Die Preisträgerin 2018 ist Selma Gültoprak.

Begründung für die Preisvergabe

© C. Kox

Das Friedrich-Vordemberge-Stipendium 2018 wird Selma Gültoprak verliehen, weil sie mit ihren Arbeiten eine Position einnimmt, in der sie sich überzeugend mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Sie ist in der Wahl des künstlerischen Mediums sehr frei und findet souverän geeignete ausdrucksstarke Formen. Selma Gültoprak ist eine Künstlerin, die in ihren Arbeiten die Interaktion anstrebt. Sie sucht dafür den Dialog mit Menschen und lässt die Erfahrungen daraus in ihre Werke einfließen. Oft bewegt sie sich dabei im öffentlichen Raum und entwickelt ortsspezifische Reaktionen. Ihre Werke haben immer einen Bezug zu gesellschaftlichen Fragen, sind Ausdruck ihres Interesses für die Welt, in der sie lebt.

Inhalte werden in ihren Arbeiten nicht auf einfache Statements runtergebrochen sondern es gelingt der Künstlerin in ihren Installationen und Objekten so vielschichtig zu bleiben, wie sie auch das Objekt ihres Interesses wahrnimmt. Dabei bleibt neben dem offensichtlichen ästhetischen Reiz ihrer Kunstwerke immer auch die Frage nach mehr Information bestehen. Das, was man sieht oder hört, treibt den Betrachter zum Nachfragen oder Nachforschen in den sich ergänzenden ausgestellten Objekten.

Die Jury:
Astrid Bardenheuer
Dr. Gail Kirkpatrick
Heike Kropff
René Kemp

Weitere Informationen

Wer war Friedrich Vordemberge?

Friedrich Vordemberge, deutscher Maler und Kunstprofessor, wurde 1897 in Osnabrück geboren und starb 1981 in Köln. 1945 gründete er die Rheinische Künstlergemeinschaft, von 1959 bis 1965 war er Direktor der Kölner Werkschulen.

Seit 1977 ist das jährlich zu vergebende Stipendium der Stadt Köln im Bereich Bildende Kunst nach ihm benannt. Weitere Eckdaten zu Friedrich Vordemberge sowie eine alphabetische Übersicht der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen zur Verfügung:

Friedrich Vordemberge Preisträgerinnen und Preisträger alphabetisch