Aufstellung eines Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit

Ziel ist es, etwa 80 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau unter Anwendung des kooperativen Baulandmodells festzusetzen.

Veröffentlicht im Amtsblatt am 27. April 2022

Amtsblatt 15, 27. April 2022
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Frühzeitige Beteiligung vom 5. bis 19. Mai 2022

Wegen der aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie führen wir das frühzeitige Beteiligungsverfahren mit einem öffentlichen Aushang des Planungskonzeptes sowie mit telefonischer Auskunft und online durch. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, eine Stellungnahme schriftlich oder online abzugeben. Unsere Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite unter "Weitere Informationen".

Aushang und Online-Einsichtnahme des Planungskonzeptes

Das städtebauliche Planungskonzept hängen wir zur Einsichtnahme in der Außenstelle Ladenlokal 5 im Stadthaus Deutz aus. Das Aushangplakat mit weiteren Informationen finden Sie online auf dieser Seite.

Stellungnahme

Schriftliche Stellungnahmen können Sie an das Stadtplanungsamt richten. Wir stellen Ihnen hierzu auf dieser Seite ein Online-Formular zur Verfügung.

Informationen zu Zeit und Ort des Aushangs

Informationen zum Aushangplakat

Anlass und Ziel der Planung

Die Vorhabenträgerin Projekton Immobilien GmbH, Köln, hat am 15. Juli 2021 die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit dem Ziel, auf ihren Grundstücken entlang der Adalbertstraße eine Wohnbebauung zu realisieren, beantragt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 27. Januar 2022 die Einleitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Adalbertstraße in Köln-Höhen-berg" und die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen.

Ziel der Planung ist die Realisierung einer Wohnbebauung mit insgesamt circa 80 Wohneinheiten auf dem Plangrundstück. Zur weiteren Vertiefung der Planung sowie zur Sicherung der städtebaulichen Qualitäten wird für das Plangebiet durch die Vorhabenträgerin in Abstimmung mit der Stadt Köln ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren durchgeführt.

Beschreibung des Plangebietes

Das Plangebiet in Köln-Höhenberg grenzt im Westen an die Adalbertstraße, im Norden an die Flurstücke der Bestandsbebauung entlang der Olpener Straße, im Osten an eine unbebaute Grünfläche und im Süden an ein städtisches Schulgrundstück. Es umfasst die Adalbertstraße 11–15 mit den Flurstücken 2/10,1077/2,2/2 2,2/2 3,427, 453 und 1871 (teilweise), Flur 30, Gemarkung Vingst und hat eine Größe von circa 5.700 Quadratmetern (Davon circa 500 Quadratmeter öffentliche Verkehrsfläche in der Adalbertstraße).

Die Bestandsbebauung auf dem Plangrundstück wird aktuell als Gewerbehof benutzt. Die einzelnen Hallen sind an verschiedene Gewerbetreibende und Handwerksunternehmen vermietet. Ursprünglich befand sich auf dem Gelände eine Lackfabrik. Das Grundstück ist fast vollständig befestigt oder überbaut.

In der näheren Umgebung befinden sich vorwiegend zwei- bis fünfgeschossige Baukörper, im Schwerpunkt Wohnnutzungen. Westlich der Adalbertstraße befinden sich auch acht- und neungeschossige Gebäude. Im Süden grenzt eine städtische Schule (Katharina-Henoth-Gesamtschule) an das Plangebiet.

Das Plangebiet liegt circa 300 Meter östlich des Stadtteilzentrums Höhenberg, Olpener Straße, im Grenzbereich zu den Stadtteilzentren Vingst und Ostheim. Die Nahversorgung des Plangebiets ist damit gesichert.

Städtebauliches Planungskonzept

Das städtebauliche Konzept geht vom Abriss der Bestandsgebäude und einer vollständig neuen Entwicklung des Plangrundstückes im Geschosswohnungsbau aus.  

