Vorläufiges Ergebnis der Bergung der Archivalien des Historischen Archivs

Am Montag, 25. Juli 2011, gaben Dr. Jörg Holzhäuser, Projektleiter für das Bergungsbauwerk, Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Historischen Archivs, und Manfred Fiß, stellvertretender Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle Waidmarkt, einen Überblick über die Demontage Unterwasser und den Stand der Archivalienbergung in der Bergungsgrube: Mannshohe Trümmerteile in Ausmaßen von über zwei mal zwei Metern haben die Bergung erheblich erschwert. Diese Betonfindlinge mussten Unterwasser zerschnitten werden, damit man sie beseitigen konnte. Da dort keinerlei Sicht bestand, mussten die Trümmerteile durch ein Unterwassersonar und das Tasten eines Tauchers lokalisiert werden.

© Stadt Köln/Jörg Schiefer

Bis Mitte 2011 sind 39 dieser Trümmerteile entfernt worden. Später wurden aber auch noch weitere Betonteile unter Wasser lokalisiert. Unter den Findlingen wurden weitere Archivalien vermutet. Die entfernten Trümmerteile hatten ein Gewicht von über 300 Tonnen. Überaus positiv hat sich das Fazit der geborgenen Archivgüter dargestellt, denn es konnten circa 95 Prozent des Archivguts gesichert werden. Damit wurde die Prognose bestätigt, die anfangs von knapp 5 Prozent Verlust ausging.

Trotz der langen Verweildauer unter Wasser waren die Archivalien kaum verändert. Dies ergibt sich daraus, dass sie nicht in Kontakt mit Sauerstoff gekommen sind. Es bestand zwar die Hoffnung, dass der Schaden an den Archivalien nicht immens ausfallen würde, bislang gab es jedoch keine Vergleichsmöglichkeiten. Deshalb ließ sich hier ein überraschend positives Fazit ziehen.

Die Bergung dauerte bis Anfang August 2011. Im Anschluss wurde die Baustelle an den vom Gericht bestellten Gutachter übergeben.