oder Einzelhandelsflächen beziehungsweise zu Gastronomiebetrieben.

Ziel des einfachen Bebauungsplans ist es folglich, eine solche städtebauliche Fehlentwicklung zu verhindern. Es sollen einerseits die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die vorhandene Wohnnutzung zu schützen, zu erhalten und fortzuentwickeln. Andererseits sollen die im Sinne der besonderen Eigenart gebietsprägenden sowie im Einklang mit dem Schutzbedürfnis der Wohnfunktion stehenden gewerblichen Nutzungsstrukturen erhalten bleiben.

Hinweis: Eine Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch wurde durchgeführt. Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar, die in einem Umweltbericht beschrieben und bewertet werden:           

  • Tiere und biologische Vielfalt: Auswertung Fachinformationssystem geschützte Arten Messtischblatt 50074 vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen, abgerufen am. Keine Betroffenheit.      
  • Pflanzen: keine Betroffenheit       
  • Fläche: Keine Betroffenheit       
  • Boden: Auswertung der Bodenkarte NW, Geologisches Landesamt NRW: Bodenkarte von Nordrhein-Westfalen, Maßstab 1:50.000, Krefeld, 1980. Keine Betroffenheit       
  • Wasser, Oberflächenwasser/ Grundwasser: Keine Betroffenheit Oberflächengewässer sind im Planänderungsgebiet nicht vorhanden und nicht geplant. Die Planung hat keine Auswirkungen auf den Grundwasserkörper.    
  • Luft/ Luftschadstoffe: Auswertung Luftreinhalteplan für das Stadtgebiet Köln zweite Fortschreibung 2019. Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf die Luftqualität anhand einer Grobscreening-Berechnung der Stickstoffdioxidbelastung des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln vom 11. Januar 2017 und vom 21. Oktober 2019.         
  • Klima: Auswertung der Klimafunktionskarte M 1:150.000 Klimafunktionskarte Köln, M 1:150.000, Datengrundlage: Prof. Kuttler et. Al. Universität Essen, Klimatologische Untersuchung Köln 1997. Keine Betroffenheit      
  • Landschafts- und Ortsbild: Auswertung von Luftbildern (KölnGIS) aus dem Jahr 2018, Ortsbesichtigung, keine Auswirkung        
  • Natura 2000-Gebiete: Im Planänderungsgebiet und im Umfeld sind keine Natura 2000-Gebiete vorhanden.        
  • Mensch, Gesundheit, Bevölkerung: Beschreibung und Bewertung des Lärms aus Straßen- und Schienenverkehrslärm und aus gewerblicher Nutzung, der auf das Plangebiet und die Umgebung einwirkt sowie der Auswirkungen der Planung im Hinblick auf Altlasten, Erschütterung und sonstige Risiken/ Gesundheitsbelange
  • Lärm (Gewerbe-, Straßenverkehrs- und Schienenverkehrslärm): Büro für Schallschutz, Umweltmessungen, Umweltkonzepte Michael Mück: Schalltechnische Untersuchung des Gewerbelärms sowie des öffentlichen Straßen- und Schienenverkehrs im Rahmen des Bebauungsplanes "Belgisches Viertel" in Köln, Neustadt Nord, Herzogenrath, März 2020
  • Altlasten: Auswertung des Altlastenkatasters der Stadt Köln, 2018. Altlastenstandort Nr. 104109.
  • Erschütterungen: Darstellung und Bewertung der Vorbelastung durch den Schienenverkehr der Bereiche westlich der Moltkestraße und Bismarckstraße. Keine Betroffenheit
  • sonstige Risiken/Gesundheitsbelange: Beschreibung und Bewertung des Gefahrenpotenzials, welches aufgrund von Starkregenereignissen, Elektromagnetischer Felder und potenzieller Kriegaltlasten zu erwarten ist.
    Hochwasser und Starkregen: Auswertung der Hochwassergefahrenkarten (Hochwasser, Grundhochwasser, Starkregen) Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR: unter: www.hw-karten.de (o.J.).Das Plangebiet ist nicht von einer Hochwassergefahr betroffen; für Teilbereiche besteht jedoch eine Überflutungsgefahr im Starkregenfall.
    Elektromagnetische Felder: Eine Elektromagnetische Vorbelastung kann von im Plangebiet befindlichen Trafostationen ausgehen.
    Störfallrisiko: Das Plangebiet liegt außerhalb von Achtungsabständen und angemessenen Abständen relevanter Störfallbetriebe.
    Kampfmittel: Eine Kampfmittelbelastung kann nicht ausgeschlossen werden, Auskunft Bezirksregierung Düsseldorf, Kampfmittelräumdienst (KBD)     
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Darstellung und Auswertung der Denkmalliste der Stadt Köln
  • Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme): Es liegen keine zusätzlichen Emissionen aus Licht, Gerüchen, Strahlung und Wärme vor.      
  • Abfälle, Abwasser: Die Entsorgung von Abfall sowie Schmutz- und Niederschlagswasser bleibt unverändert.        
  • Erneuerbare Energien/Energieeffizienz: Keine Betroffenheit 
  • Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes:
    Landschaftsplan: Auswertung der Vorgaben des Landschaftsplans der Stadt Köln vom 18.04.1991, zuletzt geändert am 13. April 2011. Keine Betroffenheit
    Wasserschutzgebiet: Das Plangebiet liegt nicht innerhalb von einem Trinkwasserschutzgebiet.  
  • Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen: Beschreibung und Bewertung des Wirkungsgefüges und der Wechselwirkungen zwischen den Umweltbelangen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter.        
  • Eingriff/Ausgleich: Darstellung der Anwendbarkeit der baurechtlichen Eingriffsregelung sowie der damit einhergehenden Ausgleichspflicht.  

Umweltrelevante Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, der Dienststellen der Stadt Köln sowie der Öffentlichkeit zu den vorgenannten Umweltbelangen liegen vor.  

Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Nummer 66450/05 mit Begründung erfolgt in der Zeit vom 22. Juli bis 4. September 2020 einschließlich beim Stadtplanungsamt (Stadthaus), Außenstelle, Ladenlokal 5, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln.  

Für die Einsichtnahme in die öffentlich auszulegenden Unterlagen ist die vorherige Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 0221/221-22864 oder der E-Mail-Adresse Bauleitplanung@stadt-koeln.de erforderlich. Zusätzlich werden die öffentlich auszulegenden Unterlagen unter folgendem Link in das Internet eingestellt: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/bebauungsplaene/aktuelle-bebauungsplaene/aktuelle-oeffentliche-auslegungen  

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden, über die der Rat entscheidet. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.    

Köln, den 17. Juni 2020                                

Die Oberbürgermeisterin, in Vertretung
gezeichnet Markus Greitemann, Beigeordneter

Terminvereinbarung zur Einsichtnahme

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 0221 / 221-22864 oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

E-Mail zur Terminvereinbarung
Dauer und Ort der Auslegung
Außenstelle Ladenlokal 5 des Stadtplanungsamtes
PDF, 1207 kb

Auskunft

Stadtplanungsamt: Adresse und Öffnungszeiten

Informationen zum Amtsblatt

Das Amtsblatt der Stadt