Geplant sind maximal V-geschossige Gebäudekörper mit circa 80 Wohneinheiten, die eine Sicht- und Wegeachse von der Adalbertstraße in die östlich angrenzende Grünfläche freilassen. Von den insgesamt circa 80 Wohneinheiten sollen circa 24 als öffentlich-geförderter Wohnraum errichtet werden. Die Gebäude orientieren sich an der Kubatur und der Höhe der näheren, sehr heterogenen, Umgebung. Ebenfalls orientiert sich die geplante Gebäudehöhe an den Inhalten des benachbarten Planverfahrens Olpener Straße 248-252.

Den Erdgeschosseinheiten sollen Freibereiche in Form von Terrassen und/oder privaten Gärten zugeordnet werden. In den Wohnungen der Obergeschosse sollen Balkone (Dachterrassen) angeordnet werden. Der ruhende Verkehr soll in einer Tiefgarage unter den neu zu errichtenden Gebäuden untergebracht werden, die über eine Rampe angefahren wird. Hier sollen fast alle notwendigen Stellplätze (circa 42 Stellplätze), die aus dem Neubauvorhaben resultieren, untergebracht werden. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Adalbertstraße. Der Innenbereich des Quartiers ist weitgehend autofrei geplant.

Ein Teil der Stellplätze (circa 15) wird voraussichtlich oberirdisch angeordnet werden. Alle Baukörper werden barrierefrei erschlossen. Die Flächen für die Feuerwehr (Feuerwehraufstellflächen) liegen jeweils an den hofseitigen Fassaden. Die Freiflächen sollen als integrativ genutzter Raum gestaltet werden, der der Kommunikation sowie dem Zusammentreffen und verweilen der Bewohner dienen soll. Ebenfalls geplant sind Spielflächen. Das Motiv des Erlebens von grüner Pflasterung nimmt die Idee des vernetzen privater und öffentlicher Flächen auf.

Zur Sicherung der städtebaulichen und gestalterischen Qualität wird ein Qualifizierungsverfahren durchgeführt. Die genauen Inhalte und Aufgaben werden im weiteren Verfahren zwischen der Stadt Köln und der Vorhabenträgerin abgestimmt und definiert.  

Umweltbelange

Die durch die Planung betroffenen Umweltbelange, wie zum Beispiel Tiere, Pflanzen, Boden, Lärm, Verkehr, Klima, Kulturgüter, werden im Rahmen der weiteren Planung untersucht und bewertet. Sie werden in der Abwägung berücksichtigt. Eine formale Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch mit Umweltbericht ist nach § 13 a Baugesetzbuch nicht erforderlich

Die eingegangenen planungsrelevanten Stellungnahmen werden als Abwägungsmaterial Teil der weiteren Beratungen und Beschlussfassungen zum Bebauungsplanverfahren in der Bezirksvertretung Kalk, dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Rat.  

Adalbertstraße Aushangplakat
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Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses

© Stadt Köln

Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 27. Januar 2022 unter anderem den Beschluss gefasst, in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13 a Baugesetzbuch ein Bebauungsplanverfahren (vorhabenbezogener Bebauungsplan) für das Gebiet östlich der Adalbertstraße 11–15, Flur 30, Gemarkung Vingst mit den Flurstücken 2/10, 1077/2, 2/2 2, 2/2 3, 427, 453 und 1871 (teilweise) – Arbeitstitel: Adalbertstraße – in Köln-Höhenberg – einzuleiten mit dem Ziel, etwa 80 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau unter Anwendung des kooperativen Baulandmodells festzusetzen.

Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplans

Weitere Informationen

Telefonische Auskünfte erhalten Sie beim Stadtplanungsamt unter der Telefonnummer 0221 / 221-22813 oder per E-Mail. 

E-Mail an das Stadtplanungsamt Stadtplanungsamt Kooperatives Baulandmodell Köln Informationen zum Amtsblatt