Beendete frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung

Veröffentlicht im Amtsblatt am 25. August 2021

Ziel ist es, die planungsrechtliche Grundlage für die Wohnbebauung an der Alsdorfer Straße zu legen und den Änderungsbereich städtebaulich neu zu ordnen.

Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses und Informationen zum Verfahren

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 17. Juni 2021 unter anderem folgenden Beschluss gefasst:  

Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt, für den im planungsverbindlichen Flächennutzungsplan (FNP) dargestellten Bereich der "Alsdorfer Straße" in Köln-Ehrenfeld/-Braunsfeld eine Planänderung gemäß § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einzuleiten.  

 

 

 

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Beteiligungsverfahren fand in der Zeit vom 30. August bis einschließlich 13. September 2021 statt.

Schriftliche Stellungnahmen konnten bis einschließlich 20. September 2021 an die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Lindenthal und an den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Ehrenfeld gerichtet werden. Die eingegangenen Stellungnahmen werden in den zuständigen Bezirksvertretungen beraten und eine Beschlussempfehlung für den Stadtentwicklungsausschuss formuliert. Der Stadtentwicklungsausschuss berät und beschließt auf dieser Grundlage die Vorgaben zur weiteren Ausarbeitung der 241. Änderung des Flächennutzungsplans.

Wegen der aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Verfahren nur mit einem öffentlichen Aushang des Planungskonzepts oder mit telefonischer Auskunft und online durchgeführt. 

Das Aushangplakat sowie ergänzende Erläuterungen stellen wir Ihnen auf dieser Seite weiterhin digital zur Verfügung.

 

Informationen zum Aushangplakat

Anlass und Ziel der Änderung des Flächennutzungsplans (FNP)

Das große zusammenhängende Gewerbegebiet Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld unterliegt seit mehreren Jahren einem Strukturwandel. Neuere Entwicklungen, welche zur Zeit der Aufstellung der Rahmenplanung noch nicht absehbar waren, haben jedoch zu einer städtebaulichen Neubewertung einzelner Teilgebiete des Rahmenplanbereichs geführt. So hat der Rat der Stadt Köln mit dem Beschluss vom 06.Februar 2020 die Verwaltung beauftragt, einen städtebaulichen Wettbewerb für das sogenannte Max-Becker-Areal auszuloben sowie darauf aufbauend die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens vorzubereiten. Bereits eingeleitete Verfahren im Bereich des Rahmenplangebietes, wie das Vorhaben "Wohnbebauung Alsdorfer Straße", sollen jedoch fortgeführt werden. Mit der Einleitung der 241. Änderung des Flächennutzungsplanes soll dies für das Vorhaben an der Alsdorfer Straße gewährleistet werden.

Ziel der Änderung des Flächennutzungsplanes ist es, die planungsrechtliche Grundlage für die Wohnbebauung an der Alsdorfer Straße zu schaffen und den Änderungsbereich städtebaulich neu zu ordnen. Daher soll die Darstellung des Flächennutzungsplans in dem Bereich der Alsdorfer Straße - von der bisherigen Darstellung einer Gewerbefläche hin zu einer Wohnbaufläche - geändert werden.

Darüber hinaus soll die Darstellung Industriegebiet an der Widdersdorfer Straße zu Gunsten der Gebietsdarstellung Gewerbegebiet geändert werden. Damit soll eine drohende Gemengelage aus Wohnnutzung und industrieller Nutzung abgewendet und eine Koexistenz von Wohnbebauung und Gewerbebetrieben ermöglicht werden. Zudem sollen Teile des Gewerbegebietes aufgrund der vorhandenen Nutzungsmischung der gemischten Baufläche zugeordnet werden. Zusammen mit der Ausweisung einer Grünfläche im Bereich einer ehemaligen Güterbahntrasse entsteht ein räumlicher Puffer zwischen dem Gewerbegebiet und der geplanten Wohnbaufläche.

Mittelfristig soll ein mischgenutztes Quartier entstehen, das Raum für vielfältige Funktionen, wie Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Soziales bietet.

Alternativstandorte für die geplante Bebauung sind in gleicher Größe und Lagequalität in der näheren Umgebung nicht verfügbar.

Aufgabe und Wirkung des Flächennutzungsplans

Der Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan. Er gilt für das gesamte Stadtgebiet. Er ordnet den vorhandenen und voraussichtlichen Flächenbedarf für die einzelnen Nutzugsmöglichkeiten, wie Wohnen, Arbeiten, Erholung und Verkehr in den Grundzügen. Der Flächennutzungsplan entfaltet gegenüber den Bürger* innen keine unmittelbaren rechtlichen Wirkungen. Baurechte aus den Darstellungen des Flächennutzungsplanes können daher nicht hergeleitet werden. Konkretes Baurecht wird durch einen Bebauungsplan geschaffen. Dieser darf nicht im Widerspruch zum Flächennutzungsplan stehen. Im Bereich der 241. Änderung des Flächennutzungsplans "Alsdorfer Straße" in Köln-Ehrenfeld/-Braunsfeld befindet sich derzeit der vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nummer 63457/03 "Wohnbebauung Alsdorfer Straße" in Köln-Ehrenfeld/-Braunsfeld in Aufstellung zudem werden der Bebauungsplan Nummer 63459/02 "Widdersdorfer Straße" und der Bebauungsplan Nummer 63459/04 "Stolberger Straße" geändert.  

Ablauf des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans

Das Baugesetzbuch sieht für die Änderung des Flächennutzungsplans zwei Stufen der Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Bei der frühzeitigen Beteiligung informieren wir Sie bereits zu Beginn des Verfahrens über die Planungsabsichten. Anhand Ihrer Anregungen können nach Abwägung weitere Vorgaben für die Ausarbeitung der Plandarstellung formuliert werden. Schließlich werden die Auswirkungen der Planung in einem Umweltbericht beschrieben. Gegen Ende des Verfahrens erhalten Sie im Rahmen der Offenlage dann erneut die Gelegenheit, eine Stellungnahme innerhalb einer bestimmten Frist abzugeben. Hierbei wird der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung mit der Begründung und dem Umweltbericht sowie weiteren Unterlagen für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt.   

Die eingegangenen Stellungnahmen werden in der Bezirksvertretung Ehrenfeld und Lindenthal beraten; eine Beschlussempfehlung für den Stadtentwicklungsausschuss wird formuliert. Der Stadtentwicklungsausschuss berät und beschließt auf dieser Grundlage die Vorgaben zur weiteren Ausarbeitung des Flächennutzungsplans.  

Aushangplakat
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Das bisherige Verfahren

Auskunft zum Planungskonzept und Informationen zum Amtsblatt

Telefonische Auskünfte erhalten Sie zu den Öffnungszeiten beim Stadtplanungsamt unter der Telefonnummer 0221 / 221-23733 oder per E-Mail.

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